Nicht mehr als 1111,11 Euro dürfen die Autos wert sein, die zur großen Fahrt von Spaichingen nach Marrakesch antreten, Motorräder maximal 99 Cent pro Kubikzentimeter (ccm) Hubraum – also bei 500 ccm Hubraum 495 Euro. Autobahnen und Mautstraßen sind auf der Rallye tabu; geschlafen wird im Auto, im Zelt oder in „Absteigen“, die im Schnitt nicht mehr als 9,99 Euro pro Nacht kosten. Wer hier mitmacht, muss wahrlich abenteuerlustig sein.
„Super, dass wir in Spaichingen zum Starten gelandet sind“, findet der Initiator und Organisator der Rallye, Wilfried Gehr. Ein Netzwerk von Oldtimer- und Youngtimer-Freunden rund um den Lions-Club und den Spaichinger Bürgermeister Markus Hugger hatte den Start in der Primstadt vermittelt.
Schöne Startvorbereitung
„Die Stadt Spaichingen“, so Gehr, „und die beteiligten örtlichen Vereine sowie das Autohaus Riess sind wirklich hammergut. Wir haben selten so eine unproblematische und schöne Startvorbereitung gehabt. Bisher sind wir meist in großen Europastädten gestartet und da war immer alles komplizierter.“ Ansprechpartner von Seiten der Stadt waren Larissa Menssen und Oreste Sannino sowie der Bürgermeister.
Bürgermeister Hugger habe sich zunächst sogar als Teilnehmer angemeldet, so Gehr, habe dann aber aus persönlichen Gründen und „wegem Gschäft“ wieder absagen müssen. Doch immerhin zwei andere Teilnehmer aus Spaichingen werden bei der Rallye mit dabei sein.
Start ist am Samstag, 4. Oktober, um 10.10 Uhr, am Kreuzplatz in Spaichingen. Für Essen und Trinken auf dem Kreuzplatz sorgen der MSC Spaichingen und Die Signora.
Fest im Autohaus
Anreisetag für die rund 15 Teilnehmer ist bereits am Freitag, 3. Oktober. Der Zelt- und Camper-Abstellplatz ist beim Autohaus Riess an der Max-Planck-Straße. Dort wird am Freitagabend um 17 Uhr auch das Vorstartfest steigen, zu dem nicht nur die Rallye-Teilnehmer, sondern alle „mit Benzin im Blut“ oder einfach mit Lust aufs Feiern willkommen sind. Die Traktorenfreunde unterm Berg werden eine Traktorenausstellung aufbauen, und die Band Remember macht die Musik.
Von Spaichingen nach Marokko
Von Spaichingen aus geht es für die Teams über malerische Nebenstraßen durch Europa – mit Zwischenstopps in Paris, Bordeaux, Madrid und Gibraltar – bis nach Marokko.
Dort warten Sonderprüfungen im Hohen Atlasgebirge und in der Sahara, bevor das große Finale in Marrakesch steigt. Unterwegs müssen die Teams lustige und manchmal knifflige Aufgaben lösen, die nicht nur Geschick, sondern auch Kreativität erfordern.

