Inspiriert vom 2025 Film „The Long Walk – Todesmarsch“ bin ich ohne Vorbereitung rund 60 km gegangen. Der Weg dauerte etwa 14 Stunden (16:00 – 6:00) mit einer halben Stunde Pause im McDonalds an der Autobahn. Ich trug drei Kleidungsschichten, Wanderschuhe und einen Rucksack mit zirka 8 kg. Die letzten zwei Jahre habe ich absolut keinen Sport gemacht, deshalb sehe ich dieses kleine Abenteuer als ziemlich großen Erfolg.

Würde so eine Distanz niemandem empfehlen, aber ich wollte einfach meine Grenzen testen und zeigen, dass Durchhaltevermögen manchmal wichtiger als körperlicher Zustand ist.

Wie weit seid ihr schon gewandert? Welche österreichischen Strecken mögt ihr besonders? Habt ihr ähnliche riskante Erfahrungen gemacht? Ich freu mich auf eure Kommentare 🙂

Und denkt daran: es ist nie zu spät, einfach loszugehen.

P.S. Vielen Dank an die Hotel-Rezeptionistin in Poysdorf für den kostenlosen Striezel und an die Wilfersdorfer:innen für das gratis Essen. Ich liebe euch <3

by DustAlert1921

26 comments
  1. Gibts da keine alternativen Wanderwege statt der Straßen?

  2. gratulation 🙂 die strecke schaut teilweise nicht sehr “walkable” aus, bist da die bundesstraße entlang gegangen?

  3. Das letzte Bild kannst auf r/GeoguessrAustria hauen

  4. Schöne Leistung, das kann nicht jeder!

    Falls es jemanden interessiert, frische Berufssoldaten beim Bundesheer müssen als Prüfung ca. die gleiche Länge absolvieren aber mit 30 kg Gepäck und mit regelmäßigen Wissens- & Skillprüfungen am Weg

  5. Bin ein Freund von solchen Ideen. Was war bei dir der Grund? Bloß so?

    Warum gerade von 16:00 – 06:00? In der Dunkelheit? Warum nicht tagsüber?

    Was hast du alles erlebt, was ist dir in Erinnerung geblieben?

  6. Ist das aus dem Tagebuch von Elch Emil?

    (Feine Sache, wenn du das einfach so ohne vorherigen Sport angehst – vielleicht wird ja mehr daraus. 🙂 )

  7. Und da nimmst du bewusst die Strecke des Brünner Todesmarsches? Die Boomer in meiner Familie sind davon jetzt noch traumatisiert. 

    Ansonsten sehr cool 😉

  8. Ich hab im Vollsuff nach dem Fortgehen auch schon absolut irrationale Wege zurückgelegt, aber in Tschechien bin ich bis jetzt noch nie gelandet (oder, Gott bewahre, in Wien)

  9. An einen Stück ist wild, ansonsten sind Wallfahrten nach Mariazell z.B. nachwievor relativ verbreitet, aber da gehst a mehrere Tage

  10. Haben für einen freien Tag in der HTL Zeit mit Freunden den Vierbergelauf absolviert, zwei Mal 😅
    Beim zweiten Mal war es richtig schlimm, da man ja weiß, wie weit es noch ist. Schön war es trotzdem, weil man sich viel erzählen kann (glaube es waren 55km).

    Würde ich dir auf jeden Fall eher ans Herz legen, wegen der schönen Natur. Jetzt bist du ja ein bisschen vorbereitet 😉

  11. Ich mach sowas gern in meiner Freizeit lol. Streb halt normalerweise die 40 km aber sind auch schon mal 55 km geworden.

    Am liebsten gleich was längeres und nicht nur 1 Tag.

    Pass auf, macht süchtig ;D

    Aber such dir das nächste Mal nicht die Straße aus…. gibt auch in Ö super Weitwanderwege, zB die 10 großen. Mein erster war der Nord-Süd 05.

    Edit: würd außerdem Trailrunner empfehlen

  12. Nice. Im Film waren es ca. 400 Meilen dh. 640 km also ja, so die Richtung stimmt, wobei man das vermutlich nicht vergleichen kann, da du ja auch Pausen eingelegt hast. Marschieren ohne Pause ist echt nochmal ein anderes Level. Glückwunsch zu der Leistung!

  13. Freissig, freissig, alle 60! Gut gemacht!

    Wir waren einmal in Dänemark auf Urlaub und meine Freundin meinte, sie würde gerne zu einem Leuchtturm (und zurück) gehen. Waren hin und zurück 26km, flach, aber teiweise brutaler Gegenwind.

    Auf den Fotos schauts so aus, als wärst du auf der rechten Seite gegangen, ist nicht immer zu empfehlen… 😉

  14. Ich bin vor 2 Jahren von Wien Stephansplatz nach Bratislava-Petrzalka gegangen, mit Zwischenstopp in Hainburg auf einen Burger. Das Ziel war, die 100 000 Schritte am Tag zu knacken, was ich schlussendlich auch geschafft hab, indem ich mich an der Donau gehalten hab und zuhause (fast um Mitternacht) noch eine Runde um den Block gegangen bin. In Hainburg hätte ich aber ehrlich gesagt schon fast aufgegeben, weil mir alles weh getan hat und ich nach dem Gasthaus kaum noch aufstehen konnte. Hab dann durchgepusht und bin auch froh drüber, aber würds in der Form nicht nochmal machen 🙂

  15. Ehrliche Gratulation

    Klingt als ob es dir gerade nicht so gut gehen würde, und da hast Du Dir also bewiesen, dass Du biss hast. Und Du wärst nicht der Erste, der aus einer Krise heraus entdeckt, dass Ihm oder Ihr das Gehen langer Distanzen gut tut. Also im Zweifelsfall keep on walking!

  16. Finde ich sehr cool, eben oder gerade weil du auf diesen trostlosen Bundesstraßen unterwegs warst, und in der Nacht ist es eine Spur entmutigender. Jetzt NY-LA!

  17. Darunter die größte Leistung ist, durch Poysdorf zu kommen ohne sich anzuspeiben.

  18. Habe schon öfters 3 Tageswanderungen mit ca. 30-35 km/Tag gemacht und das war teilweise echt zach, wenn man mal viele Höhenmeter hatte oder Längere Strecken in der prallen Hitze neben Landstraßen gegangen ist.
    Aber 60km in der Nacht, größtenteils neben Landstraßen/Bundesstraßen ist schon eine ordentliche Leistung, Hut ab.

  19. Ich bin heuer zum dritten mal den [Sternsteintrail](https://sternsteintrail.at/) gegangen. 42,2 km mit 1650 Höhenmetern.

    Und ja, während man da so dahingeht und eigentlich recht stolz auf sich ist, kommen einem Leute entgegen, die das ganze gelaufen sind, und jetzt die gleiche Strecke gemütlich zurücklaufen weil das noch nicht erfüllend war.

  20. Gratulation.

    Kannst stolz auf dich sein.

    (Kein versteckter Sarkasmus)

  21. Du hast leider die 3 meilen pro stunde nicht eingehalten. Du weißt was das heißt… der Major wartet schon mit dem ticket.

    Spaß beiseite, coole Sache!

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