Zitat: https://www.krone.at/3911133

Der pinke Bildungsminister zeigt Gefühl für die Träume und Wünsche seiner großen Wählergruppe, denn bekanntlich erfreuen sich die NEOS bei den Jüngeren besonderer Beliebtheit. In einem Interview für die neue, schulübergreifende Schülerzeitung campus a college stellte sich der Spitzenpolitiker den Fragen von zwei Achtklässlerinnen des Wiener Gymnasiums Theresianum.
„Schulen sollen Fächer selbst gewichten“
Und Christoph Wiederkehr nannte dabei erste spannende Details zu seinen Plänen für mehr Schulautonomie. „Schulen sollen bestimmen, wie sie die Fächer gewichten, auch die Hauptfächer.“ Dabei konkretisierte er zur Begeisterung der Schülerinnen und Schüler nennen: Dies könne zum Beispiel bedeuten, weniger Mathematik-Stunden in der Woche zu haben – und dafür mehr Unterricht etwa bei „Politische Bildung“ oder Fächern wie „Wirtschaft und Recht“.
Das Rechnen gilt ja bekanntlich seit jeher als Angstfach vieler Generationen. Wiederkehr stellt freilich klar: „Wichtig bleibt, in den Hauptfächern ein gutes Niveau zu erreichen, um den Abschluss zu schaffen.“


Spüren sich diese Leute überhaupt noch? Wie will man ein hohes Niveau "halten", welches derzeit nicht besteht, indem man gerade ein universell wichtiges Fach wie Mathematik reduziert? Angstfach? Wer lernt, braucht keine Angst haben. Wenn das in Schulen nach der Pflichtschulzeit umgesetzt wird, in Ordnung, aber die Sekundarstufe I hat die Pflicht, eine gute Allgemeinbildung zu vermitteln! Der Streichelkurs wird immer erbärmlicher!

by MDA-999

31 comments
  1. Bullshit argument. Meist sind Eltern schuld die das vorreden, nur weil man Mathe nicht Auswendig lernen kann.

  2. Was für Pfeifen. Ich war selbst immer schlecht in Mathematik und ja, natürlich wird’s zum Angstfach, wenn’s einem überall herbeigeredet wird und man permanent schlechter abschneidet. Aber ich kann doch nicht anfangen, dann einfach nach unten zu nivellieren? Warum kriegen wir es in Österreich nicht hin, stattdessen mehr in diese Fächer zu investieren? Was wäre ich froh gewesen, wenn es für Mathematik mehr Zeit gegeben hätte, um nicht ständig das Gefühl gehabt zu haben, dass man abgehängt wird.

  3. Solange es nicht mehr Budget gibt, werden manche Fächer immer Angstfächer bleiben, weil den Kindern das nicht gescheit vermittelt wird. Nicht jeder Elternteil kann mit Nachhilfe einspringen. Wenn die Schulen die Bildung auslagern, dann wird es immer Probleme geben. Da es manche sich eben leisten können, andere wiederum nicht.

  4. Meine Meinung, Mathe ist simpel, fast alle intelligent genug. Angst haben vor allem die Lehrer und projizieren sie auf die Schüler. Weil viele Lehrer nur Mathe verstanden haben aber nicht, wie man das Wissen unterhaltsam vermittelt. Das ist nämlich viel komplexer als selbst Matura-Mathe.

  5. Was zu Hölle? Haben die überhaupt irgendeine Ahnung was sie tun diese Politiker? Wenn überhaupt dann 1) mehr Mathe aber gleichzeitig 2) bessere Lehrpläne und Konzepte FÜR Mathe.

    Horror ist nur vor dem klassischen Mathe aufm Gymn: Lehrer steht vorne, rattert sein Programm runter und den Rest machen dann Schüler/Eltern/Nachhilfe…. Da ist die Ursache aber nicht das Fach selber.

  6. Oida 15J+ labbern die Neos wie scheiße die Bildungspolitik ist und sie könnten es ja vieeeel besser und dann kommens mit sowas daher. Ja passt eh, machts weiter so, vielleicht habn wir dann in ein paar Jahren “Klatschen und Winken” als Hauptfach.

  7. Viel Spaß dann, da hängt mit Lehrfächerverteilung und Co. einiges dran…

  8. Bitte, bitte, die Pädagogen haben sicher keine Mitschuld wenn in Schulen Angst verbreitet wird. /s

    Das ist halt leider die Schattenseite eines traditionell autoritären Frontalunterrichts. Manche Lehrer glauben leider sie sind Götter.

  9. Welches „hohe Niveau“? das Niveau ist auf einem Tiefststand, der Wiederkehrt hat nichts besser gemacht und seit den „Integrationsklassen“ gehts mit den Mittelschulen (besonders in Wien) steil bergab … 
    Mathe ist ein Angstfach, weils auch durch die Medien auch so aufgezogen wird, auf den Naturwissenschaften wird immer herumgehackt. Sicher sinds Mint Fäche nicht leicht, aber es wird ned besser wenn mans einfach weg rationiert, weil sich Schüler fürchten … 

    Was kommt als nächstes – Schule wird freiwillig, weil eh keiner was lernt und um das hohe Niveau zu halten wird die freiwillige Schule eingeführt, weil sich so viele Schüler vor der Schule fürchten und so die Schüler ihr Tempo selbst bestimmen können? 

  10. Naja, ganz so dumm wie es am ersten Blick scheint ist es gar nicht denke ich. Haben beim letzten Klassentreffen erst darüber geredet, dass kein einziger (außer eine, die selbst Lehrerin wird) das Zeug aus Mathe, welches ab der ~3. Klasse Oberstufe gelehrt wird, wirklich im Beruf geschweige denn Alltag nutzt bzw. nutzen kann. Insofern wäre es schon eine Überlegung wert, daraus in gewissem Ausmaß ein Wahlfach zu machen und die freigewordenen Kapazitäten eventuell für mehr Informatikunterricht oder politische Bildung zu verwenden.

  11. Wiederkehr denkt wsl Niveau ist eine Créme zum Einschmieren, so hoch wie er das einschätzt …

  12. Ich stelle jetzt mal eine gewagte These auf: dass Mathe Angstfach ist, liegt daran wie es unterrichtet wird und nicht am Fach an sich.

  13. Mathe ist das Fach wo man tatsächlich nachdenken muss und nix auswendig lernen kann. Klar dass das die meisten nicht mögen

  14. – Wieso glauben Leute an alle diese Verschwörungstheorien?

    – Haben normale Menschen Tools notwendig abstrakte von Wissenschaftliche Arbeiten zu verstehen? Vielleicht sollten wir doch mindestens grob gesagt erklären was zB ein Test ist und mit Pearson chi-quadrat das zu veranschaulichen? Vielleicht brauchen wir doch um eine funktionierende Gesellschaft zu erhalten eine substantive Menge an Grundmathekentnisse?

    – **Nein, Nein, Nein**, *Angstfach1!!1!11!* Jetzt noch lasse ich meinem Onkel noch eine *Trust the science* Kampanie gestalten, dann Feierabend (mit Koks und Huren von dieser Kampanie, offensichtlich).

  15. Eigentlich sollte man sich bei so einer Situation eher darum kümmern, mehr Ressourcen in den Matheunterricht zu stecken und auch mal angeht, ob man Mathe didaktisch besser unterrichten kann, ohne ständige Prüfungsangst.

    Aber der Wiederkehr präsentiert die Lösung des wegducken. Wird folgen haben, wenn die Menschen in AT schlechter in Mathematik gebildet sind, sicherlich kein Vorteil für den Wirtschaftsstandort…

  16. Weniger Mathe, weil den Mathematik Unterricht zu reformieren wär zu kompliziert.

    Vielleicht wärs nicht so ein Angstfach wenns einem halt brauchbar erklärt werden würd.

  17. Ich hatte nie ein wirkliches Problem mit Mathematik, frag mich mit bald 40 aber schon wozu ich einen Großteil gelernt habe. Für mehr als für die Matura war das nicht gut. Ich kann einen Ansatz für mehr Schwerpunktsetzung also schon nachvollziehen. Und nein, ich bin kein NEOS Wähler.

  18. Solange es Religions”unterricht” in Schulen gibt, kann man sich die Debatten über die Gewichtung von Fächern eigentlich sparen.

  19. Das ist wie “Autismus gibt es nicht, wenn man es nicht diagnostiziert”. Ganz großes Kino.

  20. Wiedermal eine versteckte Sparmaßnahme. In den Mittelschulen stehen in den Hauptfächern 2 Lehrer in der Klasse und die bekommen auch beide Fächervergütung. Weniger Mathe = weniger Lehrer die man anstellen muss und weniger Gehalt für alle jene die nun statt Mathe irgendwas anderes Unterrichten müssen.

  21. Damit düngst du nur den Boden für mehr Verschwörungstheorien, die allermeisten Schwurblereien basieren ja sowieso darauf, dass die Leute keine Grafiken und Statistiken interpretieren können. Mit weniger Mathe wird das sicher besser /s

  22. Bitte schaffen wir auch gleich ganz die arabischen Zahlen ab. Die machen mir Angst.

    Was fur Schwachsinn.

  23. Mehr Schwerpunktsetzung finde ich gar nicht mal so schlecht, wo ist das Problem? Natürlich muss es ein Mindestmaß an Kompetenzen in den Hauptfächern geben, aber bei vielen Mitschülern (mir eingeschlossen) frage ich mich schon, ob nicht die Opportunitätskosten zu hoch sind. Die meisten fangen mit dem Mathe-Stoff ab irgendwann in der Oberstufe nie mehr was an und könnten mit einer Stunde mehr Biologie, Chemie, Physik… viel mehr für ihr zukünftiges Leben mitnehmen.

    Ich bereue es sehr, einen so bescheidenen Informatikunterricht bekommen zu haben. Könnte ich heute tauschen würde ich in der 7. und 8. Klasse sofort eine Stunde Mathe die Woche für Informatik eintauschen.

  24. Jo klar, und als nächstes dann nur noch alle 10 Jahre zum Kontrolltermin beim Zahnarzt, weil vor dem fürchten sich auch zu viele. 🤦‍♀️

    Wie wärs mit besserer pädagogischer Ausbildung für Lehrer, konkreter abgestimmt auf die Fächer die sie unterrichten

  25. Die Realität ist: Mathe clasht mit den Realitäten des Bildungssystems.

    Während bei anderen Fächern möglich ist, ein relativ breites Spektrum der mentalen Entwicklung, der Aufmerksamkeitsspanne und der Befähigung von Kids in einem
    gegebenen Alter abzudecken, ist Mathe halt eine Sortiermaschine.

    Die allermeisten 20-Jährigen sind in die Lage, gut erklärt Trigonometrie und Kurvendiskussion hinzukriegen. Aber wenn man die Meilensteine bei 13- oder 16-Jährigen statisch setzt, sind viele Kids auf der falschen Seite der Entwicklungskurve.

    Dass bei Mathe noch dazu alles aufeinander aufbaut macht es natürlich schlimmer. Sobald man da mal raus ist, sind die letzten Schuljahre potenziell höllisch.

    Das alles lässt sich eigentlich nur durch Ressourcen lösen. Mehr Personal, vielleicht bissl automatisiertes Coaching (LLMs erklären Mathe gar nicht schlecht), und etwas Flexibilität zwischen 13 und 17, wer was wann genau zu können hat

  26. Mathematik macht sehr viel Spaß wenn man es einmal kapiert hat, ich wurde so süchtig nach Aufgaben, dass ich die Lehrerin gefragt habe ob ich auch diese extra Aufgaben in meiner Hausübung machen darf.

    Jetzt dürft ihr mich hauen

  27. Dass das gerade von jemandem von den NEOS kommt, ist beschämend. Gerade die NEOS standen doch dafür, dass man durch Bildung die Flügel heben kann, wie ein Mathias Strolz immer gesagt hat.

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