Falls hier jemand mitliest, der einer SPÖ oder Grünen Partei angehörig ist -> Warum zum Teufel verschlaft ihr Social Media so extrem?

Ich sehe schon seit langem zu, wie eine FPö ständig in Social media präsent ist währen die anderen Parteien genau gar nichts machen. Eine SPÖ hat auf Youtube vor 2 Monaten das letzte Video hochgeladen, die Grünen haben auch in den letzten paar Monaten vielleicht 2-3 Videos gemacht. Die FPÖ haut JEDEN TAG ein Video raus.

Sowas lese ich auch nicht selten: https://www.derstandard.at/story/3000000290679/fpoe-warb-vor-aus-fuer-politwerbung-am-staerksten-auf-facebook

Mit ein bissal Recherche findet man unzählige Artikel / Berichte, dass die Rechten so viele Stimmen gewinnen, weil ihre Präsenz auf Tiktok und co sehr stark ist.

Gestern sah ich dann noch diese Doku wo es überwiegend um social media und der Verbreitung eines komplett falschen Männlichkeitsbild geht…….und wer mischt auch hier ordentlich mit? Richtig, die rechten Parteien! Trump z.B. war bei unzähligen Podcastern, die täglich ihren Frauen Verachtenden Müll absondern, tanzt auf Titktok mit rechten Influencern usw….. Das ganze hat riesen Erfolg, Experten sind sich einig, ohne Social Media wären diese bei weitem nicht so erfolgreich, ein Trump vermutlich nicht an der Macht.

Ich verstehe einfach überhaupt nicht, wie die anderen Parteien den Rechten hier einfach so einen riesen Spielraum alleine überlassen können! Wie kann man so viel Potential neuer Stimmen einfach so links liegen lassen? Während man hier offenbar versucht, die Stammwähler zurück zu holen, bilden die Rechten eine komplette neue Generation an jungen WählerInnen heran…..relativ mühelos.

by Rudirudrud

40 comments
  1. Sind teilweise auch nur so stark wegen kontroversen themen die gepusht werden, bots die die posts pushen.

  2. Denk ich mir auch immer wieder.

    Wenn eine Partei dreckig spielt, muss man irgendwann mitspielen.

    Die anderen Parteien sollen auch alle Kanäle mit Populismus fluten. Denn den Leuten gefällts ja.

  3. Ich mein, ich steh unserer Politik sowieso maximal apathisch, zynisch und pessimistisch gegenüber, aber das ist etwas, was ich auch überhaupt rein gar nicht verstehe.

    Es gäbe gefühlt 709157 Möglichkeiten, wie man als politische Partei zB über Youtube die eigenen Ideen, Inhalte, etc. an die Leute bringen könnte. Beispiel? Man hört immer, dass die SPÖ ja als einzige Partei für Vermögenssteuern bzw Erbschaftssteuern wäre. Warum macht die SPÖ dann nicht Youtube-Videos nach Schema Gary Stevenson? Warum nicht unterschiedliche “Serien” zu unterschiedlichen Themen? Wo man bestimmte Aspekte des eigenen Programms rauspickt und in leicht verdaulichen 10-15 Minuten-Blöcken aufbereitet? Für was steht man? Warum ist das wichtig? Welche Umsetzungsideen hätte man, würde man gewählt werden?

    Was hingegen passiert ist: Nichts. Rein gar nichts. Man druckt weiterhin sauhackldeppade Flyer und Plakate, die keinen interessieren.

  4. Verbreitung von falschen Informationen und Verbreitung einer Ideologie sind halt die zwei Hauptwerkzeuge rechter Parteien.

    Verwundert mich daher nur wenig, dass sie da am schnellsten dran waren. Da sitzen wahrscheinlich auch doppelt so viel Leute dahinter, die sich überlegen wie man am besten den nächsten Schwachsinn in der Bevölkerung verbreitet.

  5. Eines der größten Probleme, die ich sehe ist, dass selbst die besten linken “Influencer” mit dem Problem kämpfen, dass es viel leichter ist Bullshit zu verzapfen, als ihn zu widerlegen

  6. Der Algorithmus bevorzugt rage bait. Rechter populismus ist zu 95% rage bait

  7. FPÖ fährt halt die selbe Strategie wie die Republikaner. Kontroverse Themen, starke Emotionen.

    Die Linken setzen eher auf eine kantenlose Social Media Strategie, die man bei Kursen für den öffentlichen Dienst oder an Hochschulen lernt und hat als Zielgruppe eindeutig mitte-links Bürgerliche.

    Es scheint mir recht logisch, dass ersteres bei unserem politischen Klima und mit Algorithmen, die engagement belohnen, besser funktioniert.

  8. Naja es müßen halt die Parteinahen Printmedien mit Inseratengeld am Leben erhalten werden

    Wo kämmen wir den da hin wenn man die umgehen würde und auf diesen “modernen” sachen machen würde????

    (sarkasmus aus)

  9. Ich will die Parteien wirklich nicht in Schutz nehmen,aber:

    Der Algorithmus belohnt kontroversen scheiß und straft andere politksche Inhalte ab. Also, selbst wenn sie täglich posten, siehst du es wahrscheinlich nicht.

    Außerdem posten die Orgas von sowohl SPÖ als auch Grüne sehr wohl täglich Inhalte, teils sogar wirklich inhaltlich gut recherchiert und auf Fakten basiert (und nicht nur Infoposts zu Veranstaltungen)

  10. Ich kenn eine, die bei den Grünen gearbeitet hat. Sie hat mir erzählt, dass sie sehr stark gepusht hat, dass auf Social Media mehr Außenpräsentation passiert, aber die Leute dort waren alle so sehr mit internen Machtkämpfen beschäftigt, dass es dazu einfach keine Resourcen mehr gab.

    Die Linken als Kultur haben das fundamentale Problem, dass sie nie zusammenhalten und niemand “links” genug ist. Dadurch entsteht keine Kooperation und damit gibts keine konsistente Message nach außen.

  11. Der algorithmus belohnt kontroverse themen. Das war schon immer so. Außerdem gibt es massiv botfarmen. Mittlerweile wird es evtl auch schon programm sein, dass die plattformen selber rechte pushen

  12. Ich fänds ja geil wenn alle diesen Social-Media-Dreck weniger verwenden würden. Ohnehin kann man mittlerweile nicht mehr sagen was generierte und was authentische Beiträge sind, Meldungen von Beiträgen gehen direkt in den Papierkorb und es ist nachweislich ungesund für uns.

    Bezüglich Parteiwerbung wäre ein generelle Einschränkung von Wahl/Parteiwerbung sinnvoll – es nervt nur und auch die Parteien selbst kommen bei leeren Parteikassen immer wieder ins Schwitzen weil es schlicht teuer ist.

  13. Die Lüge hat die Welt umrundet, bevor die Wahrheit die Schuachbandln gebunden hat.

    Und das galt schon zu Pferdekutschenzeiten, jetzt kannst dir ausmalen, wie es in Millisekunden-Kommunikation abgeht.

    Dazu noch gerechnet, dass ein absichtlich verstärkender Algorithmus dahinter steht und die techno-faschistische Elite die Welt brennen sehen will, um die Asche aufzukaufen….

  14. Weil man panisch darauf achtet, alles auf Parteilinie zu halten und bloß nicht irgendeine abweichende Formulierung zu verwenden. Der Vorlauf von solchen Videos bei den meisten Parteien dauert Wochen, weil das alles intern von zig Gremien abgesegnet werden muss, damit ja nichts Kontroverses drin ist, jemand die falsche Farbe anhat oder die Personen im Video nicht irgendwelchen arbiträren Quoten entsprechen. Und wehe, einer hat drei Videos und der andere nur eins. Da muss der mit den drei Videos dann warten, bis alle aufgeholt haben.

    Sinnbild für die österreichische Politik.

  15. Die verschlafen das nicht. Traditionelle, tatsächlich demokratische Parteien können die Sozialen Medien nicht so nutzen wie populistische Lügner. Die Algorithmen belohnen Lügen, Propaganda und das Schüren von Angst.

    „Engagement“ (also Likes, Shares und Kommentare) wird von feindlichen Akteuren (Russland) und/oder faschistoiden Milliardären finanziert. Die Social Media-Reichweite von rechtsextremer Propaganda ist ja selten generisch.

    Diese ganzen Methoden kann man als Partei der Mitte oder als linke Partei nicht nutzen, ohne selbst zu populistisch-undemokratischem Schmutz zu verkommen.

    Daher werden die Neo-Nazis im Netz immer höhere Reichweiten erzielen.

  16. Weil diesen Parteien von lauter alten Sesselfurzern geführt werden die an ihren Posten festhalten um mit aller Gewalt ihre „Macht“ zu erhalten. Typischer Boomer Egoismus halt. Beim letzten SPÖ Führungswechsel hat man die jungen auch nur in die zweite Reihe gestellt.

  17. Weil diese Parteien sich nach wie vor darauf verlassen, dass sind e sowieso gewählt werden, das ihnen ihre Stammwählerschaft davon stirbt, checken sie nicht oder es ist ihnen grundlegend egal, was davon schlimmer ist will ich nicht beurteilen…

  18. Hass, Lügen, Paranoia und Dummheit sind die Treibstoffe für Social Media. Dadurch haben manche Parteien hier einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil.

  19. Dazu gibt es aber Untersuchungen.

    Rechte Inhalte erzeugen VIEL mehr Kontroversen, die Algorithmen springen komplett drauf an, streuen die Inhalte viel breiter. Die kommen dann auch oft bei Leuten an, die nix damit anfangen, aber sie decken halt alle Leute ab, die potentiell dadurch beeinflusst werden können.

    Dazu kommt halt, dass du die dümmeren Leute halt leicht erreichen kannst mit kurzen Hassbotschaften. Einfache Inhalte für einfache Leute. Kebabstand und Abendland zu reimen ist einfacher, als über die Sinnhaftigkeit von einzelnen Forderungen zu reden.

  20. Du willst Leuten die in Excel falsch Zählen, Social Media in die Hände geben?

  21. Ich glaube halt, dass das linke Lager viel zu gespalten ist. Du hast x kleine Grüppchen, die alle anderen Gruppen hassen und mit denen nix zu tun haben wollen. Zum Teil wegen den absuresten Gründen legen die an Mobbig grenzendes Verhalten an den Tag. Die müssten mMn erst mal damit beginnen untereinander miteinander zu reden. Oft sind ja die Positionen der Grüppchen fast identisch, aber wegen dem nicht verstehen von Details wird direkt nicht miteinander geredet…

  22. Wieso schreiben hier alle über den bösen Algorithmus? OP hat kritisiert dass die anderen Parteien es gar nicht erst versuchen und da ist der Algo irrelevant.

  23. Kostet halt auch was.. einer Regierungspartei wird dann schnell unnötig hohe Ausgaben vorgeworfen. Man sollte wirklich schön langsam anfangen ordentliche social Media kampagnen zu fahren und nicht so lächerliche versuche starten, die außer dem Reichtum einiger mögtegern-agenturen nichts bringen sondern eher das Gegenteil bewirken…

  24. Schon mal von rage bait gehört?
    Ja, das können die Populisten am besten, es wird halt besser vorgeschlagen. Die SPÖ, Grünen und wie die alle heißen, machen ja was, aber der populistische rage bait kommt halt besser rüber. 

  25. Einerseits ja, andererseits kannst gegen reißerische und teilweise verlogene Posts und Videos mit sachlichen, trockenen Themen nicht gewinnen.

    Und wenn die nicht-rechten Parteien dann auch mit derartigen Social Media posts loslegen, riskieren sie, ihre Stammklientel zu verlieren, da die eben oft nicht auf solche Aktionen steht.

  26. Das spricht ja die Zielgruppe von Pensionisten und älteren Leuten nicht an

  27. Das ist ein globales Problem. Es ist fürchterlich in Trump’s Amerika. Wir brauchen einen Europäischen Gavin Newsom, der die rechten trollt.

  28. Ach geh. Zur wahl ein paar plakate am straßenrand hinfetzen wo sich zwei alte säcke angrinsen mit billiger “mit herz ❤️” floskel reicht doch eh?

  29. Das ist ein extrem interessantes internationales Phänomen. Meine Meinung, die recht verbreitet ist:

    Die Linke hat die letzten 15 Jahre den Kukturkampf gewonnen. Homoehe, Gleichstellung Mann Frau, Migration, such es dir aus. Zusätzlich ist sie viel stärker in den Mainstream Medien vertreten.

    Die Rechte hatte da den Druck sich neu aufzustellen, und ist durch das Tal der Tränen gegangen. Deshalb hast du heute so viele Rechte Influencer, die noch dazu ziemlich divers aufgestellt sind. Diesen Prozess muss die Linke erst durchlaufen.

    Ps: war vor ein paar Monaten mal Thema, habe meinen Kommentar 1:1 kopiert 🙂

  30. Ich glaube das ist dasselbe Problem, das auch viele Firmen haben. Manche haben Online Kanäle auf twitter, aber keiner liest die, weil sie außer fad und sinnlos halt auch gar nix sind. Man braucht für sowas Personen, die selber Social Media privat nutzen, wissen wie man sowas ansprechend bringt und vorallem darf man sich nicht zu ernst nehmen.

    Wenn ich mir das im staatsnahen Bereich bei uns zb anschauen, wer da öffentlich sprechen darf, dann sinds durch die Bank Leute mit professioneller Schulung, Chefetage und Leute, die auch Fachvorträge halten. Also genau die, die keine Zeit haben und mit Spaß und Witz sowieso nix am Hut haben. Bei uns war man ganz stolz darauf, dass man jetzt nen twitter Acc hat und dann war man eh schon Jahre zu spät und Follower sinds 10, vermutlich ausm eigenen Betrieb…

    Wenn ich da drauf geh seh ich den Versuch, Fachwissen in 3 Sätzen zu transportieren, ohne Hand, Fuß und Sonstwas, was echt niemanden interessiert. In 3 Sätzen will ich nen Link zur eigentlichen Info – die fehlt aber sowieso, weil die müsste auch wieder jemand schreiben – und vielleicht ne Headline, wieso mich das interessieren soll, was der Betrieb grad macht und wie weit man ist. Man bräuchte Personal, das weiß wie man das macht und das dann auch so machen darf. Imo muss man auch mal frech sein dürfen, Spaß geht vor konkreter Information. So wie’s ist, ist das total sinnlos.

    Weil du SPÖ erwähnst: der Babler hat eh nen twitter zb. Der ist eh nicht schlecht, eine FPÖ hat nur grundsätzlich mehr, weil sie imo gar keinen Wert auf Sachlichkeit und Information legen. Da kannst viel reden, wenn der Inhalt gleich 0 sein kann.

    Die Leute nutzen Social Media imo deshalb, weil sie ein etwas beschwingteres Format wollen als ne Zeitung, sonst liest man eh die stattdessen. Man will mit Leuten reden können und deren Meinung hören. Vor sowas machen sich die meisten Firmen ins Hemd und vorallem der staatliche Bereich. Es herrscht da immer noch die Meinung, wer öffentlich spricht, spricht für den ganzen Betrieb und hat damit nur streng reglementiert aufzutreten.

  31. Geld. Nämlich Petrolgeld, Evangelikergeld und russisches Geld.

  32. Einfache Version: weils zuviel Geld kostet, welches ma als sinnvoll arbeitende, nicht von Russland finanzierte Partei einfach ned überall rausblasen kann.

  33. ehm… links, Dems, libs, progressive… besitzen mit hollywood und socialmedia die größte Propaganda-Maschinerie die die Welt jemals gesehen hat… und du postest das auf einer der größten linken echochambers. Also da zu behaupten dass rechts “die medien” besitzt ist schon schräg, stimmt nichtmal innerhalb des Landes.

  34. Ich denke mal, weil es komplett frustrierend ist. Die Algos lieben das rechte Hassgebrüll und verstärken es entsprechend. Das hat noch nicht einmal mit den Eigentümern zu tun. Musk, Zuck und bald Ellison (TikTok) sind alles von rechts über faschistisch bis hin zu klarem nazi. Die werden das zumindest nicht unterbinden, im Gegenteil. Allein wenn Musk irgend einen rassistischen Dreck retweeted, erreicht er damit 200 Millionen Menschen. Wenn die SPÖ ein Faktenvideo hochlädt, erreicht sie vielleicht 2000 und das sind nur ihre eigenen. Da stellt sich dann die Frage nach der Kosten-Nutzen-Rechnung.

    Mit Fakten oder Ideen kommst auf Social Media nicht gegen Emotionen an. Und Hass ist eine der stärksten Emotionen. Das erzeugt Engagement (*egal* ob gut oder schlecht, es wird reagiert) und damit wissen die Algos, das mögen die Menschen & spielen es vermehrt aus.

  35. Ich denks mir a immer wieder: die FPÖ macht was Werbung angeht vieles sehr richtig: Strasenfeste, Familientage, Wandertage, Vortäge, verteilen Goodiebags, Foodtrucks und Aktionen wie das ‘red ma drüber’. Das is alles ziemlich niederschwellig, da kommen die Leute zusammen, is auf den ersten Blick nicht zu sehr parteipolitisch behaftet und so präsentiert sich dort FPÖ ziemlich positiv im öffentlichen Raum. Und so wundert mich der Zulauf eigentlich auch eher nicht, weil sich die Leute denken, dass die sich gehört und zugehörig fühlen und auch die Leute auf den Plakaten kennen, sprich den Bürgern nah sind. Und da is der digitale Raum noch gar ned dabei.
    Ich weiß ned, wann ich sowas das letzte Mal von einer anderen Partei gesehen hätte, außer der KPÖ+. Und da hat ma das Parteilogo erst mal suchen müssen (google: yugo festa salzburg).

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