Aufstand der jungen Unionsabgeordneten: Das steckt hinter der 115-Milliarden-Euro-Kostenexplosion bei der Rente

by myofficialaccount

12 comments
  1. https://archive.fo/gQ0P6

    > Union und SPD waren sich einig, das Rentenniveau bis 2031 zu stabilisieren. Junge Abgeordnete rebellieren jetzt: Es geht um ein kleines Detail, das Hunderte Milliarden Euro Mehrkosten bedeutet.
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    > […]
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    > Die Antwort liegt in der Formel, mit der Jahr für Jahr die Höhe der Renten festgelegt wird. Diese Formel – und das ist wichtig – berechnet die Rentenhöhe nämlich nicht jedes Mal von Grund auf neu. Stattdessen berechnet sie, in welchem Maß die Renten im Vergleich zur Rente des Vorjahres steigt.
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    > […]
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    > Anders ausgedrückt: So wie das Arbeitsministerium es plant, würde die Haltelinie formal zwar nur bis 2031 gelten – aber sie würde das Rentenniveau dauerhaft bis in alle Ewigkeit um einen Prozentpunkt anheben.
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    > Die jungen Unionsabgeordneten wollen daher, dass im Jahr 2032 stattdessen von jener – fiktiven – Rentenhöhe ausgegangen wird, die sich ohne diese Haltelinie ergäbe. Konkret also von einem Niveau von 47 Prozent, falls die Berechnungen des Arbeitsministeriums eintreffen.
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    > Der Unterschied ist tatsächlich enorm, was die Kosten für den Bundeshaushalt betrifft. Bis 2031 fallen für die Haltelinie nämlich voraussichtlich nur insgesamt 23,9 Milliarden Euro aus Steuermitteln dafür an. Für die Jahre 2032 bis 2040 sind es auf Grundlage der Angaben im Gesetzentwurf hingegen insgesamt mindestens 114 Milliarden Euro, wahrscheinlich jedoch eher rund 120 Milliarden Euro – also die »mehr als 115 Milliarden Euro«, um die es den jungen Unionsabgeordneten geht.
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    > In den Jahrzehnten danach würde sich der Effekt der eigentlich nur für einige wenige Jahre verlängerten Haltelinie dann wohl auf mehrere Hundert Milliarden Euro auftürmen.

  2. SPD kämpft gegen Arbeitnehmer.

    In anderen Nachrichten, Wasser ist Nass.

  3. Muss man auch erstmal schaffen als “Sozialdemokraten” von der Jungen Union (welche oft näher am Rechtsextremismus als an demokratischen Gesinnungen ist) beim Thema Gerechtigkeit für Arbeitnehmer überholt zu werden.

  4. Bis dahin hat sich die Koalition doch eh nicht gehalten und die nächste Regierung könnte endlich sinnvolle Rentenkürzungen beschließen. Aber da bin ich wahrscheinlich zu optimistisch

  5. Da bremst doch glatt jemand den Kreuzzug der SPD gegen Arbeitnehmer aus. Skandal!

  6. Die Renten UND Pensionen müssen genau JETZT eingefroren oder eigentlich sogar schrittweise reduziert wären. Denn es ist ein Umverteilungssystem, das im hier und jetzt unfair ist. Es muss daher auch die jetzigen Rentner und Pensionäre treffen.

    Alles andere ist komplett unfair den jüngeren Generationen gegenüber.

  7. Erster Punkt wo ich vollkommen auf Linie mit der jungen Union bin.

  8. Wir leben einfach in einer Timeline in der sich die fucking JU mehr für Arbeitnehmerinteressen stark macht als die ganze SPD. Was zum Fick.

  9. Finds immer geil, wie selbsterklärte Progressive o. ä. sofort für Rentenkürzungen sind. Habt ihr keine Eltern? Werdet ihr nicht auch mal alt? 

    Wir haben die Problematik, dass die Boomer zu wenige Kinder bekommen haben. Da müssen wir jetzt irgendwie durch. Ich würde vorschlagen, die Kohle holt man bei den Oberbonzen und nicht bei den Leuten mit 1200 Euro Rente. (Im Allgemeinen: Das Problem ist übrigens gar nicht die Kohle, sondern die Knappheit der Produktionsfaktoren. Wenn unsere Produktivität hinreichend wächst, kann auch eine relativ geringer werdende Arbeitspopulation einer ansteigende Rentnerpopulation versorgen. Da gibt es natürlich gewisse Grenzen, weshalb man, egal ob man links oder rechts ist, den Wert von Migration für den eigenen Lebensstandard verstehen sollte).

    Wenn wir übrigens nicht anfangen wild loszupimpern, noch mehr Migration zuzulassen und die Jugend sehr viel besser auszubilden wird sich die ganze Problematik auch weiter fortschreiben. Kann schon euer Gejammer hören, wenn man euch dann an die Lebensgrundlage will. 

    Über das Thema könnte man endlos quatschen. Nur noch als wild reingeworfener letzter Punkt: Werft mal einen Blick auf die Entwicklung des Bundeszuschusses zu den Renten. Dann schaut ihr euch diesen in Relation zur Entwicklung des BIPs an. Und dann wundert ihr euch hoffentlich, warum Springer und Konsorten immer so ein grenzenloses Bohei darum machen, weil die Lage da viel entspannter aussieht, als immer gelabert wird. Die Antwort natürlich: Wir sollen alle immer ärmer werden, damit die Superbonzen immer reicher werden können. Absolut jeder Diskurs muss unter diesem Gesichtspunkt beurteilt werden. Lasst euch nicht verarschen und verarmen.

  10. Die SPD wird dem niemals zustimmen, die machen nur Politik für ihr neues proletariat: Rentner und andere transferleistungsempfänger

  11. Aber zum Glück hat man 3 Mrd oder so beim Bürgergeld gespart. Respekt Union und SPD

  12. Wenn die Junge Union mehr für die Arbeitnehmer eintritt als die SPD / Jusos…. wilde Zeiten

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