
Wie groß ist das Problem der Zwei- bzw. Dreiklassenmedizin in Österreich?
Welche persönlichen Erfahrungen habt ihr gemacht? Sollte man politisch hier gegensteuern – wie von manchen [Politikern](https://orf.at/stories/3262886/) gefordert?

Wie groß ist das Problem der Zwei- bzw. Dreiklassenmedizin in Österreich?
Welche persönlichen Erfahrungen habt ihr gemacht? Sollte man politisch hier gegensteuern – wie von manchen [Politikern](https://orf.at/stories/3262886/) gefordert?
27 comments
Ich sags mal so, wenn ich bei meiner Hausärztin (ehemalige Kassenärztin) bleiben muss nachdem sie zur Wahlärztin wurde weil sich nach 15 Versuchen kein Kassenarzt finden lässt der noch Patienten aufnimmt ist das ein Problem
Also mittlerweile ist es ein echtes Problem.
Der Vorschlag vom Hacker kann nur ein Witz sein. Oder eine Mogelpackung: du bist 5 Jahre “gebunden”, hast aber eh 6 Jahre FA Ausbildung.
Wir haben einfach insgesamt viel zu wenig Geld für Patienten, zu viel Geld im Sumpf, und zu wenig Geld in der Prävention.
Kassenarzt: „Schmieren sie Voltaren und nehmen sie Parkemed, dann hört das Kreuzweh schon auf.“
Wahlarzt: „Um Gottes Willen, Ihre Bandscheiben schauen nicht gut aus. Da müssen wir sofort eine Therapie einleiten und Kur beantragen.“
Ich musste bisher nicht oft zu einem Facharzt, habe aber bei beiden sehr lange auf Termine warten müssen. Bei uns im Bezirk haben wir einen schlimmen Fachärztemangel und ich müsste für fast alles in die Nachbarbezirke fahren (ist mit unserer Verkehrssituation hier aber oft sehr umständlich). Für die Kinder wirds noch schlimmer. Wenig Therapieangebote und nur eine niedergelassene Ärztin (natürlich privat).
Meinen Hausarzt habe ich jetzt gewechselt, weil der letzte die Patienten im Minutentakt abfertigt und den Leuten nicht richtig zuhört. Er lässt einen nicht mal ausreden und so kommt man nicht mal dazu alles zu erklären. Er schickt einen mit Schmerzmitteln weg und gut ist. Jetzt bin ich bei uns im Dorf beim Arzt und der ist super. Die Wartezeiten sind etwas länger, aber das liegt daran, dass er sich viel Zeit nimmt und wirklich versucht den Leuten zu helfen. Er ist auch Kassenarzt.
Zahnarzt wird für mich jetzt ein Problem werden. Ich war bisher bei der ÖGK, bin da aber unzufrieden. Alle anderen Kassenärzte nehmen niemanden mehr auf, also bleibt mir nur der Wahlarzt.
Also die bindung ans spital wie von hacker gefordert wäre lächerlich, ebebso wie eine deckelung der wahlarzt stellen.
Zur erklärung: im krankenhaus gibt es assistenzärzte, also ärzte, die für 5-6 jahre in ausbildung zum facharzt für ein fach sind, und oberärzte, also fachärzte die dann im kh eine anstellung haben. Ergo: nicht jeder assistenzarzt kann oberarzt werden, da das sonst exponentiell mehr werden.
Insofern kann man schonmal nicht jeden 5-10 jahre ans krankenhaus binden.
Was soll man jetzt machen wenn man mit der facharztausbildung fertig wird und keine oberarzt stelle bekommt und auch keine kassenarztstelle (die in bestimmten fachrichtungen recht begehrt sind)?
Darf man dann nicht mehr praktizieren und muss sich beim ams melden? Oder wird man gezwungen sich “horizontal zu verändern” und ins z.B ins hinterste waldviertel ziehen für die verpflichtende bindung ans krankenhaus?!
Komplett realitätsfremde forderung die mir angst macht
Mfg,
Ein Dr.med.
welche erfahrungen?
kassenarzt: monatelanges warten auf termine – wenn er einen überhaupt drannimmt, unfreundlichkeit, 0815-programm
wahlarzt: das genaue gegenteil davon
Ich hab bis jetzt bei Kassenärzten bessere Erfahrungen gemacht. Die Wahlärzte bei denen ich war wollten mir immer ein Zeug andrehen, ohne gute Beratung. Frauenärztin: “Du willst ein Verhütungsmittel? Nimm unbedingt die Hormonspirale, da gibt’s keine Nebenwirkungen.”
Hautärztin: “du hast Akne? Ich hab mir jetzt zehn Sekunden deine Haut angeschaut, sieht ganz nach Hyperandrogenämie aus (Überproduktion an männlichen Hormonen bei Frauen), da hilft nur Ciscutan! (Schweres Akne Medikament mit grauslichen Nebenwirkungen)”
Tja, was soll ich sagen, das waren meine Erfahrungen. Generell muss ich aber sagen dass ich bis dato sehr zufrieden mit unserem Gesundheitssystem bin. Ich hab nie lange auf einen Termin gewartet, auch bei kassenärzten nicht.
Edit: ich muss allerdings sagen, dass ich mit der Frauenärztin durchaus auch gute Erfahrungen gemacht habe. Z.b wollte ich Mal die Pille eben wegen meiner Hautprobleme nehmen, und sie hat mich dazu angehalten, erst überprüfen zu lassen, ob ich eh keine erhöhte Thrombosegefahr habe, wo sich dann rausgestellt hat, habe ich tatsächlich und deshalb habe ich das mit der Pille sein lassen. Was sie sich allerdings mit der Hormonspirale gedacht hat, weiß ich bis heute nicht. Ich hab Mal gelesen, dass Ärzte für jede vermittelte Spirale von Bayer Provision bekommen, weiß allerdings nicht ob das stimmt. Aber sie hat mir beim selben Termin dann auch verklickern wollen, dass die Kondomhersteller die Kondome immer dünner machen, um Materialkosten zu sparen.
Kassenarzt: Also der nächste Termin wäre in 9 Wochen frei.
Wahlarzt: Heute gehts leider nicht mehr aber Morgen um … könnens vorbeikommen.
Ich machs so, wenn ich nur Standardprogramm brauch wie Blut abnehmen, Routineuntersuchung etc. geh ich zu Kassenärzten, wenn sich da ein Problem auftut bei dem ich das Gefühl hab der Kassenarzt ist nicht kompetent genug oder ich was spezielles brauch dann direkt zu einem Wahlarzt.
Dann geh ich aber auch nicht zum Erstbesten sondern such ganz gezielt nach jemandem, der wirklich auf mein Anliegen spezialisiert ist, da ist es mir dann auch egal wieviel das kostet und wenn die Wartezeit länger ist (wenns nicht ganz akut ist). Damit fahr ich ganz gut, bin vorher schon viel zu oft eingefahren und hab Zeit für Termine verschwendet wo eh nix rausgschaut hat.
Mein Hausarzt ist privat, jedoch unfreiwillig.
Im Dorf gibt es schon “zu viele” Kassenhausärzte, ergo, er kriegt keinen Vertrag.
In der Praxis nimmt kein einziger Hausarzt in besagten Dorf neue Patienten, alle komplett voll.
Die Kassentarife sind leider auch ein kompletter Witz und finde es verständlich, wenn ein Arzt deshalb Wahlarzt ist.
Wir haben vor Jahren von Kasse aus Wahlarzt gewechselt, zumindest was den Hausarzt betrifft. Man war bei der Kasse nur mehr eine Nummer und man hatte nicht mehr das Gefühl das man wirklich gern behandelt wird. Bei unserer Wahlärztin ist das völlig anders, da wird sich Zeit genommen, sie kennt deine Vorgeschichte ohne erst in die Akte sehen zu müssen und man kommt auch wirklich sofort dran und nicht nach stundenlangen warten. Zahl pro Besuch bzw Krankschreibung 40 Euro aber das is es mir wert und ich bin sowieso niemand der mehrmals im Jahr einen Hausarzt benötigt.
Die politische Diskussion ist etwas bescheuert, weil aktuell die Wahlärzte das System am Leben halten.
Die Krankenkassen halten die Plätze ganz bewusst gering, damit die Menschen zu den Wahlärzten gehen, wo die Kassa nur 70% refundiert. Dadurch ersparen sie sich einen Haufen Geld.
Jetzt politische auf die Wahlärze los zu gehen ist ein ziemlicher Witz. Die Kosten dafür tragen am Ende immer die Patienten.
Dazu muss ich aber auch aus Erfahrung sagen, dass die Behandlung bei den Wahlärzten nicht wirklich viel besser ist. Nur das Service ist angenehmer und man bekommt leichter Termine.
Unterm Strich bekommen alle eine gute Behandlung in Ö. Die ganze Diskussion ist mMn nur politische Hetzjagd um Stimmung zu machen.
Gut, ich bin keine gebürtige Österreicherin, und bin daher ein wenig biased, wenn ich es mit unserem italienischen System vergleiche. Auch lebe ich nicht in der Provinz sondern in einer Uniklinikstadt mit recht guter und vor allem niederschwelliger Arztauswahl, kann also nur dazu berichten.
Nur die Auswahl für Psychiater (egal ob Wahlarzt oder Kassenarzt) finde ich wirklich wirklich schlecht, von psychologischen Therapieplätzen gar nicht zu sprechen. Da will ich ehrlich gesagt gar nicht wissen wie es ist auf dem Land zu leben, und nach einem aufwühlenden Gespräch gezwungen sein ins Auto zu steigen, oder die Öffis zu nutzen.
Soviel dazu. Der Vorschlag Jung-Ärztinnen an die Klinik zu binden, bzw quasi zu zwingen find ich nicht in Ordnung. Nicht jeder hat lust drauf sich psychisch und physisch dem Krankenhausstress zu stellen, und sich kaputtmachen zu lassen. Zumal es auch, wie bereits schon gesagt wurde nicht genügend Stellen gibt, und das System quasi auf die auswechselbaren Assistenzärzte, mit viel wechselnden Personal aufgebaut ist.
Das Problem ist halt nicht nur der Personalmangel, sondern auch, dass die Medizin immer spezifischer wird, und viele Patienten mit einer Kunde ist König Mentalität daher kommen, und verlangen, dass das Gesundheitswesen ihn/sie jetzt bitte sofort gesund machen soll, ohne selbst was dafür zu tun. Das wäre vielleicht Mal ein Ansatz, der Bevölkerung einzutrichtern wie wichtig die Compliance seitens der Patienten ist.
ausser hautarzt kann ich mich ned beschweren…
hautarzt zahl ich hald die 100euro weil keinen bock auf 1jahr warteliste
Ich glaub dass das je nach Kontext/Diagnose/Problem ganz anders ist.
Wahlärzte können sinnvoll sein, wenn man
* am Stand der Forschung sein will /beim (wirklich forschenden) Prof. behandelt werden will
* wen will, der einem persistierenden Problem wirklich auf den Grund gehen soll, was *Zeit, Skill oder beides benötigt*
* sonst keinen Kassenarzt findet.
Ich hab Wahlärzte für **ersteres** und **zweiteres** in Anspruch genommen, mir wurde in beiden Fällen nix angedreht. Hab vielleicht aber auch die, die eher was verkaufen wollen, unbewusst schon vorab aussortiert, weil sie das ggf. schon auf der Webseite hatten. idk
Ich glaube dass ich für **ersteres** auch einen Kassenarzt*Kassenärztin gefunden hätte, der*die nach state of the art arbeitet. Man kann es halt nicht wissen, bzw. nicht so gut wissen als bei Wahlärzten, die das zeigen/belegen. Man wird umgekehrt ja auch nicht einfach so Wahlarzt, außer in bestimmten Konstellationen, jedenfalls aber nicht in der Stadt, ohne dass man sich dafür hervorgetan hat (etwa besonders gut ist). Man kann nicht einfach sagen ich bin jetzt Wahlarzt, wenn das Versorgungsnetz rund herum kassenmäßig passt, was es in Wien idR tut. Glaube ich.
Für **zweiteres** wäre es ohne Wahlarzt nicht gegangen, da hab ich von zwei Kassenärzten gehört “naja deal with it” (einer wollte mir was verkaufen), womit ich mich aber nicht zufrieden geben will. Erst der Wahlarzt hat angefangen, da mehr zu liefern.
Ich habe mit Kassenärzten nur schlechte Erfahrungen gemacht. Sie können aber nicht viel dafür. Die sind einfach völlig überlastet und dadurch teilweise auch ausgebrannt.
Sobald du irgendwas hast, wo dich mal in Ruhe mit einem Arzt austauschen möchtest, musst du zu einem Wahlarzt gehen. Manchen mittlerweile alle in meiner Familie so.
Der Vorstoß der ÖGK, Wahlärzte abzuschaffen geht für mich komplett an der Realität vorbei. Die neue Forderung Hackers, die Ärzte an die Spitäler zu binden, hilft vielleicht ein bisschen um die Lage in den Krankenhäusern zu entschärfen, aber ist am Ende auch nur Symptombekämpfung.
Das kassenärztliche System gehört überarbeitet. Als Patient möchte ich mich bei einem Kassenarzt wieder gut aufgehoben fühlen. Ich will mich dort wie ein Kunde fühlen und nicht wie ein Störenfried. Der Job des Kassenarztes muss wieder attraktiver werden. Das löst man nicht, indem man Ärzten verbietet, eigene Praxen zu eröffnen.
Die ÖGK wird einfach mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Auch wenn’s weh tut.
Habe in Wien und beim Zweitwohnsitz am Land Kassenarzt und bin mit beiden zufrieden.
Für Kinder habe ich eine Privatversicherung, gehe aber trotzdem zur Kassenärztin ums Eck (in Wien), weil sie nett und kompetent ist. Ihr Deutsch ist mittelmäßig, aber ich frag halt nach, wenn ich nicht sicher bin, ob wir uns verstehen.
Eines der Kinder hat immer wieder im Winter Probleme mit den Ohren. Rufe dann jedes Mal zuerst beim privaten Kinderarzt-Zentrum in unserer Nähe an, um die HNO Ärztin dort zu besuchen. Jedes Mal so lange Wartezeit, dass ich dann doch wieder bei meinem Kassen-HNO lande.
Nur einen sehr markanten Unterschied hab ich bemerkt. HNO sagte letztes Jahr zu mir, ich solle für das Kind gleich einen Termin für einen kleinen Eingriff im Ohr machen, weil etwa 2 Monate Wartezeit. Wenns inzwischen von selbst besser wird, dann solle ich einfach absagen. Drauf erwähnte ich, dass wir privat versichert sind und er meinte, dass dann keine Anmeldung notwendig sei, weil das dann in spätestens einer Woche möglich wär.
Sowas erschreckt mich dann schon. Für Kinder ist die Privatversicherung einigermaßen leistbar, daher bleibe ich vorerst dabei. Für die ganze Familie hätt es inklusive Selbstbehalt und spätem Einstieg doch einen spürbaren Betrag ausgemacht. War die letzten paar Jahre Alleinverdiener, daher wollten wir uns das nicht leisten. Hoffe sehr, dass wir das nicht in ein paar Jahren bereuen, weil das System kaputt gemacht wurde.
Mir ist in Wien relativ egal, wie weit der Arzt weg ist, daher habe ich in den letzten 20 Jahren mit ein paar Telefonaten immer innerhalb von ein paar Tagen einen Kassenarzt-Termin gehabt. Auch Augenarzt, HNO, Radiologie, Hautarzt … Nur ein MRT hab ich einmal privat bezahlt, weil ich keine zwei Wochen warten wollte.
Einziger Unterschied ist, dass man bei privatärzten schneller einen Termin bekommt
Ich hab mit beiden gute und schlechte Erfahrungen. Find der Hauptunterschied liegt darin ob man viel Gespräch braucht für die Psyche. Kassenärzte schneiden Termine eher kurz, Wahlärzte lassen dich plaudern, obwohls für die Diagnose irrelevant ist.
Ein Unterschied ist, wenn man wirklich Schmerzen hat: aber auch da bist wurde bei mir lange bei beiden Arten fehldiagnostiziert (war bei mehreren Ärzt*innen), bis ich die Untersuchungen selbst gefordert hab und das mit Nachdruck. Sehr viel Nachdruck.
Wir haben bei uns im Ort 3 Allgemeinmediziner auf Kasse, keinen Privat. Einer geht in Pension, Nachfolger gibts keinen… der bei dem ich bin ist nur zum krank schreiben gut, wenn mir wirklich mal was fehlen sollte weiß ich noch nicht was ich mache… im Umkreis von 30km nimmt kein anderer Arzt mehr Patienten
Es gehört schon länger gegengesteuert. Wenn ich beim Arzt anrufe wegen Schmerzen und der mir sagt:”In 2 Monaten hab ich einen Termin frei, außer sie wollen privat kommen dann hätte ich morgen Zeit” dann wird es bedenklich.
Ich geh ausschließlich zu Wahlärzten. Die Wartezeit auf einen Termin und im Wartezimmer rechtfertigen für mich den Preis. Zudem ist bei manchen Wahlärzten der Teil, den man selbst zahlt nur zwischen 20 und 50€. Je nachdem wie viele Kassenleistungen geboten werden.
Ich bin in der glücklichen Lage es mir leisten zu können und nicht mehr länger schreiende Kinder und hustende Menschen ertragen zu müssen. Bei guten (bzw. gut organisierten) Wahlärzten sitzt man 5 Minuten maximal zu 2. im Wartezimmer.
Einfache Lösung: Kassenleistungen Anheben, aber entweder eine Deckelung oder Bewilligung für alle medikamente die verschrieben werden, speziell die wo die Provision bekommen, damit weniger teures unnötig verschrieben wird, sowohl von Kassen als auch Wahlärzten
Ist bei mir teils teils. Mit meiner Kassenhausärztin bin ich super zufrieden.
Beim Zahnarzt wars anderes. Hatte ein Problem mit Zahnfleischrückgang und er hat nur gemeint, das ist kein Problem, das hat jeder usw. Bin dann zu einem Wahlarzt, der auch auf Parodontologie spezialisiert war (Termin natürlich innerhalb von zwei Tagen bekommen). Der hat mir nur 5 Minuten in den Mund geschaut und mich sofort zu einem Spezialisten an der Unizahnklinik verschrieben, weil man kann da sehr wohl was machen. Dort bin ich mittlerweile super behandelt worden und bin diesem Wahlarzt noch immer sehr dankbar für die Überweisung und Diagnose!
Geh fast nur noch Wahlärzte. Allgemeinmed in meiner Gegend eh fast unmöglich wen zu finden der/die dich nimmt und kein Kurpfuscher ist (und man 3h warten muss durchschnittlich).
Meistens aber eh gscheiter gleich zum Facharzt.
Letztens tagelang praktisch nix gesehen, Doppelbilder und what not und tagelang alle möglichen Ärzte versucht bis dann endlich für Unsummen (300 Euro oder so) Neuro bekommen habe, der mich dann auch sofort ins MRT gestopft hat etc. Und ganz schockiert war, dass bei sowas keiner mehr Dampf gemacht hat sondern sowas wie Termin in 4 Wochen.
Oder halt ins Spital hocken.
Für Kleinigkeiten wenn mal Ohr verstopft oder ähnliches geh ich noch zum Kassen-HNO aber sonst… Nay.
Ich bin bei einer der kleineren Krankenkassen. Daher sind die Tarife die der Arzt mit Vertrag bekommt (marginal) höher. Und ich zahle einen Selbstbehalt.
In den Ordinationen der Kassenärzte bin ich lieber gesehen als die Patienten mit GKK.
Meine Kasse zahlt auch gefühlt bei mehr Behandlungen etwas dazu als zB die GKK.
Ich habe noch nie lange auf einen Termin warten müssen, gefühlt vielleicht maximal 2 Wochen.
Gehe auch zu Privatärzten. Es ist mir noch kein Unterschied in der Kompetenz aufgefallen. Im Gegenteil, die beste und auch schnellste Behandlung macht bei mir ein älterer Kassenarzt (kleine OP in der Ordi mit lokaler Betäubung. ) Der Wahlarzt aus der gleichen Fachrichtung bei dem ich davor wirkte / war im Vergleich sehr unsicher.
tl, dr: keine Kluft bekannt, könnte aber an der kleinen Krankenkasse liegen.
Also ich hab in meiner 1. Schwangerschaft am Freitag nachmittag blutungen bekommen, mein wahlarzt hat eine notfallnummer unter der man ihn 24 stunden erreichen kann. Amgerufen, er hat mir gesagt ich soll sofort in die apotheke gehn und hat mir angesagt was ich kaufen soll. Apotheke wollte es mir nicht geben, er hat nochmal mit der apotheke telefoniert.
Eine bekannte hatte eine fehlgeburt, dann wieder schwanger, starke blutungen bekommen, ihr kassenarzt am telefon “das ist normal, Sie haben eh in 4 wochen einen termin, wir sehn uns dann”.