Kurze Vorrede: Ich bin der Meinung, keine Gesellschaft braucht Superreiche, und das sollte sich in der Besteuerung deutlich mehr widerspiegeln.
Trotzdem ist das hier absoluter Blödsinn. In diese Zahl zählen Leute rein, die ein paar Jahre früher als üblich in eine selbstfinanzierte Rente gegangen sind und definitiv nicht gerade finanziell über die Stränge schlagen, da zählen Jugendliche rein, die nach dem Abi rumreisen etc.
Nicht jede Person, die nicht von der Hand in den Mund lebt, ist der Feind. Genau diese Mentalität ist der Grund, warum die Politik damit durchkommt, die Mittelschicht immer mehr zu belasten, während sich die Multimillionäre und Milliardäre ins Fäustchen lachen. Mir doch egal, ob Gernot nach langer Selbstständigkeit mit 60 so viel Geld zusammenhat, dass er bis zum Tod davon leben kann.
Warum wollen linke so dringend das man Arbeiten geht wenn man nicht mal Leistungen empfängt
Ja find mal nen Job bei dem stundensatz…
Finde die Verbreitung von billigstem Populismus für eine vermeintlich gute Sache immer richtig anstrengend.
Die 872.000 Personen beziehen sich auf den Zenus und dort auf die Gruppe, die angekreuzt haben von Vermögen/Erspartem zu leben.
In die Gruppe fallen beispielsweise:
– Ehemalige Selbstständige im Rentenalter (machen knapp 40% aus)
– Arbeitslose mit mehr als 40.000 Euro Vermögen
– Studenten, die ihr Studium nicht selbst finanzieren
Und viele mehr. Das was das Sharepic behauptet wird überhaupt nicht abgefragt.
> – also von anderen Menschen, die arbeiten
Bei aller Sympathie: Das trifft auch auf die komplette Rentnergeneration zu.
Da das Plakat sicherlich im wahrsten Sinne Plakativ und leicht satirisch ist, muss folgende Randnotiz nicht als Kritik angesehen werden. Ich bin im übrigen für eine Vermögenssteuer. Aber:
Die Zahl von über 800.000 beinhaltet auch circa 200.000 Menschen im Altern von 65+, also Rentner. Zudem gibt es auch viele Privatiers, die von ihrem eigens erarbeiteten Vermögen nun leben, es ist also nicht alles “glücklich geerbt” oder “nur Vermieter”. Ob man jemals von seiner eigener vergangenen Arbeit leben sollte, ist natürlich eine andere Frage. Aber dies gilt halt auch für Leute, die sich nach vielen Jahren Arbeit eine Ruhepause haben, oder sogar gesellschaftlich betätigen. Zudem heißt Privatier nicht superreich, und das ist doch eher die Gruppe, auf die man sich fokussieren sollte.
Aber, das Plakat ist ja zu Recht satirisch und dreht den “die sind nur faul”-Spieß um, was legitim ist. Denn die Gegenseite hat ja auch nicht immer alle Fußnoten im Argument mit dabei.
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Kurze Vorrede: Ich bin der Meinung, keine Gesellschaft braucht Superreiche, und das sollte sich in der Besteuerung deutlich mehr widerspiegeln.
Trotzdem ist das hier absoluter Blödsinn. In diese Zahl zählen Leute rein, die ein paar Jahre früher als üblich in eine selbstfinanzierte Rente gegangen sind und definitiv nicht gerade finanziell über die Stränge schlagen, da zählen Jugendliche rein, die nach dem Abi rumreisen etc.
Nicht jede Person, die nicht von der Hand in den Mund lebt, ist der Feind. Genau diese Mentalität ist der Grund, warum die Politik damit durchkommt, die Mittelschicht immer mehr zu belasten, während sich die Multimillionäre und Milliardäre ins Fäustchen lachen. Mir doch egal, ob Gernot nach langer Selbstständigkeit mit 60 so viel Geld zusammenhat, dass er bis zum Tod davon leben kann.
Seltsame Fetischisierung von Arbeit.
“Arbeitet, arbeitet, Proletarier, vermehrt den Nationalreichthum und damit euer persönliches Elend. Arbeitet, um, immer ärmer geworden, noch mehr Ursache zu haben, zu arbeiten und elend zu sein. Das ist das unerbittliche Gesetz der kapitalistischen Produktion.“
https://beruhmte-zitate.de/zitate/133762-paul-lafargue-arbeitet-arbeitet-proletarier-vermehrt-den-nati/
Warum wollen linke so dringend das man Arbeiten geht wenn man nicht mal Leistungen empfängt
Ja find mal nen Job bei dem stundensatz…
Finde die Verbreitung von billigstem Populismus für eine vermeintlich gute Sache immer richtig anstrengend.
Die 872.000 Personen beziehen sich auf den Zenus und dort auf die Gruppe, die angekreuzt haben von Vermögen/Erspartem zu leben.
In die Gruppe fallen beispielsweise:
– Ehemalige Selbstständige im Rentenalter (machen knapp 40% aus)
– Arbeitslose mit mehr als 40.000 Euro Vermögen
– Studenten, die ihr Studium nicht selbst finanzieren
Und viele mehr. Das was das Sharepic behauptet wird überhaupt nicht abgefragt.
> – also von anderen Menschen, die arbeiten
Bei aller Sympathie: Das trifft auch auf die komplette Rentnergeneration zu.
Da das Plakat sicherlich im wahrsten Sinne Plakativ und leicht satirisch ist, muss folgende Randnotiz nicht als Kritik angesehen werden. Ich bin im übrigen für eine Vermögenssteuer. Aber:
Die Zahl von über 800.000 beinhaltet auch circa 200.000 Menschen im Altern von 65+, also Rentner. Zudem gibt es auch viele Privatiers, die von ihrem eigens erarbeiteten Vermögen nun leben, es ist also nicht alles “glücklich geerbt” oder “nur Vermieter”. Ob man jemals von seiner eigener vergangenen Arbeit leben sollte, ist natürlich eine andere Frage. Aber dies gilt halt auch für Leute, die sich nach vielen Jahren Arbeit eine Ruhepause haben, oder sogar gesellschaftlich betätigen. Zudem heißt Privatier nicht superreich, und das ist doch eher die Gruppe, auf die man sich fokussieren sollte.
Aber, das Plakat ist ja zu Recht satirisch und dreht den “die sind nur faul”-Spieß um, was legitim ist. Denn die Gegenseite hat ja auch nicht immer alle Fußnoten im Argument mit dabei.
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