Freizeit
Heute geht am Wiener Rathausplatz die erste Tram-WM über die Bühne. Geboten wird ein buntes Potpourri an Bewerben. Messen müssen sich die 25 Teams unter anderem in Disziplinen wie Tram-Bowling, Zielbremsen, Stop and Go, Fahren im Rückwärtsgang oder Tram-Curling.
Die Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer müssen heuer in insgesamt acht Wertungen brillieren. Dabei ist Fahrgefühl genauso gefragt wie Teamwork und Geschicklichkeit. Für die Wiener Linien treten Florijan Isaku und Elisabeth Urbanitsch an. Sie setzten sich im Rahmen einer internen Vorausscheidung zur Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wiener Linien gegen mehrere Konkurrentinnen und Konkurrenten durch.
Dass es sich heuer mit der WM um eine Premiere handelt, war für Isaku Anreiz genug für die Teilnahme. „Es ist die erste WM. Da wollte ich dabei sein.“ Nun wolle man „die beste Version von sich zeigen“, um zu gewinnen, ergänzte Urbanitsch. Der Ort des Wettbewerbs spielt den beiden jedenfalls in die Karten. Die Lieblingsstrecken der 48-Jährigen und des 35-Jährigen sind jene des D-Wagens sowie der Ringlinien.

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Die Teams treten in acht verschiedenen Disziplinen an
Teams aus 25 Ländern
Ihre Kontrahentinnen und Kontrahenten kommen nicht nur aus Europa, sondern auch aus Rio de Janeiro (Brasilien), Casablanca (Marokko), Oran (Algerien), Hongkong, San Diego (USA) und Melbourne (Australien). Insgesamt gehen 25 Teams von sechs Kontinenten an den Start. Zahlreiche europäische Städte sind ebenfalls vertreten.
Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Budapest, Paris, Stockholm, Kiew und Rotterdam. Für Deutschland gehen Teilnehmer aus zwei Städten – Berlin und Leipzig – an den Start. Gefahren wird bei den Bewerben mit den Modellen des Gastgeberlands, in diesem Fall sind das Flexity und ULF der Wiener Linien. In den letzten Tagen konnten die Teams schon in einer Wiener Remise üben.
Mit der Straßenbahn Kegeln umschmeißen ist eine Disziplin bei der ersten Tram-WM, die in Wien am Rathausplatz stattfindet. Insgesamt nehmen 25 Länder aus aller Welt teil.
Ringabschnitt gesperrt
Für den Wettbewerb wird der Ring entlang des Rathausparks gesperrt. Den Wiener Linien zufolge dürfte es dadurch nur zu geringfügigen Einschränkungen kommen, die U-Bahnen fahren normal.
Die Gesamtkosten der Veranstaltung belaufen sich laut Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl auf rund 500.000 Euro. Der „Werbewert spielt das jedoch locker wieder rein“, betonte sie aber im Juni. „Und ich hoffe schon, dass man neben dem Spaßfaktor auch die Bedeutung erkennt, die man als Straßenbahnfahrer in Wien hat.“ Natürlich ziele man auch auf Personalzuwachs in Folge der Weltmeisterschaft ab.