Kosten für Verwaltung sind viel höher als Einnahmen: Berlin macht Millionenverlust mit Anwohnerparkausweisen

by hahahahawoo

28 comments
  1. >2008 wurde der Preis für die Anwohnerparkvignette in Berlin auf 20,40 Euro für zwei Jahre festgelegt. Erhöht wurde sie seither nicht. Was in der Zwischenzeit jedoch massiv gestiegen ist: Die Bearbeitungskosten für die Verwaltung. Längst liegen sie viel höher als der Preis, den Autofahrer dafür zahlen müssen. Für das Land Berlin verursacht das einen Millionenverlust.

    >Das zeigen neue Angaben der Senatsverkehrsverwaltung. Demnach betragen die Kosten für die Ausstellung jedes Anwohnerparkausweises in diesem Jahr „im Median 42,29 Euro“. So steht es in einem Bericht der Verkehrsverwaltung an das Abgeordnetenhaus im Zuge der Haushaltsberatungen.

    […]

    > In anderen deutschen Großstädten wurden die Preise in den vergangenen Jahren teils massiv angehoben. In Bonn liegt der Preis bei 300 Euro. In Münster kostet die Vignette 260 Euro, in Freiburg 200 Euro und in Köln bis zu 120 Euro – pro Jahr.

  2. Und wenn man die Parkausweise nicht hat?
    Verursachen dann Parkgebühren Kosten?
    Was ist die Konsequenz daraus? Das Ausstellen preiswerter machen?

    Zu diesem Beitrag fehlt mir irgendwie der Kontext…

  3. Da geht es auch nicht um nen Business Case, sondern Anwohnern das Parken zu ermöglichen…

  4. Vielleicht aus 10 Euro pro Jahr eher sowas wie 10 Euro pro Monat machen? Überall stehen diese Blechkisten rum.

  5. Darauf erstmal ein paar ÖPNV- und Radinfrastrukturprojekte stoppen um das Geld wieder reinzuholen.

  6. Für ~13m² nur 0,85€ Miete im Monat ist echt günstig.

  7. In Münster lag der Preis pro Jahr bei 17€. Nachdem die Preise erhöht werden durften, ist der Preis auf 260€/Jahr gesetzt worden.

  8. …weil die Dinger PISSBILLIG sind. Nicht, weil sie der falsche Ansatz wären, sondern weil sie für ‘nen Appel und ‘n Ei verramscht werden.

  9. Wenn es doch nur irgendwie eine Möglichkeit gäbe mehr Einnahmen zu generieren…

  10. Ach 9€ im Jahr für die Erlaubnis das auto abzustellen ist nicht kostendeckend?
    Das kam überraschend.. /s

  11. In Wien kostet es über €150. Das zahlt dort immer noch fast jeder gern verglichen mit Kosten für Parkgarage. Oder man hat eben eine solche dabei.

  12. Wir haben verstanden und werden stattdessen den Druck auf Arbeitslose, Wohnungslose und Bürgergeldempfänger weiter erhöhen. Schließlich können wir die armen Autofahrer nicht noch weiter belasten!

    — Ihre CDU

  13. bisschen radikale Meinung vielleicht, aber wer keinen privaten Parkplatz für sein Auto hat, sollte auch kein Auto zulassen können.

  14. Spätestens als das ganze Thema ins “Woker Krieg gegen das Auto” Kulturkampf Bullshit Bingo aufgenommen wurde, war eh vorbei, dass da irgendwas brauchbares rauskommt. Die Union zeigt sich ja “immerhin” offen, das ganze Ding kostendeckend zu bepreisen (entgegen der SPD-Forderung, die da noch weiter gehen wollte) aber selbst das ja nur mit Zähneknirschen. Im Gegenzug werden wahrscheinlich paar ÖPNV-Linien oder Radstreifen entfernt und zu Parkspuren umgewandelt. Faire Kompromissfindung /s

  15. Anwohnerparken dient nicht in erster Linie dazu, Geld durch die Anwohner zu verdienen, sondern die Nicht-Anwohner davon abzuhalten, die Wohngebiete zuzuparken. Dies ist bei uns in der Nähe der Innenstadt und in der Nähe von Veranstaltungen wie Messe und Stadion der Fall.
    Verdienen tut die Stadt dann zum einen durch Knöllchen der doch falsch parkenden Fahrzeuge sowie an den Parkhäusern, wenn den Nicht-Anwohnern bei Veranstaltungen die Alternativen ausgehen. Voraussetzung ist natürlich dass die Stadt selbst auch die Parkhäuser betreibt, was sie aber häufig nicht tut.

  16. So billig? Wir zahlen dafür in Hamburg 65€ -> finde es trotzdem ne gute Sache seitdem dauert die Parkplatz-Suche statt 30 Minuten nur noch 5.

  17. Anwohnerparkausweis garantiert einem aber keinen Parkplatz. Es ist mehr als eine Serviceleistung der Stadt, die Stadt selbt muss und sollte keinen Gewinn machen, sondern Kostendeckend arbeiten.

  18. Nächste Forderung: Bürokratieabbau durch Verzicht auf Anwohnerparkausweise.

  19. Wer das für eine Neuigkeit hält, versteht Anwohnerparkausweise nicht. Anwohnerparkausweise dienen als Subventionen für den Autoverkehr. Das war von Anfang an so.

    – Parkgebühren im Ring flächendeckend auf 100€ pro Stunde. Außerhalb des Rings auf 50€ pro Stunde
    – Anwohnerparkausweise abschaffen
    – 80% der Parkplätze zu Radwegen und verkehrsberuhigten Zonen umwandeln
    – Die Ausgaben für ÖPNV und Fahrradinfrastruktur verzwanzigfachen

    Anwohner gewinnen, weil die Nachbarschaft ohne Auto lebenswerter, gesünder und insgesamt hochwertiger ist.

    Fahrradfahrer und ÖPNV-Nutzer gewinnen, weil man sicherer und schneller von A nach B kommt.

    Autofahrer gewinnen, weil ÖPNV und Fahrrad die Straßen so viel effizienter nutzen, dass die Straßen leerer sind.

    Alle gewinnen, weil Berlin eine lebenswertere Stadt wird. Das führt zu Tourismus und anderen wirtschaftlichen Impulsen.

  20. Wie schafft Berlin es immer wieder, mit Sachen, die anderswo Geld bringen, Geld zu verlieren?

    Wir sollten Berlin abschaffen… 

  21. Das würde halt paar tausend Euro im Jahr kosten wenn man es digitalisiert und das wäre nichtmal ein zu großer Aufwand 😭😭

  22. Ich weiß ich bin auf Reddit, aber was soll das beschissene Autofahrer/Fahrradfahrer Bashing. Bescheuert das ganze. Warum kann man nicht vernünftig nach einer Lösung suchen und nicht die anderen runtermachen? Manche mögen es mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, manche halt mit dem Auto. Let’s make it nice for everyone

  23. Das muss man auch erstmal hinkriegen…

    Aber ja. Generelles Problem. Oft läuft die Verwaltung so weit in die Einzelfälle rein, dass es insgesamt zu teuer wird.

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