Mehr Menschen aus der Ukraine kommen nach Niedersachsen | ndr.de

Eine Hand hält einen ukrainischen Reisepass.

Stand: 28.11.2025 08:44 Uhr

Aus der Ukraine flüchten derzeit wieder mehr Menschen nach Niedersachsen. Zahlen des Innenministeriums zeigen, dass vor allem junge Männer im Alter von 18 bis 26 Jahren kommen.

Innerhalb weniger Monate habe sich die Zahl der ukrainischen Geflüchteten fast verdreifacht, teilte das Innenministerium auf Anfrage des NDR Niedersachsen mit. Während im August 2025 etwa 1.000 Geflüchtete über das sogenannte FREE-Verteilsystem nach Niedersachsen kamen, waren es im Oktober rund 3.360. Auch in der Region Hannover und der Stadt Braunschweig sind die Zahlen seit September leicht gestiegen. Im Landkreis Harburg wurden in den vergangenen Wochen zwischen 15 und 20 ukrainische Geflüchtete pro Woche zugewiesen. Davor sei noch so gut wie niemand gekommen, teilte ein Landkreissprecher mit.

Mehr Ukrainerinnen und Ukrainer leben in Niedersachsen

Zum Stichtag 16. November lebten nach Angaben des Innenministeriums 119.203 Vertriebene aus der Ukraine in Niedersachsen, also Ukrainerinnen und Ukrainer mit Aufenthaltstitel oder Visum. Im August dieses Jahres lag die Zahl noch bei 114.353 Menschen. Zum Vergleich: Vor rund einem Jahr – im Dezember 2024 – waren es rund 113.000 Menschen. Nicht alle Geflüchteten aus der Ukraine, die in den vergangenen Monaten über das FREE-System nach Niedersachsen gekommen sind, leben weiterhin hier. Das kann nach Angaben des Landkreissprechers unterschiedliche Gründe haben. So kann es sein, dass Geflüchtete zum Beispiel Niedersachsen zugewiesen werden, dann aber nicht auftauchen. Oder sie reisen wieder aus oder ziehen um, nachdem sie erstmals registriert wurden.

Viele junge Männer aus der Ukraine

Auffällig ist: Es kommen vor allem mehr junge Männer nach Niedersachsen. Lebten laut Innenministerium Anfang September dieses Jahres knapp 7.000 Männer im Alter von 18 bis 26 Jahren in Niedersachsen, sind es Mitte November rund 9.300. Ende August hatte die Ukraine die Regeln zur Ausreise von wehrpflichtigen Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren gelockert. Das könnte auch den Anstieg der Zugangszahlen in Niedersachsen erklären, teilte das Innenministerium mit. Eine spezifische Analyse dazu gebe es aber bisher nicht.

Zahl der Asylsuchenden eher rückläufig

Insgesamt ist die Zahl der Asylsuchenden und Geflüchteten in Niedersachsen in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das liegt laut Innenministerium unter anderem daran, dass Flüchtlingsrouten an den EU-Außengrenzen geschlossen worden sind. Das führe auch in den Kommunen zu einer spürbaren Entlastung. “Die derzeit zurückgehenden Zahlen dürfen gleichwohl nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage in vielen Regionen der Welt sehr angespannt und die Fluchtbewegungen daher volatil und schwer vorhersehbar sind”, teilte die Behörde mit. Das Land stelle sich daher auch weiterhin auf schwankende oder wieder ansteigende Zugänge von Schutzsuchenden ein.

Eine junge Frau aus der Ukraine mit ihrem Pass in der Hand in Hamburg.

Zurzeit kommen viele Geflüchtete aus der Ukraine nach Hamburg. Allein im Oktober waren es fast 894 Schutzsuchende, wie offizielle Zahlen zeigen.

Ein Mann in Turnschuhen und dunkler Kleidung geht einen Gang entlang, er hält eine Decke und eine Tüte in den Händen.

Im ersten Halbjahr 2025 gab es weniger registrierte Zugänge als im Vorjahr. Eine Massenunterkunft soll geschlossen werden.

Geflüchtete verlassen die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen am Standort Braunschweig.

Der Bund plant laut dem Flüchtlingsrat Niedersachsen, die Förderung von Asylprojekten durch EU-Mittel zu beenden.

Hannover: Ein verunfalltes Auto liegt auf dem Dach auf einer Brücke hinter Betonbaken.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen vor, bei dem Unfall in Hannover unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden zu haben.

Die Polizei Braunschweig verteilt auf dem Weihnachtsmarkt Plakate zur Diebstahl-Prävention

Im Gedränge kommt es immer wieder zu Diebstählen. In Braunschweig haben Polizisten für das Thema sensibilisiert.

Martin Monnerjahn (l), erster Vorsitzender der SG Egels-Popens, und Alexander Fink, zweiter Vorsitzender, zeigen Retter-T Shirts.

Online gibt es die T-Shirts mit Mähroboter “Robby” zu kaufen. Damit will der Auricher Verein Geld für einen B-Platz sammeln.

Ein E-Auto der Polizeidirektion Osnabrück wird elektrisch geladen

Die Idee zum Projekt kam der Behörde wegen ihrer vielen E-Fahrzeuge. Beteiligt sind auch Forschende aus den Niederlanden.

Ein Mähroboter verwüstet einen Fußballplatz.

Zwei Fahrzeuge stehen nach einer Kollision an einer Straße.