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Eine deutsche Biathlon-Hoffnung hat mit dem Tod von Laura Dahlmeier noch zu kämpfen. Bei Erinnerung an die ehemalige Biathletin flossen bei ihr Tränen.

München – Bei der Erinnerung an ihren speziellen Moment mit Laura Dahlmeier kommen der deutschen Biathlon-Hoffnung Selina Grotian schon nach wenigen Sekunden die Tränen. „Ich weiß noch ganz genau, letztes Jahr in Kontiolahti ist sie extra noch mal mit mir eine Runde gelaufen“, erzählt Grotian vom Saisonauftakt der Vorsaison, ehe ihr die Stimme versagt.

Das Lachen verbindet. Selina Grotian wird Laura Dahlmeier in guter Erinnerung halten.

Das Lachen verbindet. Selina Grotian wird Laura Dahlmeier in guter Erinnerung halten. © 
IMAGO / Gabor Baumgarten und IMAGO / foto2press

Der neue Biathlon-Winter, der am Samstag (13.15 Uhr/ARD und Eurosport) mit zwei Staffelrennen beginnt, wird ein anderer sein. Eigentlich hätte Dahlmeier ab kommenden Dienstag (15.30 Uhr/Frauen-Einzel) beim ersten Weltcup in Östersund wieder als ZDF-Expertin mit ihrer Expertise das deutsche Fernsehpublikum durch die Olympia-Saison geführt.

Die Biathlon-Welt trauert

Doch nach ihrem tragischen Unfalltod, als die 31-Jährige am 28. Juli in Pakistan bei einem Steinschlag tödlich verletzt wurde, bleibt ihr Platz leer. Die neue Saison wird geprägt sein von der Abwesenheit einer Persönlichkeit, die sowohl als Athletin als auch als Medienexpertin unvergessliche Spuren hinterlassen hat.

Auch TV-Kollege Sven Fischer trauerte um Dahlmeier, wollte aber eine besondere Tradition aufrechterhalten. Grotians emotionale Erinnerung an die gemeinsame Runde in Kontiolahti zeigt exemplarisch, welchen menschlichen Eindruck Dahlmeier bei ihren Kolleginnen und Kollegen hinterlassen hat. Diese persönlichen Gesten machten die zweimalige Olympiasiegerin zu mehr als nur einer erfolgreichen Sportlerin oder kompetenten Fernsehexpertin.

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Die Biathlon-Welt muss nun lernen, ohne eine ihrer prägendsten Figuren auszukommen. Während die Athletinnen und Athleten auf der Loipe um Siege kämpfen werden, wird im deutschen Fernsehen ein Platz dauerhaft unbesetzt bleiben – als stille Erinnerung an eine Frau, die den Sport mit ihrer Expertise und ihrer Herzlichkeit bereichert hatte. (tb)