Jobcenter-Chef: “Die Debatte ums Bürgergeld muss enden”

by Dueldir

14 comments
  1. Lass einfach nochmal x-tausend Prüferinnen und Prüfer einstellen, die schauen, ob sich die Leistungensbezieher auch wirklich artig auf jeden zumutbaren Job beworben haben. Und natürlich nochmal so viele Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter, die die Sanktionen unmsetzen. Da ist uns dieser viel beschworene “Bürokratieabbau” auf einmal dann nämlich nicht mehr so wichtig, nich wahr?

  2. Was ich nicht verstehe sind immer die Berichte über den, anscheinend, massenhaften Betrug. Wenn ihr das doch wisst, warum macht das Jobcenter nichts?

  3. Wird nicht enden. Arbeitslose, Migranten etc. sind einfach leichte Ziele, auf die man draufschlagen kann, ohne dass die sich wehren können. 

    Was sie zum perfekten Ziel macht, um vom eigentlichen Problem abzulenken: Der extrem ungerechten Verteilung von Besitz und Vermögen. 

  4. Wird sie nicht. Ist einfach zu billige Populistenmunition.

  5. Um dann eine Debatte über die Rente zu führen, oder? ODER?

  6. Finde ehrlich gesagt recht sinnvoll, was der Jobcenter-Chef in diesem Interview hier sagt.
    Er sagt ja, dass die Debatte, wie sie aktuell geführt wird, beendet werden muss. Und er hat recht. Es geht den Jobcentern nicht zwingend und dringend um die Totalverweigerer. Es wird immer Leute geben, die das System ausnutzen und das muss man einfach einkalkulieren dürfen.
    Mich kotzt eh diese Mentalität an, dass man statt mit den betroffenen Personen oder Personen, die täglich mit allem möglichen konfrontiert sind, spricht, lieber irgendwas über deren Kopf hinweg entscheidet. Die meisten Entscheidungen davon sind dann nämlich meistens eher realitätsfern, statt sinnvoll oder hilfreich.

  7. Ich checks halt einfach nicht weil sich quasi gar nichts im Gegensatz zum Vorherigen Zustand geändert hat.

    Aus irgendwelchen Gründen wird aber so getan als ob niemand mehr arbeiten muss.

  8. NEIN!!! diese Diskussion hält mich am Leben, jeden Morgen wenn ich zu meinem schlecht bezahlten Job fahre lese ich Artikel darüber wie Bürgergeldempfänger gefickt werden und es geht mir wieder gut /s

  9. Ich musste mich von mal für einen Monat arbeitssuchend melden, den nächsten Job hatte ich schon unterschrieben. Die Dame auf dem Amt war gleich super unangenehm, als ich ihr erklärt habe, dass ich nur die Rentenlücke schliessen wollte und mich für 4 Wochen nicht auf irgendwas bewerben wollte. Ich hätte dir Pflicht usw.
    Natürlich kam dann nichts.

  10. Wie oft können wir uns die paar Bürgelgeld Totalverweigerer eigentlich mit Spahns Masken Kohle leisten?
    Nur mal so aus Neugier von der Dimension.

  11. Komplette Zeitverschwendung und Ablenkung, damit die Leute die echten Probleme nicht besprechen. Zum Beispiel wie zum Fick es sei kann, dass Jens Spahn noch einen Job hat und nicht irgendwo hinter Gittern sitzt.

  12. Generell das drumrum reden bringt halt nichts. Man, wie Stefan Graaf, spaltet nur. Vorallem kotzt es mich an, dass generell jeder, der nicht in der Situation steckt oder sich nicht richtig damit befasst hat, seine Meinung kundzutun. Ich hatte es erst mit zwei Arbeitskollegen noch letzten Donnerstag kurz darüber. Und wie, auch bei den Gesprächen am letzten Donnerstag sowie bei vielen anderen Gesprächen darüber, merke ich immer wieder wie uninformiert viele sind und was für ein schlechtes Image Arbeitslose haben. Da werden alle über einen Kamm geschert. Meistens noch in Kombination mit Migranten. Bei Letzteren ist auch meist egal, ob sie aus (Süd-)Osteuropa, Syrien, Afghanistan oder Eritrea kommen. Letztere drei bekommen nicht mal Bürgergeld, weil es logischerweise keine EU-Ländern sind und weil Asylsuchende Asylbewerberleistung bekommen. Aber die Kiste möchte ich erst gar nicht aufmachen. Das läuft sehr viel bürokratisches falsch. (Süd-)Osteuropäier werden meistens sogar von aus Deutschland in den jeweiligen EU-Ländern (Polen, Bulgarien, Rumänien, etc.) abgeworben und durch Zeit-/Saisonarbeit ausgebeutet (gab erst heute wieder ein Bericht über Ausbeutung im Saisonbetrieb in der taz u.a.) und nach Saison bzw. 9 Monaten wieder in die Heimat geschickt

    Ebenso ahnungslos scheint in der Politik zu sein. Man ist da irgendwie nicht so in der Marterie drin. Man schmeißt mit Zahlen um sich. Kündigt eine Reform hier an, knallt noch eine Reform hier rein und am Ende wundert man sich warum da nichts voran geht. Die richtigen Lösungen scheint man da nicht zu haben. Kürzungen hier, Sanktionen da. Hartz IV haben sie in Bürgergeld umbenannt und jeder dachte, dass es Massenarbeitslosigkeit geben würde und Arbeit sich nicht mehr lohnen würde. Kam nicht. Bei Hartz IV hat man genau das gleiche Spiel gehabt. Warum wohl? Weil Arbeit sich halt doch lohnt und keiner den sozialen Abstieg freiwillig machen würde.

    Alleine schon sich arbeitslos zu melden ist schon ein Niederschlag. Nach dem ALG I, das Bürgergeld zu beantragen schon ein weiterer. Schon mal einen Bürgergeldantrag ausgefüllt? Die wollen ALLES Finanzielle von dir wissen. Wie viel gibst du für Wohnung, Gas, Strom, Nebenkosten, Versicherungen, etc. aus. Wie viel Bargeld hast du, Geld auf dem Konto, Sparbücher, Aktien, etc. Und da kommt nicht alles auf einmal. Das kommt pö a pö. Man muss ja aktuell bleiben. Wenns blöd kommt, hast du mehrere Monate keine Einnahmen. Aus der Wohnung muss man unter Umständen auch raus, weil man die entweder nicht mehr selbst bezahlen kannst oder die “zu groß” ist. Als einzelne Person stehen dir max. 50 m² zu. Wohnst du in einer drei Zimmerwohnung mit Balkon, in der Innenstadt auf 64 m². Tja, Pech gehabt. Da musst du jetzt raus. Wenn es ganz blöd läuft, wird dein Antrag sogar abgelehnt. Du hast keine Einnahmen, aber alle wollen sie von dir Geld. Deine Krankenkasse stuft dich als Selbstständig ein, obwohl du kein Unternehmen hast oder Freiberufler bist, aber du bist jetzt erstmal pflichtversichert. Gesetz will es so, dass du versichert bist. Und da der Arbeitgeberanteil wegfällt, bist du jetzt dein Arbeitgeber. Ist aber nur eine dieser Szenarien

    Wenn du auf Jobsuche bist, hilft dir dort keiner. Man druckt dir vielleicht ein paar Jobangebote aus und im nächsten Monat sieht man sich wieder und guckt was daraus geworden ist. Wenn dein Antrag ablehnt wurde, melden die sich erst gar nicht bei dir. Bist schließlich nicht auf deren “Gehaltsliste”. Und wenn es nicht läuft, wirst du einfach in irgendeine Schulung gedrückt. Ob es dir was bringt oder dich für irgendetwas qualifiziert ist irrelevant. Du bist beschäftigt und damit sind sie zufrieden.

    Vielleicht sollte man da schon mal ansetzen. Man kann sie zwar in Schulungen schicken, aber es sollte am Ende auch etwas dabei rauskommen. Etwas womit man die Abwärtsspirale wieder nach oben drückt. Umschulung ist zwar ein Thema mit dem man sich befassen darf, aber diese sollte auch zugänglich gemacht werden und nicht erst als letztes Mittel genutzt werden. Sowas wie “Beruf bereits länger als 4 Jahre nicht mehr ausüben” erschweren nur diesen Prozess und machen das Angebot kaum zugänglich

Comments are closed.