es ist halt eine schwierige Abwägung die man treffen muss – das Leben von Radfahrer oder eine weitere Autospur. Das ist nicht leicht /s
Guter Artikel, der einige der Probleme unserer Radinfrastruktur aufzeigt. Ein “Radschutzstreifen”, der genau in der Dooring-Zone zwischen parkenden Autos und Fahrstreifen für Autos liegt, schützt einfach keine Radfahrer.
Leider müssen immer wieder erst Menschen sterben, damit eine öffentliche Debatte entsteht.
Wann kapieren wir endlich, dass Fahrradfahren fast so gefährlich ist wie Rauchen? Wenn jeder Fahrradfahrer außerdem 1-2 Autos deutscher Produktion kaufen würde wäre unsere Wirtschaft auch nicht so am Sand. Verbietet Fahrradfahren jetzt! /s
Auf der einen Seite: mehr Sicherheit, bessere Luft, mehr Lebensqualität, mehr Platz für Kinder, saubere Umwelt, besseres Miteinander
Auf der andere Seite: cooles Brumm Brumm
Schwierig… wirklich sehr schwierig…
Ist es wirklich so schwer einfach zu schauen wie Holland es macht und die Konzepte zu übernehmen?
Und dann bitte auch diese Projekt-Schönwetter-Fahrradwege abschaffen. Da geht es doch oft nur darum, den Autofahrern das Leben schwer zu machen.
Nee, Fahrradfahrer und Autofahrer gehören gleichberechtigt auf die Fahrbahn, ohne explizite Fahrradwege (der Rest fährt eben langsam und im Zweifel Schrittgeschwindigkeit geduldet auf dem Gehweg, z.B. Kinder und Alte). Und dann mal einfach ein paar Undercover cops auf’m Rad mit Abstandssensoren durch Hamburg fahren lassen und fette Strafzettel für alle Autofahrer verteilen, die zu dicht/aggressiv auffahrend oder ohne Sicherheitsabstand überholen.
Münster macht’s doch auch vor, da zieht die Fahrradpolizei dann auch gleich die irren Fahrradfahrer aus dem Verkehr, die denken, dass die Verkehrsregeln für sie nicht gelten.
Sollen sie doch Auto fahren, wenn ihnen das Fahrrad zu gefährlich ist. /s
Bei uns im Landkreis haben sie auf ne enge Landstraße einfach Fahrrad Pfeile auf die Spur gemalt. Nichtmal nen Schutzstreifen, einfach nur Pfeile.
Ich verfolge das Thema kommunal auch sehr, deshalb ein paar Gedanken.
(1) Ich finde in jedem Artikel muss erwähnt werden, dass der erste, beste Schutz für Radfahrer ein guter Helm ist. Frau Perdelwitz hat nach Auskunft der Polizei keinen Helm getragen. Ein Helm kann bei Unfällen leben retten; egal wer Schuld hat.
(2) Es ist oft genug garnicht mal so easy eine Auto-Infrastruktur für Räder gut zu machen. Und da wir ja auch nicht unbedingt neue Wege auf die Wiesen pflastern wollen (oder können), werden wir in DE noch lange mit so-naja Infrastruktur leben müssen. Wichtig ist, dass ihr/dass wir bei Neubauten Druck machen. Wenn irgendwo eine Straße neu gemacht wird, MUSS da ein Radfahrkonzept mitgedacht werden. Am besten eins, was über den neuen Flicken hinaus geplant ist.
Erkundigt euch, ob eure Gemeinde/Stadt sowas hat.
(3) Achtet aufeinander. Fahrt defensiv. Fahrt sicher. Guckt in die Spiegel. Tragt einen Helm.
Man lernt ja in der Fahrschule immer, dass man erst schauen, dann die Türe aufmachen sollte.
Hatte dieses „dooring“ denn irgendwelche Konsequenzen für denjenigen, der den Tod durch seine fehlende Aufmerksamkeit zu verschulden hat?
Radfahrer und Fußgänger werden von Autofahrern verletzt oder gar gerötet.
Lass uns das Radfahren und zu Fuß gehen unattraktiv machen (gefährlich ist es ja schon), so dass die Leute mehr Auto fahren.
Hab mir letztens ein Rad gekauft, um damit zur Arbeit zu fahren. Hab ich 2 mal gemacht aber das ist mir in Berlin zu unsicher. Die Radwege sind so schmal und die Autos parken so nah dran und viele Menschen achten einfach 0 auf die Umgebung. Und da nehmen sich alle nichts, Fußgänger wie Rad- und Autofahrer
Es kommt doch relativ regelmäßig vor, dass Schulkinder auf dem Weg zur Schule oder ältere Radfahrer von Lastwagen bzw. größeren Verkehrsfahrzeugen erfasst werden und sterben. Die Reaktion der Städte ist dann oftmals, dass noch mehr rote Radfahrstreifen auf die ohnehin schon engen Straßen gemalt werden und dass die Radfahrer gefälligst auf der Straße zu fahren haben. Andererseits sind die angrenzenden Gehwege fast immer völlig menschenleer, so dass ein Fahren darauf leicht möglich wäre, ohne Fußgänger zu “gefährden”.
Meine Kinder habe ich auf jeden Fall angewiesen bei risikobehafteten Verkehrspunkten, immer auf den Bürgersteig auszuweichen und ggf. das Fahrrad zu schieben.
Dieses Problem ist auch nicht auf der Basis der Statistik anzugehen, weil es z.B. nur wenige Fahrradfahrer im Jahr betrifft, denn hier ist absolut jedes ausgelöschte Leben vermeidbar.
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es ist halt eine schwierige Abwägung die man treffen muss – das Leben von Radfahrer oder eine weitere Autospur. Das ist nicht leicht /s
Guter Artikel, der einige der Probleme unserer Radinfrastruktur aufzeigt. Ein “Radschutzstreifen”, der genau in der Dooring-Zone zwischen parkenden Autos und Fahrstreifen für Autos liegt, schützt einfach keine Radfahrer.
Leider müssen immer wieder erst Menschen sterben, damit eine öffentliche Debatte entsteht.
Wann kapieren wir endlich, dass Fahrradfahren fast so gefährlich ist wie Rauchen? Wenn jeder Fahrradfahrer außerdem 1-2 Autos deutscher Produktion kaufen würde wäre unsere Wirtschaft auch nicht so am Sand. Verbietet Fahrradfahren jetzt! /s
Auf der einen Seite: mehr Sicherheit, bessere Luft, mehr Lebensqualität, mehr Platz für Kinder, saubere Umwelt, besseres Miteinander
Auf der andere Seite: cooles Brumm Brumm
Schwierig… wirklich sehr schwierig…
Ist es wirklich so schwer einfach zu schauen wie Holland es macht und die Konzepte zu übernehmen?
Und dann bitte auch diese Projekt-Schönwetter-Fahrradwege abschaffen. Da geht es doch oft nur darum, den Autofahrern das Leben schwer zu machen.
Nee, Fahrradfahrer und Autofahrer gehören gleichberechtigt auf die Fahrbahn, ohne explizite Fahrradwege (der Rest fährt eben langsam und im Zweifel Schrittgeschwindigkeit geduldet auf dem Gehweg, z.B. Kinder und Alte). Und dann mal einfach ein paar Undercover cops auf’m Rad mit Abstandssensoren durch Hamburg fahren lassen und fette Strafzettel für alle Autofahrer verteilen, die zu dicht/aggressiv auffahrend oder ohne Sicherheitsabstand überholen.
Münster macht’s doch auch vor, da zieht die Fahrradpolizei dann auch gleich die irren Fahrradfahrer aus dem Verkehr, die denken, dass die Verkehrsregeln für sie nicht gelten.
Sollen sie doch Auto fahren, wenn ihnen das Fahrrad zu gefährlich ist. /s
Bei uns im Landkreis haben sie auf ne enge Landstraße einfach Fahrrad Pfeile auf die Spur gemalt. Nichtmal nen Schutzstreifen, einfach nur Pfeile.
Ich verfolge das Thema kommunal auch sehr, deshalb ein paar Gedanken.
(1) Ich finde in jedem Artikel muss erwähnt werden, dass der erste, beste Schutz für Radfahrer ein guter Helm ist. Frau Perdelwitz hat nach Auskunft der Polizei keinen Helm getragen. Ein Helm kann bei Unfällen leben retten; egal wer Schuld hat.
(2) Es ist oft genug garnicht mal so easy eine Auto-Infrastruktur für Räder gut zu machen. Und da wir ja auch nicht unbedingt neue Wege auf die Wiesen pflastern wollen (oder können), werden wir in DE noch lange mit so-naja Infrastruktur leben müssen. Wichtig ist, dass ihr/dass wir bei Neubauten Druck machen. Wenn irgendwo eine Straße neu gemacht wird, MUSS da ein Radfahrkonzept mitgedacht werden. Am besten eins, was über den neuen Flicken hinaus geplant ist.
Erkundigt euch, ob eure Gemeinde/Stadt sowas hat.
(3) Achtet aufeinander. Fahrt defensiv. Fahrt sicher. Guckt in die Spiegel. Tragt einen Helm.
Man lernt ja in der Fahrschule immer, dass man erst schauen, dann die Türe aufmachen sollte.
Hatte dieses „dooring“ denn irgendwelche Konsequenzen für denjenigen, der den Tod durch seine fehlende Aufmerksamkeit zu verschulden hat?
Radfahrer und Fußgänger werden von Autofahrern verletzt oder gar gerötet.
Lass uns das Radfahren und zu Fuß gehen unattraktiv machen (gefährlich ist es ja schon), so dass die Leute mehr Auto fahren.
Hab mir letztens ein Rad gekauft, um damit zur Arbeit zu fahren. Hab ich 2 mal gemacht aber das ist mir in Berlin zu unsicher. Die Radwege sind so schmal und die Autos parken so nah dran und viele Menschen achten einfach 0 auf die Umgebung. Und da nehmen sich alle nichts, Fußgänger wie Rad- und Autofahrer
Es kommt doch relativ regelmäßig vor, dass Schulkinder auf dem Weg zur Schule oder ältere Radfahrer von Lastwagen bzw. größeren Verkehrsfahrzeugen erfasst werden und sterben. Die Reaktion der Städte ist dann oftmals, dass noch mehr rote Radfahrstreifen auf die ohnehin schon engen Straßen gemalt werden und dass die Radfahrer gefälligst auf der Straße zu fahren haben. Andererseits sind die angrenzenden Gehwege fast immer völlig menschenleer, so dass ein Fahren darauf leicht möglich wäre, ohne Fußgänger zu “gefährden”.
Meine Kinder habe ich auf jeden Fall angewiesen bei risikobehafteten Verkehrspunkten, immer auf den Bürgersteig auszuweichen und ggf. das Fahrrad zu schieben.
Dieses Problem ist auch nicht auf der Basis der Statistik anzugehen, weil es z.B. nur wenige Fahrradfahrer im Jahr betrifft, denn hier ist absolut jedes ausgelöschte Leben vermeidbar.
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