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Die Lage im Ukraine-Krieg ist weiter angespannt. Nachdem Russland estnischen Luftraum verletzt hat, treffen sich Selenskyj und Trump in New York.

Update, 14.17 Uhr: Russland hat Generaloberst Alexander Lapin aus der Armee entlassen, wie Reuters berichtet. Der 61-jährige Kommandeur stand nach dem russischen Rückzug aus der ukrainischen Stadt Lyman 2022 in der Kritik und wurde später Chef des Militärbezirks Leningrad, berichtet das russische Medium RBC. In dieser Position führte er erneut Teile der russischen Streitkräfte an der Front im Ukraine-Krieg. Im August wurde Lapin bereits von Generaloberst Jewgeni Nikiforow abgelöst. Russland vollzieht damit weitere Personalwechsel in der Militärführung.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Lage im Ukraine-Krieg: Zwei Tote nach ukrainischen Angriffen in Russland 

Update, 13.15 Uhr: Bei ukrainischen Angriffen auf russisches Territorium sind zwei Menschen in der Grenzregion Belgorod getötet worden. Ein Mann starb bei einem Drohnenangriff in Rakitnoje, eine Frau beim Beschuss eines Hauses in Schebekino, teilte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow über Telegram mit. Die Zahl der Opfer erhöhte sich um fünf Verletzte bei verschiedenen Attacken.

Die Ukraine greift seit über dreieinhalb Jahren im Rahmen ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion regelmäßig Ziele in Russland an. Die Schäden und Opferzahlen auf russischem Territorium stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den verheerenden Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, wie Beobachter betonen.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten

Fotostrecke ansehenUkraine-Krieg: USA wollen Militärmittel für mehrere NATO-Staaten streichen

Update, 11.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump will die Finanzierung von Militärhilfen für baltische NATO-Staaten an der Grenze zu Russland stoppen. Die Regierung beantragte keine Verlängerung der bis September 2026 genehmigten Mittel, bestätigten Insider gegenüber Reuters. Estland, Lettland und Litauen sind hauptsächlich betroffen.

Die Entscheidung folgt Trumps „America First“-Doktrin und soll Europa zu höheren Verteidigungsausgaben bewegen. „Diese Maßnahme wurde mit den europäischen Ländern abgestimmt“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses der Financial Times. Demokratin Jeanne Shaheen warnte vor einer Schwächung der Verbündeten: Amerikanische Truppen würden gefährdet, wenn Ausbildungshilfen für Soldaten gekürzt werden.

Kiews Drohnen treffen Putins Öl-Infrastruktur

Update, 10.41 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe soll erneut die russische Grenzregion Belgorod beschossen haben. Dabei sei eine Frau getötet worden, als ein Haus getroffen worden sei, teilte ihr Gouverneur laut Reuters auf Telegram mit. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist auch Belgorod wiederholt angegriffen worden.

UN-Generaldebatte: Welchen Ton schlägt Trump vor Ukraine-Krieg-Hintergrund an?

Update, 9.06 Uhr: Die Welt brennt, und Donald Trump prahlt: In der kommenden Woche startet die UN-Generaldebatte. Rund 150 Staats- und Regierungschefs reisen für den Beginn am Dienstag (23. September) nach New York. Ein Problem ist, dass die Welt in einer Reihe von Kriegen versinkt, auf die der US-Präsident zwar Einfluss hat, jedoch wie im Ukraine-Krieg keine Fortschritte vorweisen kann. Unklar bleibt auch, welchen Ton Trump gegenüber Russlands Präsident Wladmir Putin und Chinas Xi Jinping anschlagen wird. Beide bleiben der UN-Generaldebatte traditionell fern.

Bericht: Putin sieht Trumps Kurs angeblich als Signal für Eskalation im Ukraine-Krieg

Update, 21. September, 7.50 Uhr: Wladimir Putin rechnet offenbar nicht mit einer verstärkten Ukraine-Hilfe unter US-Präsident Donald Trump. Wie Bloomberg unter Berufung auf Kreml-Quellen berichtet, ist der russische Machthaber zu dem Schluss gekommen, dass Trump „wahrscheinlich nicht viel“ unternehmen werde, um die Verteidigung der Ukraine zu stärken.

Die Gespräche zwischen Washington und Moskau im August in Alaska hätten Putin davon überzeugt, dass der US-Präsident kein Interesse an einer Einmischung in den Ukraine-Krieg habe. Deshalb setze der Kremlchef nun auf eine militärische Eskalation, um die Ukraine zu Friedensverhandlungen nach seinen Bedingungen zu zwingen, so die Bloomberg-Quellen.

Geheimdienst SBU meldet im Ukraine-Krieg Angriff auf Ölstationen in Russland

Update, 21. September, 7.16 Uhr: Ukrainische Drohnen sollen mehrere Ölpumpstationen in Russland getroffen haben. Die Anlagen in den Regionen Wolgograd und Samara seien Teil der Kuibyschew-Tichorezk-Pipeline, durch die russisches Öl zum Exporthafen Noworossijsk am Schwarzen Meer geleitet werde, sagte ein SBU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Lage im Ukraine-Krieg: Estland veröffentlicht Flugroute russischer Jets

Update, 22:01 Uhr: Nachdem drei russische Kampfflugzeuge den NATO-Luftraum über Estland verletzt haben, hat das estnische Verteidigungsministerium eine Karte veröffentlicht, die die Flugroute der russischen Jets zeigt. Die Karte stellt detailliert dar, wo und entlang welchem Pfad die Russen-Jets den Luftraum von Estland verletzt haben. Demnach sind die Flugzeuge weniger als 10 Kilometer in den Luftraum eingedrungen. Italienische NATO-Flugzeuge hätten die russischen Jets aus dem Luftraum raus eskortiert. Russland hatte zuvor von einem „geplanten“ Flug gesprochen und dementiert, in den NATO-Luftraum eingedrungen zu sein. Damit hat Estland nun die russische Version des Geschehens widerlegt.

Update, 20:20 Uhr: Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur hat die Reaktion seines Landes und der Nato auf die Verletzung seines Luftraums durch Russland als angemessen bewertet. Der Vorfall habe gezeigt, dass die NATO-Luftabwehr effektiv und gut funktioniere und auch die Bereitschaft bestehe, notfalls Gewalt anzuwenden, sagte er nach einem Treffen im Parlament in Tallinn. Dort kamen der Nationale Verteidigungsausschuss sowie der Auswärtige Ausschuss zu einer gemeinsamen außerordentlichen Sitzung zusammen. Auch Außenminister Margus Tsahkna sagte: „Die NATO hat angemessen reagiert.“

Nach estnischen Angaben waren am Freitag drei russische Kampfjets nahe Vaindloo unerlaubt in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Staates eingedrungen. Die NATO habe sofort reagiert und die russischen Flugzeuge abgefangen. „Die NATO handelt genau wie vereinbart. Es gab keine direkte militärische Bedrohung für Estland, aber wir akzeptieren absolut nicht, dass Russland den estnischen und NATO-Luftraum verletzt“, sagte Tsahkna.

Lage im Ukraine-Krieg: NATO will türkisches System gegen Russland einsetzen

Update vom 20. September, 18:33 Uhr: NATO-Partner setzen wegen der zunehmenden russischen Luftraumverletzung im Osten und Südosten des Bündnisgebietes auf den kurzfristigen Einsatz eines türkischen Aufklärungssystems. Die Ausbildung daran soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mithilfe der Ukraine organisiert werden – mit dem Ziel, erste Schritte bereits in der kommenden Woche zu unternehmen.

Polen und Rumänen, in deren Luftraum zuletzt verstärkt russische Militärdrohnen eindrangen, sollen mit dem Luftüberwachungssystem „Merops“ („Multispectral Extended Range Optical Sight“) des türkischen Staatskonzerns Aselsan ausgestattet und darauf trainiert werden. Das System kann an Hubschraubern und Drohnen angebracht werden und durch Wolken und Staub hindurch feindliche Systeme orten. Es wurde erstmals 2022 öffentlich präsentiert.

Erstmeldung: Kiew/New York City – Neue Spannungen zwischen der NATO und Russland haben sich in den letzten Tagen aufgebaut, nachdem mehrere Luftraumverletzungen gemeldet wurden. Gleichzeitig bereitet sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf ein wichtiges diplomatisches Treffen vor. Dabei soll es um Sicherheitsgarantien im Ukraine-Krieg gehen.

Selenskyj plant, US-Präsident Donald Trump kommende Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York zu treffen.

Selenskyj erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine: „Es wird viele bilaterale Treffen geben und auch eines mit dem US-Präsidenten.“ Bei diesem Gespräch möchte er unter anderem über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland diskutieren.

Ukraine-Krieg: Selenskyj trifft auf Trump

Dieses geplante Treffen findet in einem komplexen geopolitischen Kontext statt. Erst im August hatten sich Trump und Selenskyj im Weißen Haus getroffen, kurz nach einem Gipfel zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aktuell sind die Ukraine-Verhandlungen über Friedensgespräche in einer Sackgasse.

Die bevorstehende UN-Generaldebatte, zu der etwa 150 Staats- und Regierungschefs erwartet werden, bietet eine wichtige Plattform für diplomatische Gespräche. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die Beziehungen zwischen Russland, der NATO und der Ukraine auswirken werden. Experten warnen, dass solche Vorfälle das Potenzial haben, bestehende Spannungen zu verschärfen und die europäische Sicherheitsarchitektur zu destabilisieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Diplomatie in der Lage ist, eine weitere Eskalation zu verhindern und den Weg für konstruktive Gespräche zu ebnen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump geben sich die Hand.

Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump wollen sich am Rand der UN-Generaldebatte in New York treffen. © Mandel Ngan/AFP)Vorfall im NATO-Luftraum mit Russland

Das estnische Außenministerium berichtete zuvor, dass drei russische MiG-31-Kampfflugzeuge in den Luftraum des NATO-Mitgliedstaates eingedrungen seien. Die Flugzeuge sollen sich für insgesamt zwölf Minuten nahe der Insel Vaindloo über dem Finnischen Meerbusen aufgehalten haben. Estlands Regierungschef Kristen Michal bezeichnete den Vorfall als „vollkommen inakzeptable Verletzung“ des Luftraums. Als Reaktion darauf kündigte Estland an, Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrags mit den Verbündeten zu beantragen. Dieser Schritt unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die baltische Nation die Situation betrachtet.

Lage im Ukraine-Krieg: Putin provoziert mit Luftraumverletzungen

NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, das Bündnis habe „rasch und entschieden“ auf die Luftraumverletzung reagiert. Eine NATO-Sprecherin bezeichnete den Vorfall als „weiteres Beispiel für das rücksichtslose Verhalten Russlands“. Das russische Verteidigungsministerium wies die Anschuldigungen zurück. Es erklärte, die MiG-31-Jets hätten sich auf einem „planmäßigen Flug“ unter „strikter Einhaltung der internationalen Luftraumvorschriften“ befunden. Diese gegensätzlichen Darstellungen verdeutlichen die angespannte Lage zwischen Russland und den NATO-Staaten.

Die Häufung von Luftraumverletzungen und die daraus resultierenden diplomatischen Spannungen sorgen für Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft. Die NATO-Mitgliedstaaten zeigen sich entschlossen, auf solche Vorfälle zu reagieren, während Russland weiterhin jegliches Fehlverhalten bestreitet. (red)