Vor zehn Jahren war die Migrationskrise auf den Titelseiten der Nachrichten in Europa, und Länder wie Deutschland und Schweden empfingen Asylsuchende mit offenen Armen. Im Laufe der Zeit ist die gesellschaftliche Wut gewachsen, und nun ergreift Europa strenge Maßnahmen, die die Bemühungen von Keir Starmer faktisch zunichte machen.
Reuters
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Verschärfung der Grenzkontrollen
In ganz Europa sind die Grenzkontrollen strenger geworden, und die Regeln für Asyl sind härter geworden.
„2015 waren die Menschen äußerst mitfühlend gegenüber der Migrationskrise“, sagte Guy Dampier vom Prosperity Institute.
In den letzten Jahren sind die Europäer zu dem Schluss gekommen, dass sie mit den Migrationströmen nicht umgehen können und wollen, da die Veränderungen, die dies mit sich bringt, als unerwünscht angesehen werden.
Viele in Großbritannien fordern Starmer auf, die Erfahrungen Europas zu studieren, da die Regierung Schwierigkeiten hat, die Überquerungen des malerischen Kanals in kleinen Booten zu bekämpfen.
Nach Angaben des Innenministeriums haben seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2018 mehr als 170.000 Menschen den Kanal überquert.
Vor kurzem wurde bekannt, dass die Regierung plant, die Regeln für Migrantenfamilien, die in das Vereinigte Königreich einreisen, zu verschärfen und sie an die Erfahrungen der Nachbarn anzupassen.
Strenge Maßnahmen in anderen Ländern
Nach einer Rekordzahl von Migranten und Illegalen in Europa hat sich die Einstellung der Bürger geändert, und die Unterstützung für rechte und rechtsextreme Parteien wächst.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 waren die größten Gruppen von Migranten Venezolaner und Afghanen, so die Daten von Eurostat.
Aktuell scheinen die strengen Maßnahmen wirksam zu sein – die Zahl der Überquerungen in Europa ist in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 % gesunken, so die Daten von Frontex, der EU-Grenzbehörde.
Menschenrechtsgruppen warnen jedoch, dass eine harte Reaktion dazu führen könnte, dass Missbrauchsfälle, unter denen Migranten durch kriminelle Gruppen leiden, ignoriert werden.
Der Preis eines Menschenlebens bleibt hoch. Im Jahr 2024 starben laut den Vereinten Nationen mehr als 2.200 Menschen beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, da Migranten gezwungen sind, riskantere Routen über geschlossene Landgrenzen zu suchen.
Darren FletcherZunahme von Gewalt und Kriminalität
Nach dem Sturz des Qaddafi-Regimes in Libyen ist die Situation in Nordafrika instabil geworden, was kriminellen Gruppen Möglichkeiten eröffnet.
„Über 90 Prozent derjenigen, die Überquerungen organisieren, sind kriminelle Gruppen“, sagte Dr. Andy Hochhai vom Royal Institute of Service.
Angesichts des Bedarfs an langfristigen Lösungen ist es wichtig, die Nachfrage zu adressieren.
Die europäischen Länder reagieren auf die Anforderungen ihrer Wähler. Waren ihre Maßnahmen erfolgreich?
Schweden
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Schweden hat sich über viele Jahre hinweg durch eine wohlwollende Haltung gegenüber Migranten ausgezeichnet, hat jedoch kürzlich seine Politik verschärft.
Die Zahl der gewährten Asylanträge ist erheblich zurückgegangen, von 84.200 im Vereinigten Königreich auf lediglich 6.250 in Schweden im Jahr 2024.
Deutschland
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Deutschland, das einst dafür bekannt war, Migranten die Türen zu öffnen, hat seine Einstellung erheblich geändert und die Zahl der Menschen, die Asyl erhalten, reduziert.
Griechenland
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Griechenland verstärkt weiterhin seine Migrationspolitik, was durch die Aussage des Migrationsministers Thanasis Plevris belegt wird: „Unter keinen Umständen werden wir zu einem Land mit offenen Grenzen“.
Ein kürzlicher Anstieg der Migranten aus Libyen unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist.
Dänemark
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Dänemark arbeitet aktiv daran, die Migrationsanträge zu reduzieren, indem es neue Regeln einführt und den Flüchtlingsstatus annulliert, wenn das Herkunftsland als sicher angesehen wird.
Polen
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Polen beobachtet eine Verschärfung der Kontrollen an seiner Grenze zu Weißrussland, die als „Waffe“ des Kremls angesehen wird.
Italien
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Die italienische Regierung hat einen Vertrag mit Albanien abgeschlossen, um Migranten zu verarbeiten und ihren Ansatz zur Einwanderung zu verschärfen.
So versucht Europa, der Migrationskrise mit neuen strengen Maßnahmen zu begegnen, obwohl die Frage der Menschenrechte auf der Tagesordnung bleibt. In einer Welt ständiger Veränderungen versuchen die Länder, ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Humanität zu finden.