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Umberto wirbelt das Wetter durcheinander. Der Hurrikan könnte nicht nur die USA treffen, sondern auch Europa ins Visier nehmen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Der nächste Hurrikan der Saison 2025 trägt einen Namen, der schon jetzt für Schlagzeilen sorgt: Humberto. Innerhalb weniger Tage hat er sich über dem warmen Atlantik zu einem mächtigen Hurrikan der Kategorie 4 entwickelt. Mit Böen zwischen 200 und 250 km/h rast er aktuell nordwestwärts auf die US-Ostküste zu. Erste Prognosen zeigen eine potenziell gefährliche Lage für Regionen von Florida bis zu den Neuenglandstaaten. Satellitenbilder offenbaren eine perfekt ausgebildete Augenstruktur und ein massives Wolkenband – ein klares Zeichen für einen extrem gut organisierten Sturm.

Böen bis 250 km/h: Hurrikan Humberto ist ein extrem gefährlicher Sturm, dreht offenbar vor der US-Ostküste ab und nimmt Kurs auf Europa. © NOAA Hurrikan Center Miami
Wir Meteorologen sprechen bereits von einem „Monster über dem Atlantik“, das selbst erfahrene Sturmjäger in Alarmbereitschaft versetzt. Noch ist unklar, ob Humberto die Küste direkt trifft oder knapp nach Osten abdreht. Doch selbst ohne Landfall drohen meterhohe Wellen, Sturmfluten und sintflutartige Regenfälle. Die Dolomiten versinken derweil bereits im Schnee.
Europa im Visier – der weite Weg des Hurrikans
Besonders spannend: Einige Wettermodelle deuten an, dass Humberto nach einem möglichen Schwenk über den offenen Atlantik erneut Kurs auf Europa nehmen könnte. Sollte er sich auf dieser Route behaupten, wäre er nicht der erste tropische Wirbelsturm des Jahres, der unser Wetter durcheinanderwirbelt. Bereits zwei ehemalige Hurrikans hatten im Sommer und Frühherbst für turbulente Wetterlagen in Mitteleuropa gesorgt. Entscheidend wird der Zeitpunkt der Umwandlung von Humberto in ein außertropisches Tief. Passiert dies spät, könnte der Sturm mit erstaunlicher Wucht über den Atlantik rasen und als kräftiges Sturmtief Richtung Britische Inseln oder Frankreich ziehen. Passiert es früher, verliert er an Kraft – bleibt aber ein wetterbestimmender Faktor.
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Wetter in Deutschland: Oktober unter Sturmverdacht
Noch ist offen, wann genau Humberto den Übergang in ein außertropisches System vollzieht. Doch klar ist: Er könnte unser Oktoberwetter massiv beeinflussen. Sollte er als Ex-Hurrikan nach Europa gelangen, wären heftige Windfelder, Starkregen und ein markanter Temperatursturz möglich. Ein solches Szenario würde die bisher recht ruhigen Langfristprognosen für den Oktober auf den Kopf stellen. Atlantische Sturmtiefs haben in der Vergangenheit schon mehrfach für extreme Wetterlagen im Herbst gesorgt – Umberto könnte dieses Muster in 2025 fortsetzen. Ob er zu einem unberechenbaren Wetterjoker oder zu einem echten Herbststurm wird, entscheiden die kommenden Tage. Die Augen der Meteorologen bleiben fest auf dem Atlantik gerichtet.