Es ist das 45. Spiel für Trainer Didi Kühbauer beim LASK – und das erste Linzer Derby. Am Samstag sind die Athletiker in der Fußball-Bundesliga bei Blau-Weiß Linz zu Gast (17 Uhr, Liveticker auf nachrichten.at). “Ich kann kaum noch schlafen”, beschrieb Kühbauer augenzwinkernd die Aufregung vor der Premiere. In seiner ersten Amtszeit bei den Schwarz-Weißen war der Gegner noch Zweitligist gewesen.

Kühbauer hat als Spieler und Trainer bei Rapid praktisch alle Emotionen bereits erlebt, die ein Derby hervorrufen kann. Den Derby-Kick als Aktiver hat er geliebt. “Da warst du während des ganzen Spiels ungut zum Gegner – und nach dem Match hast du dich wieder gut verstanden”, erinnerte sich der 54-Jährige an frühere Zeiten.

Während die Rivalität in Österreich auf den Rängen weitergeht, hat Kühbauer einen anderen Zugang kennengelernt, als er 1998 mit Real Sociedad San Sebastian im baskischen Derby gegen Bilbao spielte. “Da sitzen die Fans beider Mannschaften teilweise nebeneinander auf der Tribüne und kauen Sonnenblumenkerne. Das ist eine ganz andere Fußball-Kultur.”

Wiedergutmachung geplant

In zehn Ländern hat Mitja Mörec als Profi gespielt, Derby-Erinnerungen kommen beim früheren Verteidiger aber nur von seiner Zeit in Dänemark bei Lyngby auf – “gegen Bröndby, aber das ist nicht mit Linz zu vergleichen”. Denn beide Klubs sind Kopenhagener Vorort-Vereine.

Das stärkste Derby-Gefühl spürte er in Österreich “im Grazer Derby”. Als Sturm-Spieler ist seine Bilanz gegen den GAK ausgeglichen: zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen. Als Trainer geht er am Samstag mit Blau-Weiß Linz auf eine Wiedergutmachung los: Das erste Saisonduell verlor sein Team 0:2 und ließ dabei vollkommen die Energie vermissen.

Das will er am Samstag kein zweites Mal sehen und strich die 120 Cup-Minuten gegen Hartberg gleich von der Liste möglicher Ausreden. Mörec: “Wenn die Müdigkeit kommt, werden wir Energie von unseren Fans tanken.”

Der LASK hat mit zuletzt drei Zu-null-Siegen in den drei Spielen unter Kühbauer Selbstvertrauen aufgeladen, der Trainer hat noch mit Wolfsberg in der laufenden Saison ebenso gegen Blau-Weiß Linz gewonnen (3:0).

Die Athletiker können mit einem vierten Sieg in Folge unter die ersten sechs springen, Blau-Weiß Linz will nach zwei Bundesliga-Niederlagen wieder aus dem Keller klettern – und für die Fans steht ohnehin mehr auf dem Spiel als drei Punkte.

Viertes unterschiedliches Trainerduell

Im sechsten Derby seit dem Aufstieg von Blau-Weiß Linz gibt es das vierte unterschiedliche Trainerduell: Thomas Sageder (LASK) und Gerald Scheiblehner (Blau-Weiß Linz) feierten jeweils 2:0-Siege, Scheiblehner gewann danach die erste Partie gegen Markus Schopp 2:0, das zweite Spiel endete torlos.

Nach dem 2:0 im ersten Duell der laufenden Saison verabschiedete sich Joao Sacramento beim LASK. Mitja Mörec bekommt am Samstag gegen Didi Kühbauer seine zweite Derby-Chance.

Mehr zum Thema

LASK-Kapitän Sascha Horvath

OÖNplus LASK

LASK-Trainer Didi Kühbauer: “Da haben wir ein bisschen mit dem Feuer gespielt”

WIENER NEUSTADT. Der Burgenländer und sein Kapitän Sascha Horvath sprachen an, was im Derby gegen Blau-Weiß Linz am Samstag nicht passieren darf.

Günther Mayrhofer

Raphael Watzinger

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info
Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre “meine Themen” Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.


Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.