[Finnland im Eilmarsch auf dem Weg in die NATO – und Österreich?](https://kurier.at/politik/ausland/finnland-auf-dem-weg-in-die-nato-und-oesterreich/402004779)

Nach dem Finnland nun der Nato beitreten wir und laut “Insidern” Schweden bald folgen wird ([Quelle Standard](https://www.derstandard.at/story/2000135648616/finnland-wird-nato-beitritt-beantragen))
Sollte Österreich auch dem Militär Bündnis beitreten oder nicht?

38 comments
  1. Ja zum Beitritt.
    Neutral = wehrlos. Bis jetzt nutzen wir die Sicherheit in Europa durch die NATO aus ohne und aktiv daran zu beteiligen.

  2. Da die Mehrheit der EU-Staaten Mitglieder der NATO sind und es eine Beistandsklausel (nicht zwingend militärisch) innerhalb der EU gibt, ist eh naiv zu glauben, dass man neutral bleiben kann. Daher kann das stalinistische Relikt der Neutralität Österreich in Frage gestellt oder abgeschafft werden.

    Ich find bspw. auch die ungarischen Wähler und Wählerinnen völlig verblendet, welche Orban mit der Begründung “den Frieden in Ungarn wahren” gewählt haben, da sie in der EU und in der NATO sind. Da kann Orban nichts dran ändern, wenn der Krieg auf EU und oder NATO Staaten übergreift.

  3. Wir sind in der EU und von NATO Ländern umgeben, es kann uns eh niemand was machen ohne davor einen Weltkrieg anzufangen, Binnenland in der Mitte Europas sei dank.

    Man müsste dafür aber den Staatsvertrag ändern, den wir in der Form nur mit dem Versprechen der ewigwährenden Neutralität bekommen haben, ergo bissi Siegermächten ans Bein pissen, ohne wirklichen Gain

  4. Naja, da wir praktisch von der NATO umzingelt sind kann uns eigentlich eh keiner angreifen ohne vorher durch ein NATO Land zu müssen. Deswegen ist unsere Position eigentlich ganz cool, weil wir profitieren davon ohne dazu beizutragen.

  5. Ein gemeinsames Verteidungungsbündnis der EU-Länder würd ich mir einreden lassen, aber keinen
    Beitritt zur US-geführten NATO.

    Wir müssen den Einfluss von USA, China und Russland in der EU zurückdrängen, nicht ausbauen.

  6. Einen NATO Beitritt kann sich Österreich ja gar nicht leisten, denn wir müssten ja 2% unseres BIP‘s in die Armee stecken. 1., haben wir das Geld garnicht und 2., könnte die Tanner mit soviel Budget gar nicht umgehen.

  7. Eigentlich völlig egal. Unser Militär ist eh zum Vergessen, wir sparen uns halt die NATO-Beistandspflicht, während wir von denen trotzdem verteidigt werden müssen. Ist halt ein bisschen die Trittbrettfahrer-Rolle, aber das machen wir eh gerne 😉

  8. Wenn die Nato kriege unterbindet wie in Bosnien dann ja. Wenn wir zuschauen wenn USA oder Russland die kleinen vermōbeln dann nicht. Es gibt Kriegsrecht und Gründe für einen Krieg. A paar hanseln die ihren eigenen Staat ausrufen in dem Fremden Land is keiner. Idioten die in ein Haus fliegen und das nicht offiziell auch nicht.

  9. ich persönlich bin eher gegen einen Beitritt, da ich eine militärische Neutralität als etwas sehr besonderes/wertvolles empfinde, das für noch viel länger bewahrt werden sollte.
    Die Tatsache, dass *niemand* sich von uns bedroht fühlen muss, da wir Neutral sind, hat mMn viele Vorteile.

    was bringst uns, nicht neutral zu sein.. verteidigen könn ma uns eh nicht

  10. Ein Beitritt in die NATO würde dem Österreichischen Bundesheer einen Zweck geben, und diese müsste sich zwangsläufig modernisieren und Professionalisieren, was früher oder später auf ein Berufsheer hinausläuft.
    Und ein solches hätte keinen Platz für den ganzen Wasserkopf und den Ruß der das Heer an jeder Reform hindert und am Status quo festhalten will, nur mit noch mehr Geld das versickern kann.
    Also mmn wäre das das beste was uns passieren kann aber auch eine Menge Arbeit…

  11. Du warst nicht beim bundesheer oder? Ohne mich jetzt wirklich auszukennen aber meine Erfahrung nach 8 Monaten Grundwehrdienst war dass wir sicher keine armee mit NATO Standards haben. Also das wäre ja auch erstmal die Voraussetzung, da sind wir Finnland ja auch um einiges Unterlegen behaupte ich jetzt mal

  12. Nein. Die Neutralität und Selbstständigkeit Österreichs sind (wären) zwei unserer wichtigsten Werte. Spätestens seit dem EU-Beitritt wurde zumindest die Selbstständigkeit mächtig verdünnt. Die Neutralität aber, abgesehen von den verfassungsgesetzlichen Verpflichtungen des Staatsvertrags, war bisher immer die Grundlage für Österreichs Rolle als Vermittler zwischen den Blöcken. Die sollte sie weiter wahrnehmen.

  13. Endweder NATO-Beitritt oder wehrhafte Neutralität nach Schweizer Vorbild. Die Lebenslüge “mia san neutral, uns tuad kana was” ist spätestens seit dem Einmarsch Putins nicht mehr aufrechtzuerhalten. Und … wenn wir schon einen overlord auswählen müssen (und danach sieht es aus), dann bitte die USA und nicht Russland.

  14. Ja, oder eine andere Variante eines europäischen Verteidigungsbündnisses. Hauptsache ein einheitlicher Rahmen für die gesamte EU.

  15. Österreich ist umzingelt von Nato ländern. Wenn uns jemand angreifen will muss er durch Nato gebiet.

  16. Lieber ein kleines Berufsheer im Nato verbund als eine unbeliebte Wehrpflicht.

    Für die die sich Sorgen um den Zivildienst machen einfach ein Soziales Jahr einführen ( außer die die zum Heer wollen)

  17. Ich bin seit dem Zerfall der Sowjetunion dafür. Jetzt erst recht.

    Klares ja.

    Hab mich damals gefreut, dass es diese Wixxer im Osten so aufprackt hat und hab mir gedacht, dass wir jetzt der Nato beitreten können. Und dass das wohl jedem anderen auch klar ist, dass niemand dort mehr was sagen kann bezüglich des Versprechens neutral zu bleiben. Hätte mir auch nicht gedacht, dass in den ex-russischen Besatzungszonen die Leute so schnell vergessen.

  18. Nato: ja. -> Berufsheer only: ja. -> GWD/Zivildienst: nein -> verpflichteter Sozialdienst 6 Monate für ALLE (Ausnahme für Alleinerziehende, Berufsoldaten).

  19. Das Bundesheer gehört besser organisiert und die Verteidigungsfähigkeit Österreichs verbessert. Das kann man durchaus mit einigen BerufssoldatInnen, Wehrpflicht und Miliz machen. Ich hielte es für sinnvoll, die Wehrpflicht für beide Geschlechter einzuführen, auch mit dem Ziel, dass das Bundesheer nicht so ein Machoschuppen bleibt.

    Ob man damit dann in der NATO oder “nur” in einem EU-Verteidigungsbündnis mitspielt, kann man sich später noch aussuchen. Im Kalten Krieg war’s angeblich so, dass, wäre er irgendwann heiß geworden, das neutrale Österreich von beiden Seiten angegriffen worden wäre. Insofern hätte uns die Neutralität damals im Kriegsfall wohl nicht viel gebracht.

  20. Einerseits: Unnötig, weil wir von NATO unzingelt sin, es gibt keinen Landbasierten Angriffsweg ohne durch ein NATO Land zu gehn. Ausserdem hat die EU auch eine mutual defense clause. Ausserdem sind wir theoretisch “neutral”

    Andererseits: Es wäre fair wenn wir auch was zu dem Schutz beitragen den wir wegen unserer Lage geniessen, es würde einen effektiveren Schutz gegen Atom- Erstschläge bieten (dafür braucht man ja keinen Landangriff), und es positioniert uns und unser Militär klar auf der Weltpolitischen Szene, und gibt unserm Militär bissl einen Sinn. (Technisch gesehen war die Neutralität ja freiwillig, davon steht nix im Staatsvertrag)

    Disussion start!

  21. Ich glaub eine Neutralität Österreichs (auch wenn sie oftmals nur auf dem Papier besteht) ist einem Wehrbündnis vorzuziehen. Österreichs Militär würde nicht großartig zur NATO Stärke betragen. Gleichzeitig ermöglicht Österreich als nicht NATO aber EU Land eine Art ‘neutralen Boden’ und Schlichter für NATO Mitglieder und solche die es nicht sind. Außerdem ist Österreich nahezu einkesselt von NATO Ländern. Jede Armee die da durchkommt hat bereits die Vernichtung der westlichen Welt hinter sich.

    Aber zugegeben ist meine Meinung als Ausländer auch durchaus gebiased.

  22. Bin pro Beitritt. Das unleidige Verstecken hinter der Neutralität, wie sie damals verhandelt wurde, um nicht helfen zu müssen, während die NATO uns Schutz geben soll is a Witz. In Europa können ma sowieso nur so weiterexistieren, wenn ma irgendwann richtung EU-/oder zumindest Mitteleuropäischem-Heer wandern.

  23. Ich bezweifle, dass so was nötig sein würde.

    Selbst wenn man die Neutralität Ignoriert, scheint Österreich nur verlieren zu können. Es ist bereits von anderen NATO Ländern umgeben und von der Schweiz würd ich mir Auch nicht viel Aggression erwarten. Vermutlich würde es einfach nur Russland nerven, und nichts weiteres für irgendwen ändern.

  24. Wir können uns nicht selbst verteidigen, wollen aber, dass andere es für uns tun, würden dies aber nicht für andere tun.

    Das Problem ist, dass wenn der Etats des Heeres erhöht wird, gibt es keine Garantie auf sinnvolle Verwendung und zudem die Gefahr, dass damit z.b. der Sozialstaat darunter leiden wird.

    Ich wünsche mir eine vernünftige Analyse der Situation, der Möglichkeiten Österreichs mit Bezugnahme auf das Terrain das verteidigt werden soll und dann sollen Schritte folgen.

  25. Eindeutiges Ja – Österreich ist ohne Bündnis und mit dem jetzigen Heer komplett aufgeschmissen. Die Neutralität ist auch eher farce da man eh nicht leicht neutral bleiben kann

  26. Find ich nicht gut…

    Wo solln dann die ganzen Spione hin die derzeit in Wien stationiert sind? Die würden auf einen Schlag arbeitslos werden. Spy lifes matter!

  27. Sehe ich keinen benefit für.
    Wir sind bereits umringt von Nato und solange wir keine Grenze zu einem Aggressor haben brauchen wir auch kein Militärbündnis.

  28. Die Schweiz ist mir ihren Neutralitätskonzept sehr gut gefahren und ich verstehe nicht, warum junge Menschen besonders gern in der Nato wären. Da müssten wir uns im schlimmsten Fall auch an unnsinigen und völkerrechtswidrigen Angriffskriegen beteiligen wie Irak, Afghanistan oder die “glorreiche’ Bombardierung von Tanklastern oder Hochzeiten. Auch würde es etwas schlecht um die Zukunft des Wehrdiensts aussehen. Weil die Nato sicher nicht Österreich im aktuellen Modell übernimmt. Auch stellt sich die Frage, was Reservisten machen wenn sich die Lage nun ändert und Österreich nicht mehr neutral ist. Weil wenn Österreich nicht mehr neutral ist, will ich auch sicher kein Teil der Reserve mehr sein. Ich verteidige ein neutrales Land gegen jeden Angreifer. Ich lasse mich aber sicher nicht rückwirkend von heute auf morgen und ohne ausreichenden demokratischen Prozess zum Nato-Soldaten in spe machen.

Leave a Reply