Hättr nicht gedacht, dass es so viele sind…

39 comments
  1. [Link zum artikel](https://www.derstandard.at/story/2000135662891/drei-viertel-der-deutschen-medizinabsolventen-verlassen-nach-dem-studium-oesterreich)

    >Wien – 77 Prozent der deutschen Absolventen eines Medizinstudiums an einer österreichischen Uni gehen innerhalb von drei Jahren ins Ausland. Das zeigt eine Auswertung der Statistik Austria. Demgegenüber verlassen nur acht Prozent der österreichischen Absolventen das Land – zuletzt blieben sogar wieder mehr in Österreich.

    >Insgesamt hat sich die Statistik Austria die Wegzüge und Berufseinstiege von Universitätsabsolventinnen und -absolventen aus den Jahren 2008/09 bis 2018/19 näher angesehen – mit einem besonderen Fokus auf die Humanmedizin. Demnach haben in diesem Zeitraum 13.123 Österreicher und 2.360 Deutsche das Studium an den drei Medizin-Unis Wien, Graz und Innsbruck beendet (für das neue Studium in Linz gab es noch keine Zahlen, Anm.). 75 Prozent der Studienplätze sind für Personen mit österreichischem Maturazeugnis reserviert, weitere 20 Prozent für Studenten aus EU-Staaten.

    >Obwohl rund fünfeinhalbmal mehr Absolventen aus Österreich stammen, sind damit in absoluten Zahlen wesentlich mehr Deutsche (rund 1.800) als Österreicher (1.050) ins Ausland gegangen.

    >Betrachtet man nur die österreichischen Medizinabsolventen, fällt auf, dass sie im Vergleich zu anderen Ausbildungsfeldern relativ häufig wegziehen. In den vergangenen Jahren ging dieser Anteil allerdings leicht zurück.

    >Ähnlich Resultate erhält man, wenn man sich die Erwerbstätigkeit der Absolventen ansieht. Lediglich 21 Prozent der deutschen Diplomabsolventinnen und 24 Prozent der deutschen Diplomabsolventen in der Humanmedizin waren demnach 18 Monate nach dem Abschluss in Österreich erwerbstätig. Bei den österreichischen Absolventinnen liegt der entsprechende Anteil bei 78 Prozent, bei den Absolventen bei 81 Prozent. (APA, 12.5.2022)

  2. und genau deshalb brauchen wir keine piefke auf der uni,und wenn nur mit 3 fachen studiengebühren

  3. Wirklich blöd, aber wenn ich mir anschau, was die Ärztekammer für Abgaben verlangt, verstehe ich es auch wieder irgendwo.

  4. Ein Freundin von mir hat in Graz Medizin studiert und alle ihrer Deutschen Studien Kollegen sind wieder nach Deutschland gegangen.

    Also ich schließe mich anderen an, mich wunderts das so viele bleiben.

  5. Warum können wir nicht hohe Studiengebühren einführen, die durch 10 Jahre Arbeit im österreichischen Gesundheitswesen abgearbeitet werden können?

  6. Kenne genug Österreicher die den Test (damals ems) nicht geschafft haben, in Deutschland studiert haben und jetzt wieder hier sind. Geht in beide Richtungen.

  7. Also ich bin ja dafür, dass jeder, der in Österreich Medizin studiert für eine bestimmte Zeit hier als Arzt arbeiten muss. Quasi als Gegenleistung fürs gratis Studium. Ich hab kein Problem damit, dass die Leute dann irgendwann wieder zurückgehen, aber nur nehmen und nichts geben, das ist für mich einfach nicht in Ordnung.

  8. Es is blöd, weil gerade Medizin ein eher teures Studium ist (für den Staat). Weil ansonsten seh ichs nicht als großes Problem, viele Studenten zu haben. Die bringen ja auch Geld ins Land, werden von ihren Eltern gesponsort usw.

    Bei den Zahlen, die ich so pro Studienplatz finde, ist das zwar trotzdem ein Minusgeschäft, allerdings könnte es langfristig natürlich trotzdem gut sein, wenn z.B. besonders die bleiben, die in der Forschung tätig sein wollen usw.

    Anstatt sie rauszuschmeissen, sollte eher die EU ausgleichende Zahlungen vorsehen. Immerhin ist die EU ja der Grund, warum man hier so wenig Einschränkungen vornehmen darf.

  9. Nicht überraschend, der Verdienst ist in D mWn besser. Plus Nähe zur Familie, Heimat etc.

    Anstatt sich darüber zu echauffieren, sollte man halt vlt mal Konzepte entwickeln wie wir talents aus anderen Ländern zum bleiben bewegen können, bspw durch bessere Arbeitsbedingungen oder besseren pay day.

    Die EU ist eine große Chance leicht qualifizierte Leute as dem EU Ausland anzulocken. Wir tuns halt nicht wirklich.

    For reference, die UK bspw handhabt es ähnlich – die locken qualifizierte Ärzte mit einem sehr guten salary; in anderen Worten sie outsourcen die Ausbildung von Ärzten.

    Aber realistisch betrachtet, wieso sollte ein qualifizierter Arzt sich für Österreich entscheiden? Schweiz, UK, US, D zahlen alle besser, in den ersten 3 Fällen sogar um einiges besser

  10. Wir haben trotzdem einer der höchstens Ärztedichten.

    Unsere System ist einfach komplett ineffizient

  11. Und umgekehrt gehen genug mit der 1.0 Matura nach DE und bekommen über den NC einen Studienplatz. Von denen kommen die meisten auch wieder zurück und anders als bei uns gibt es dort keine Deckelung bei 15% der Plätze.

    Es bringt nix, sich darüber aufzuregen, beide Aufnahmeverfahren sind ein Witz.

  12. Hier ein paar Gedanken dazu:

    1. Es können maximal 25% der MedStudenten aus DE sein, 75% der Studienplätze sind für Österreicher reserviert, wenn man das bedenkt ist eine Abwanderung von 77% von 25% nicht so viel.
    2. Meiner Meinung nach ist der Gesundheitssystem in AT besser als das in DE, aber wenns so weiter geht gibt´ sich das bald nicht mehr viel.
    3. Es würden mehr bleiben gäbe es nicht überall diesen casual racism gegen deutsche. An der Klinik bin werde ich anders behandelt sobald ich als deutscher identifiziert worden bin, teilweise werden mir sogar indirekt Vorwürfe gemacht. Einmal hat sich eine lange beschwert drüber das mein Abi-Zeugnis hier in AT anerkannt wird.
    Ich würde gerne hier bleiben, aber man wird von manchen wirklich komisch behandelt.
    4. Nachdem die Matura 1:1 in das deutsche NC System übernommen wird gibts viele Österreicher die in DE studieren und dann wieder zurückkommen, in DE gibts genauso einen Ärztemangel.
    5. Die EU hat auch viele Vorteile für AT gebracht, auch monetär. Mein Studium wird nicht allein vom armen Arbeiter oder Bäcker um die Ecke finanziert sondern auch vom Handel nach DE und von den Geldern aus DE die hier ausgegeben werden.

  13. Wundert mi nid wenn mann nach 6 jahren studieren in österreich danach trotzdem mit €1600 in ein kollektivvertrag einsteigen muss
    Lmfao der österreichische staat ist ein witz!

  14. Weiß jemand an dieser Stelle, ob es auf europäischer Ebene Ausgleichszahlungen gibt, die Studienplätze finanzieren?

    Ich meine da etwas gehört zu haben, es ist aber noch keine Diskussion dazu über halbwissen hinaus gegangen

  15. Wie siehts eigentlich bei uns Südtirolern aus? Kann mir nicht vorstellen, dass da die Zahl so hoch ist wie bei den Deutschen.

    Gut, ich habe noch ein wenig Zeit, aber eigentlich sieht mein momentaner Plan schon vor, in Österreich zu bleiben, wenigstens bis zum Facharzt.

    Deutschland interessiert mich Null, Schweiz dito, Südtirol ist mir zu wenig Spezialisiert(gibt z.B. keine Kinder ICU) und im restlichen Italien muss man sich über einen national einheitlichen Test die entsprechende Facharztausbildung sichern, und wenn man Glück hat zu matchen, landet man am Ende doch wieder irgendwo in der Pampa, bei ziemlich mieser Bezahlung(1700 **brutto**).

    Also mir persönlich erscheint die Facharztausbildung in Österreich(trotz Turnus, und Zwangsabgaben) immer noch als die weitaus Beste Option.

  16. Ich glaub das ergibt mit den österreichischen Studenten, die in DE Medizin studieren und nachher wieder zurückkommen ein recht gutes Gleichgewicht. In Deutschland kommt man ohne Aufnahmeprüfung mit guten Noten rein und in Österreich kommt man mit schlechteren Noten und einer guten Aufnahmeprüfung rein.

  17. Kann mir jemand erklären wieso das so ist?
    Ich würde jetzt einmal Schätzen wegen dem im Vergleich zu anderen Ländern “niedrigen” Gehalt in Österreich in der Branche.

  18. Das hat vermutlich gleich viel mit dem deutschen Studiensystem zu tun wie mit dem Österreichischen Einbürgerungssystem.

  19. Ich finde das so komisch wie das in Ordnung sein kann. Ich habe absolut nichts dagegen wenn jemand aus dem Ausland herkommt und bei uns studiert – kann ja jeder dasselbe bei uns andersrum machen. Trotzdem ist es komisch wenn ich in Innsbruck beim Studium der einzige in einem Kurs bin der Österreicher ist, der Rest kommt aus Deutschland. Ich habe letztens rumgefragt und keiner hat gemeint er würde nach dem Studium in Österreich bleiben (Warum auch?). Ich finde das sehr schade und politisch wird da sowieso überhaupt nicht geredet, aber wo wird es das schon.

  20. Woher hast du die Info dass ma in UK als Arzt deutlich mehr verdient? Hab zufällig relativ viele freunde die in UK medizin studieren und viele von denen wollen aufgrund des Gehalts keine Arzt laufbahn einschlagen. Gerade am Anfang verdient man 30k£ und für London ist das relativ wenig. Als Consultant kommt man auf ungefähr 100k grundgehalt was vergleichbar mit dem gehalt eines oberarztes ist. Es stimmt dass viele consultants sich privat noch was dazu verdienen, das ist in Ö aber auch nicht anders. Im übrigen ist es relativ egal ob man Neurosurgeon oder irgendwas anderes macht die verdienen beim NHS alle ähnlich privat ist das natürlich anders. Als NHS Arzt verdienen sogar eher die Gp‘s mit eigener surgery am meisten. Und weil du so sehr auf Neurosurgeon fixiert bist von denen gibt es momentan einen massiven überschuss in Uk was heisst dass es sehr viel schwerer ist Consultant zu werden als in anderen Fachgebieten. Hier noch ein link für den NHS base pay. https://www.healthcareers.nhs.uk/explore-roles/doctors/pay-doctors/pay-doctors

  21. Meiner Meinung nach sollte man mit Abschluss des Studiums in irgendeiner Form zwangsverpflichtet werden entweder eine Kassenstelle annehmen, paar Jahre im Spital arbeiten, oder halt eine sechsstellige Ausbildungsgebühr zahlen müssen.

    Die Leute kämpfen um jeden einzelnen Platz und wir bieten hier einfach mal Entwicklungshilfe für die Deutschen.

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