Veganes Hundefutter ist so nahrhaft wie fleischbasierte Ernährung: Ein britisches Forschungsteam hat zahlreiche Futterprodukte auf pflanzlicher Grundlage untersucht und stellt ihnen insgesamt ein durchaus positives Zeugnis aus

by linknewtab

17 comments
  1. [Link zur Studie](https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0328506&utm_source=pr&utm_medium=email&utm_campaign=plos006)

    >31 dry commercially available dog foods (n = 19 meat-based, n = 6 veterinary and n = 6 plant-based) were analysed for total protein content and individual amino acids, fatty acids, major and trace elements, vitamin D and all B-vitamins.

    Es wurden also die Futter untersucht, *nicht* wie es Hunden damit geht. Ziemliche Einschränkung in meinen Augen.

  2. Nur der Nährwert also?
    OK, biochemisch in Ordnung, aber physiologisch hat man keine Ahnung,
    wie ein auf tierische Nahrung ausgelegter Verdauungsapparat auf pflanzliche Zwangsnahrung reagiert.
    Bei Rindern hat man das in den 80ern und 90ern umgekehrt versucht. Die Folgen wahren tödlich, auch für den Menschen.
    Ich würde von solchen Sperenzchen die Finger lassen, die Natur mag es nicht, verarscht zu werden.

  3. Gab schon mehrere Studien dazu, dass Hunde mit veganer ernahrung das auch verarbeiten können.

    Katzen hingegen nicht, hier ist es absolut von Nöten Fleisch zu verfüttern.

  4. Ziemliche Mogelpackung die Überschrift. Es wurden nur die Inhalte untersucht und nicht wie es den Tieren geht. Da die Hunde selten sagen mir geht’s so und so, und Schwäche auch nicht zeigen, bleibt es nach wie vor fraglich.

    Ob man Tiere die in den letzten 100 Generationen Fleisch als Grundlage ihrer Ernährung überhaupt vegetarisch oder vegan ernähren sollte ist auch zu ambitioniert. Deren Körper ist darauf nicht ausgelegt ohne Fleisch auszukommen. Was bei uns die vegane Ernährung überhaupt ermöglicht ist die Fähigkeit zu kommunizieren, wenn etwas nicht passt und dann gezielt darauf reagieren. Außerdem können wir viele Lebensmittel essen, die für Hunde und Katzen giftig sind wie viele Nüsse, Zwiebeln, Schokolade usw.

    Ich bin ein großer Fan veganer Ernährung, aber bei Tieren ist es nicht ok.

  5. Ernsthaft, selbst wenn ich mich vegan ernähren würde, würde ich es nicht meinem Haustier aufdrücken wollen.

  6. Wir haben vor einem Jahr das Hauptfutter unseres Hundes von premium Fleischfutter auf veganes Trockenfutter umgestellt. 

    Sie frisst es tatsächlich lieber, beim alten Futter mussten wir durch die Geschmacksrichtungen des Herstellers durchwechseln damit sie frisst.

    Ihr Stuhl wurde auch deutlich stabiler und ihre Analdrüsen müssen nicht mehr ständig gereinigt werden.

    Spielverhalten oder Aktivitätslevel hat sich dabei nicht verändert.

    Ich habe Anfangs auch auf möglichst hohe Fleischanteile geachtet, weil es hieß Hunde brauchen das. Tatsächlich können Hunde viele Proteine nur verarbeiten wenn sie mit anderen Nährstoffen kombiniert werden. Lamm alleine z.B. können Hunde nicht die nötigen Nährstoffe rausziehen.

  7. Menschen würden vermutlich eher auf vegane Optionen zurückgreifen, wenn die vom Preis her nicht sogar noch teurer wären als die nicht-vegane Alternative.

    Ich leb selbst zwar nicht (mehr) strikt vegan, ernähr mich aber immer noch 99.9% pflanzlich…ab und an gibts mal nen Quark mit Obst und ganz selten mal wegen MHD reduziertes Hühnchenfleisch, das teil ich mir mir dann mit meinem Hund.

    Ich hatte seinerzeit überlegt, meinen Hund auch auf veganes TroFu umzustellen, empfand die 2 Marken die’s damals gab aber zu sehr als “Hipster” Hundefutter, vor allem den Preis und da er recht hochwertiges Futter bekam, das er sehr gut vertragen hat, wollte ich keine Experimente eingehen, dann haste am Ende auch wieder nen Problem mit der Verfügbarkeit, kriegst den Kram nicht überall, online dann ständig ausverkauft….das Problem hab ich ja teilweise sogar immer noch mit meinem TVP.

    Generell wär den Leuten vermutlich scheissegal ob’s vegan oder nicht ist, sofern’s dem Hund schmeckt, gut verträglich ist, ein Alleinfutter ist mit dem er alles bekommt, was er braucht, es keine Blähungen oder Futterbauch verursacht und die Inhaltsstoffe klar deklariert sind,…und der Preis eben auch stimmt.

    Dazu kommt dann auch noch die benötigte Futtermenge…denn je mehr verfüttert werden muss pro Tag (abhängig von Aktivität, Gewicht/ Größe, Alter etc), desto teurer wird’s dann ja am Ende auch wieder….und desto heftiger der Futterbauch im schlimmsten Fall, was dann ja auch -abhängig von der Rasse- wieder Sachen wie Magendrehung, bzw dass der Hund sich damit unwohl fühlt, etc begünstigen *kann*.

    Macht dann halt langfristig schon einen Unterschied, ob ich 60 EUR für 10kg zahle und 400gr pro Tag verfüttern soll, oder 40 EUR für 12.5kg zahle und nur 300gr pro Tag verfüttern soll.

    Bezüglich des Preises ähnliches Problem aber wie bei veganen Ersatzprodukten in der Regel, warum soll ich für etwas, was nur einen Bruchteil eines Fleischprodukts in der Produktion kostet (vermutlich, bin da ja auch kein Experte, wäre aber meine Einschätzung) ein Mehrfaches an Preis zahlen? …und die Nährwerte sind dann -zumindest bei der “Menschennahrung” in der Regel teilweise sogar noch schlechter als den fleischlichen Alternativen.

    Generell bin ich jemand, der ohnehin wenig auf verarbeitete Produkte zurückgreift, hochverarbeitete noch weniger.

    Ich koch 95% frisch, viele Gemüse, überwiegend Gemüse, Salate und Hülsenfrüchte, das Obst das ich mag ist mir mittlerweile zu teuer und gibts auch nur selten als Luxus.

    …aber das ist dann eben auch wieder der Punkt:

    Bei Aldi würd ich aktuell bekommen:

    350gr Wiener: 2,49 EUR

    300gr Heidelbeeren: 3,99 EUR

    300gr (leckere) Tomaten: 2,49 EUR

    180gr vegane Bratwurst (glaub aus Weizenprotein, aber gerade nicht sicher): 2,49 EUR

    Gestern oder vorgestern erst bei Aldi solche veganen Snackwürste gesehen, Kaminwurz’n oder so…da waren pro 100gr 4gr Salz drinne, Fett weiss ich jetzt gar nicht, vermutlich auch irre hoch. Das ist das doppelte der empfohlenen Tagesmenge an Salz für einen Erwachsenen…komplett absurd.

    Gerade auf der website von Aldi Nord geschaut, die Fleischvariante dieser Kaminwurzerl hat einen KG Preis von 13.27 EUR, die vegane Variante hat einen KG Preis von 21.13 EUR…again, bei vermutlich weitaus geringeren Produktionskosten für die vegane Option.

    Ich finds einfach nur komplett absurd.

  8. Ja ne die Diskussion um Tierwohlsein dreht sich aus irgendeinem Grund um vegane Ernährung. Dabei weiß jeder verantwortliche Haustierbesitzer, dass es so viel Leid gibt durch Züchtung, Missbrauch und Vernachlässigung.

    Der durchschnittliche vegane Haustierbesitzer nimmt die Verantwortung gegenüber das Tier sehr viel ernster als nicht vegane Besitzer. 

  9. Ist gewöhnlichees Hundefutter nicht sowieso zu einem Großteil schon pflanzlich?

  10. Wie immer beim Thema vegan… viele Fleischfresser ohne Ahnung haben eine große Klappe in den Kommentaren…

  11. Fände ja mal ne Statistik interessant, wieviel Menschen denn dieses hochwertige super fleischhaltige Futter überhaupt füttern.

    Komme vom Land, da haben Leute ihre Hunde teilweise sogar noch mit Resten gefüttert. Und nein, dass war nicht letztes Jahrhundert, sondern noch vor 10 Jahren.

    Hunde haben sich an den Menschen angepasst und dieses, du musst deinen Hund eine hoch prozentige Fleischmarke füttern auf der anderen Seite, ist gar nicht so alt. Und hab ich erst kennen gelernt später durchs Internet.

    Aber ich würde wetten, dass die Mehrzahl Futter füttert, wo vielleicht wirklich 1% fleisch drin ist. Weil “Fleischanteil” heißt nicht automatisch, da ist pures fleisch drin.
    Während meiner Zeit im fressnapf, waren es immer die Marken von Pedigree und Multifit, die dauerhaft ausverkauft waren und von denen wir am meisten bestellen mussten. Und ratet mal, der fleischsnteiö da drin sind vor allem Knochen, Knorpel und andere abfälle.

    Das gleiche übrigens auch für Katzen. Whiskys, purina, royal canin…

    Alle haben se immer gefragt, wo ist denn das Futter mit hohen fleischanteil? Und wenn ich die dann zu rinti und co geführt habe und erklärt habe, wurden die Augen ganz groß und am Ende wurd noch das billigste geholt.

  12. Wie einfach Leute nicht wahrhaben wollen, dass die Realität folgende ist: Wir können Hunde ernähren, ohne zusätzliches Tierleid zu verursachen. Und der Hund ist gesund und liebt das Futter. Aber ne, der Durchschnittshundebesitzer kauft Schrottfutter mit Fleich, Getreide + Zucker und faselt irgendwas davon, dass Hunde Wölfe sind und Fleisch brauchen.

    (Btw.: Wusstet ihr, dass Hunde ein Gen zur Verdauung von Stärke/Kohlenhydrat vielfach mehr im Genom hat als der Wolf? Interessante Anpassung an den Getreideesser Mensch in nur wenigen Jahrzehntausenden.)

  13. Instruktionen unklar: habe mir nun in der Mittagspause veganes Hundefutter gegönnt

  14. Warum holt man sich ein sich ein Haustier, dass sich (überwiegend) fleischlich ernährt, um es dann vegan zu füttern? Kann mich bitte jemand aufklären?

  15. Das ist genauso abartig wie Kühe mit Knochenmehl zu füttern, nur die Motivation ist eine andere.

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