Die Welt am Mittwochmorgen

Trumps Ukraine-Schlingerkurs + der Feldzug gegen die Datenabsauger

Guten Morgen!

Drohnen über Skandinavien, eine gefährlich anschwellende Zinslast und US-Präsident Donald Trump (79) vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen – mit diesen und zwei weiteren Themen aus Deutschland und der Welt sind Sie bestens informiert für Ihren Mittwoch.

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iconTrump rückt mal wieder von Putin ab
Das ist passiert: US-Präsident Trump hat in seiner Bewertung des Ukraine-Krieges eine überraschende Kehrtwende vollzogen. Die Ukraine sei in der Lage, alle an Russland verlorenen Territorien zurückzugewinnen, erklärte Trump im Anschluss an seine Rede vor der UN-Vollversammlung.

Darum ist es wichtig: In den vergangenen Wochen hatte Trump in den Gesprächen um ein Ende des russischen Krieges mögliche Gebietsabtretungen der Ukraine ins Spiel gebracht – eine Position, die vor allem Kremlchef Wladimir Putin (72) in die Hände spielte. Trumps Kehrtwende, die das Weiße Haus mit fehlender Verhandlungsbereitschaft des Kremls begründet, erhöht den Druck auf Russland.

So geht es weiter: Wie nachhaltig Trumps Abkehr von Putin ist, bleibt abzuwarten – er hat seine Position in Bezug auf Russlands Krieg bereits mehrfach geändert.

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iconDrohnenanschläge in Skandinavien

Das ist passiert: Unbekannte haben mit mehreren Drohnen den Flugverkehr am Flughafen Kopenhagen stundenlang lahmgelegt – ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Oslo. Die dänische Regierung spricht von einem gezielten Anschlag auf kritische Infrastruktur. Die Nato kündigte an, sich künftig auch militärisch gegen Luftraumverletzungen zu verteidigen.

Darum ist es wichtig: Die Vorfälle zeigen, wie verletzlich Europas Infrastruktur gegenüber hybriden Bedrohungen ist. In Europa wird befürchtet, dass die Drohnenanschläge im Kontext mit den jüngsten russischen Provokationen in Estland und Polen stehen.

So geht es weiter: Ermittler prüfen einen russischen Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall in Dänemark.

iconExplosion der Zinslast für Bürger

Darum geht es: Den Deutschen steht die nächste wichtige Gelddebatte ins Haus: Im Bundestag geht es um den Etatentwurf der schwarz-roten Regierung für das Jahr 2026 und den Finanzplan bis 2029.

Darum ist es wichtig: Für mehrere Bereiche wird die Schuldenbremse ausgehebelt, was neue Kredite in Rekordhöhe ermöglicht. Obendrauf kommen milliardenschwere Sondervermögen.

So geht es weiter: Die Schere zwischen Staatsausgaben und -einnahmen klafft immer weiter auseinander, die Zinskosten explodieren. „Der Bund lebt strukturell über seine Verhältnisse“, sagt der Rechnungshof – und warnt vor einer Schuldenspirale.

iconDer tiefe Fall der Ex-Frau von Prinz Andrew

Das ist passiert: Sarah Ferguson (65), Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew (65), soll laut britischen Medien den mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Eppstein (✝ 66) in einer E-Mail aus dem Jahr 2011 als „größten Freund“ bezeichnet haben. In der Nachricht an ihn soll sich Ferguson auch dafür entschuldigt haben, dass sie sich zuvor öffentlich von ihm distanziert hatte.

Darum ist es wichtig: Der Vorfall beschädigt das Ansehen der britischen Königsfamilie. Fergusons Ex-Mann Prinz Andrew gilt aufgrund seiner langjährigen Nähe zu Eppstein bereits als persona non grata.

So geht es weiter: Mehrere Wohltätigkeitsorganisationen und Stiftungen haben die Zusammenarbeit mit Ferguson beendet und ihr Schirmherrschaften entzogen.

iconFeldzug gegen Daten-Missbrauch

Das ist passiert: Die Verbraucherzentralen sind mit einer Klage gegen den Discounter Lidl vor Gericht gescheitert. Die App des Discounters sei nicht kostenlos, argumentieren sie – Verbraucher zahlten mit der Preisgabe von Daten. Wer Daten herausgibt, um eine App zu nutzen, zahlt im juristischen Sinne keinen Preis, entschied das Oberlandesgericht Stuttgart. Damit wies es die Klage als unbegründet ab.

Darum ist es wichtig: Die Entscheidung des Oberlandesgerichts betrifft den Kern vieler Geschäftsmodelle im Internet. Viele Verbraucher geben ihre Daten preis, ohne sich der Hintergründe bewusst zu sein: Die Datenaufsauger verkaufen die Daten, die Verbraucher werden in inhaltlichen Blasen verklebt, bis sie sich ihrer Manipulation nicht mehr bewusst sind.

So geht es weiter: Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das Oberlandesgericht Stuttgart Revision zugelassen. Und Verbraucherschutz-Chefin Ramona Pop (47, Grüne) hat bereits angekündigt, voraussichtlich gegen das Urteil vorzugehen.

Passen Sie auf sich auf, auch im Netz. Ich wünsche Ihnen einen Tag voller Selbstbestimmung, Ihre

Alisha ThormannAbonnieren Sie auch

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