AG: Rassistische Beleidiung führt zu fristloser Wohnungskündigung

by Mad_Lala

22 comments
  1. > “Ihr Kanaken!”, “Scheiß Ausländer!” und “Bald kommt die AfD. Euer Leben wird genauso enden wie bei den Juden!”

    …die kann froh sein, dass sie nur aus der Wohnung geflogen ist. Jonge.

    ಠ_ಠ

    Edit:

    > Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Dann sitzt die noch bräsig im Objekt, und die Vermieter müssen das hinnehmen, bis ein endgültiges Urteil vorliegt?

  2. Zuerst dacht ich mir so: ja komm das wirkt jetzt schon etwas übertrieben.

    Dann hab ich die Beleidigung im Artikel gelesen…

  3. > Einem Mieter fristlos zu kündigen und ihn schnell vor die Tür zu setzen, ist nur in schwerwiegenden Fällen möglich. Beleidigungen wie “Bald kommt die AfD! Euer Leben wird genauso enden wie bei den Juden!” seien ein solcher Fall, so das AG.

    Tja

  4. >[…] und “Bald kommt die AfD. Euer Leben wird genauso enden wie bei den Juden!”

    Bin doch erstaunt, dass das nicht noch weitere Konsequenzen hat. Das ist schon hochgradig extrem, jemandem so etwas in’s Gesicht zu sagen.

  5. Sehr gut!

    Gibt es im Verfassungsschutzbericht oder im zukünftigen Antrag zum AFD-Verbot eigentlich auch eine Sektion: “So wird die AFD wahrgenommen”?

    Ich würde dieses Exemplar gerne auf die Liste aufnehmen. Noch deutlicher kann man es nicht machen.

  6. wie funktioniert sowas in der Realität aber? Bleibt sie in der Wohnung bis zum Urteil? Wird sie raus geschmissen bis zum Urteil? Wer und wie wird die Wohnung ausgeräumt? 

    ich bin wirklich neugierig was das angeht.

  7. Warte… Worte haben Konsequenzen? In unserer Zeit? Dass ich das noch erleben darf

  8. Aus der Pressemeldung des AG Hannover: “Außerdem habe der Kläger sie zuvor schon eingeschüchtert und unter Druck gesetzt” 

    Na dann hab ich natürlich vollstes Verständnis dafür, wenn man seinen Mitmenschen den Tod durch Massenvernichtung wünscht. /s

    Wie abgrundtief ekelhaft muss man sein, um sowas nicht nur auszusprechen, sondern überhaupt nur auf solche Gedanken zu kommen?

  9. Afd Anhänger: das ist Meinungsfreiheit, wir leben in einer Diktatur. Nichts darf man mehr sagen.

  10. Das ist, was uns allen Sorge bereiten sollte. Hier in den Kommentaren nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis, dass “endlich mal” ein gerechtes Urteil gesprochen wurde. Aber man darf nicht vergessen, dass dem Ganzen sicherlich so Einiges voraus ging und es sich beim Opfer dieses unverhohlenen Rassismus noch dazu um den Vermieter selbst gehandelt hat. Wollen wir uns mal gemeinsam vorstellen, wie das Leben von Aische und Mustafa, die zur Miete wohnen, wohl bisweilen aussehen mag?

    Und dann auch dies: bei der Frau, der jetzt zumindest schon mal erfolgreich fristlos gekündigt wurde, handelt es sich hoffentlich um einen Einzelfall. Aber können wir das annehmen? Dürfen wir das annehmen?

    Das Potenzial ist da. Bei mehr Mitbürgern, als uns als Gesellschaft recht sein darf. Das Potenzial. Die Bereitschaft. Die Haltung. Der Wille. Und hier wurde der ganze Sumpf, verbal, in die Tat umgesetzt. Aber es handelt sich immer noch um eine sehr isolierte, konkrete Situation zwischen konkret eben dieser Person und ihrem Vermieter. Auch das ist bemerkenswert: jenseits von Haltung und Potential, selbst unter Unterstellung einer ganz besonderen Situation mit ganz besonderem Stress-Niveau, hat da eine Mieterin in Kauf genommen, dass ihr gekündigt wird. Wahrscheinlich waren ihr die Folgen während des Handelns gar nicht klar. Darauf will ich auch gar nicht raus.

    Worauf ich hinaus möchte, ist, dass ich aus diesem “Einzelfall” eigentlich nur Erschütterndes raus ziehen kann: Haltung, Potenzial, Wille, Handlung. Handlung gegen dann doch recht harte Konsequenzen. Wahrscheinlich geboren aus situativer Wut und verfestigt, getrieben und multipliziert durch tief angelegten Hass.

    Ich lasse das mal hier:
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_fl%C3%BCchtlingsfeindlicher_Angriffe_in_Deutschland_1990_bis_2013](https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_fl%C3%BCchtlingsfeindlicher_Angriffe_in_Deutschland_1990_bis_2013)

  11. wie bescheuert muss man auch sein sowas nicht nur generell zu sagen, sondern sogar noch dem eigenen Vermieter an den Kopf zu werden

  12. Sicherlich gerechtfertigt. Aber wenn es dann bei einer Nachbarin, die psychotisch ist, jahrelang das gesamte Haus terrorisiert, monatlich für Polizeieinsätze sorgt, immer wieder Menschen bedroht und beleidigt (auch rassistisch) und für massive Ruhestörungen sorgt, dann viele Jahre und viel Bürokratie benötigt, bis man diese (letztendlich wohl aber aufgrund fehlender Mietzahlungen) los wird, dann frage ich mich schon, wie hier die Prioritäten gesetzt werden.

  13. Problem ist nur, das auch dieser Vorfall die AFD stärken wird.

  14. Jetzt darf man seinen Mitmenschen nichtmal mehr die industrielle Vernichtung seiner gesamten Bevölkerungsgruppe wünschen. Was ist aus Deutschland geworden? Smh my head.

  15. Ich hoffe mal dass das für so heftige Aussagen noch weitere Konsequenzen für die Olle hat

  16. > Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Eiigentlich ist Revisioon doch nicht immer per se möglich? Hier scheint der Fall doch ziemlich klar zu sein.

  17. Solche MIeter geben dann die Bude heraus….im “Zustand”. Kann man sicher auch zivilrechtlich belangen dann.

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