Hat mir buchstäblich den Hut hochgenommen als ich im Radio gehört habe, dass Bas auf eine umfangreiche Reform der Rente pocht.
Das nur Stunden nachdem man beschlossen hat, weiteres Geld in dieses nimmersatte System zu pumpen.
Die Shitshow geht weiter.
Ist ein toller Vorschlag, wenn man bedenkt, dass junge Menschen jetzt wieder riskieren ein Jahr später ins Berufsleben zu starten, weil sie zum Bund müssen. Das Jahr fehlt am Ende.
Und wenn man auch noch Frau ist, irgendwann – GOTT BEWAHRE – vielleicht 2 Kinder bekommt und dann ein paar Jahre nicht arbeitet, ja, dann sollte man doch gefälligst bitte bis 80 arbeiten (unter der Annahme, dass Betreuungszeit nicht als “Arbeitszeit” gesehen wird)
Weiterer Punkt: Qualifizierte Einwanderung fördert man damit sicherlich nicht.
Das wird die Akademiker sicher motivieren im Land zu bleiben und hier zu mallochen 👍🏻
“Akademiker zahlen deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet.”
Hmmm, und wer zahlt gleich nochmal wieviel ein auf 47 Jahre gerechnet?
Ist die eigentliche Strategie hier abzuwarten, bis die Hauptwählerschaft komplett verrentet ist, bis man es für die nachfolgende Generation dann anders regelt?
Generation Praktika? Mal Selbstständig gewesen? Mal paar Jahre ausserhalb Deutschlands gearbeitet? GET FUCKED.
Boah ich kanns kaum erwarten bis die SPD ausm Bundestag fliegt, die haben halt echt keinen Bezug zur Realität mehr. Da wird alles unternommen um den Rentnerwählerpool zu sichern, Hauptsache es gibt noch 3, 4 Legislaturperioden Diäten.
Keine netten Worte mehr.
Nur ĂĽber die Jahre zu argumentieren ist schwachsinn. Nach derselben Argumentation verdienen Akademiker mehr und werden dadurch doppelt belastet.
Davon mal abgesehen ist die Zahl der Menschen mit Burnout weiterhin steigend, wir können alle mal überlegen warum.
Dann lohnt sich Studieren halt irgendwann gar nicht mehr.
Während ein Azubi mit 16 oder 17 im Durchschnitt etwas über 1000€ brutto pro Monat erhält und davon einen Kleckerbeitrag in die Rentenversicherung einzahlt, braucht ein Student erst einmal Abitur und ist bei Studienbeginn 18 oder 19. Dann studiert er 5 Jahre und hält sich zusätzlich irgendwie mit Nebenjobs über Wasser, weil inzwischen kaum jemand mehr Bafög erhält und die Sätze der Inflation massiv hinterherhinken. Mit 24 fängt der Student dann zu arbeiten an und muss erst einmal aufholen, was der Azubi in der Zwischenzeit verdient hat. Teilweise ist das jetzt schon kaum möglich, weil es für das Nettoeinkommen je nach Ort und Familiensituation aufgrund der Sozialleistungen keinen Unterschied mehr macht, ob das Bruttoeinkommen bei 50.000€ oder 80.000€ liegt. Und zum Dank darf er dann noch bis 72 arbeiten.
Rentenbeginn nach Beitragsjahren festzulegen ist einfach nur beschiss.
Das bedeutet, dass jemand der früh angefangen hat zu arbeiten, deutlich mehr Rente bekommt als jemand, der später angefangen hat, aber dafür deutlich mehr eingezahlt hat.
Wollen SPD und CDU nicht einfach direkt AfD Werbung schalten? Ich mein mach’s den Leute noch einfacher dich zu hassen wenn du unter 60 bist.
So, als Akademiker muss man erst länger in der Schule bleiben um überhaupt studieren zu können, studiert dann mindestens 5 Jahre auf eigene Kosten, ist im Zweifelsfall als Doktorand der Fußabtreter der Gesellschaft, hat danach eine sechs bis acht jährige Phase der ungewissen Zukunft als Post Doc mit und soll dann nicht nur den den vorgezogen Vermögensaufbau zur privaten Vorsorge des Handwerkers nachholen nur um im Alter auch noch länger arbeiten zu müssen. Und Kinder die später Rentenbeiträge erwirtschaftet bitte auch noch.
Oder auch: wie mache ich mir die Forschung komplett kaputt.
PhD/Doktortitel sind oft wirtschaftlicher Selbstmord, aber für eine Karriere in der Wissenschaft zwingend notwendig. Die wird man sich in Zukunft dann nur noch aus reichem Elternhaus gönnen können.
Bin selber Ingenieur in der Industrie. Die älteren Kollegen um 60 herum haben häufig schon sehr viel wichtige Erfahrung, aber genau so häufig auch einfach keinen Bock mehr so richtig zu arbeiten. So ziemlich alle dieser Kollegen machen Alterteilzeit. Niemand von denen hat wirlich Bock noch länger auf die Rente zu warten, noch glaube ich, dass die Wirtschaft davon großartig profitieren würde. Mein Gefühl ist immer wieder, dass auch mein Arbeitgeber froh ist, wenn diese Kollegen früh gehen. Die verdienen nämlich gut und der Output steht da einfach oft in keinem Verhältnis mehr.
Ich hab echt keine Ahnung, wie sowas bis 72 (oder noch länger, viele sind mit 25 noch nicht durch mit dem Studium) funktionieren soll.
>Ökonomen fordern seit Jahren eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters
Wie man sieht, die meisten hier sind jetzt plötzlich doch nicht mehr auf Seiten der Ökonomen sobald es um die eigene Rente geht. Sie sind nur dabei wenn es um die Rente anderer geht.
Absolut heuchlerisches und abzulehnendes Verhalten.
> Im Detail sei es aber gerechter, auf die tatsächliche Lebensarbeitszeit zu schauen. “Akademiker zahlen deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet.”
Kann mir jemand helfen, aber ich checke das Argument nicht. Akademiker zahlen vielleicht kĂĽrzer ein, aber dafĂĽr doch deutlich mehr insgesamt, oder nicht? Ăśbrigens auch in die sonstigen Sozialkassen. Und macht das dann nicht weniger gut bezahlte Berufe mit einer reinen Lehrausbildung attraktiver? Wollen wir das?
Mir schwant auf jeden Fall Böses, wenn das schon die ersten Ideen zur „Reform“ sind. Bärbel Bas hat ja immer nur von mutigen Reformen oder keinen Denkverboten gesprochen, war aber nie konkret, da sehen wir jetzt schon mal, was auf uns zukommen kann…
Ich bin angehender Steuerberater und lege mein Examen in 27 ab. Sobald das durch und bestanden ist, ist das erste das ich mache, aus dem Saftladen der DRV auszutreten und mir meine (unverzinsten!) Beiträge zurückzuholen.
Die SPD hasst Leistungsträger, das bleibt für mich hängen. Wenn du von denen Respekt willst, musst du erst ganz unten ankommen. Wenn du aber motiviert bist und ein bisschen mehr leistest als die anderen, bist ganz schnell ein Schmuddelkind, das am besten so viel von seinen starken Schultern abgibt, damit du wieder auf dem Level drunter bist. Und dann bekommst du auch noch täglich eingetrichtert, wieviel Respekt die armen Mindestlöhner verdient haben, weil sie täglich aufstehen und zur Arbeit gehen. Ganz toll. 15% Zustimmung sind für diese Partei noch zu viel…
Wenn man nicht auf die Beitragsjahre kommt und dementsprechend privat vorsorgt, damit man trotzdem nicht bis 80 arbeiten muss, holen sie sich dort dann die Kohle über höhere Abgaben. Danke für überhaupt nichts.
In der Rentenlogik entstehen in der aktuellen Logik Beitragsmonate bereits durch einen Mini-Minijob, solange der Arbeitnehmer freiwillig 3,8 % (sic!) vom Lohn als eigenen Rentenbeitrag zahlt. Es reichen quasi < 100 Euro/Monat als Minijob: mit 1,5 Stunden Arbeit pro Woche zum Mindestlohn und ein paar Cent Eigenanteil macht man aus einem Leermonat einen Beitragsmonat.
Das könnte noch lustige Konsequenzen haben, wenn man das so lässt und den Renteneintritt daran koppelt.
Also keine Studierenden mehr, die nicht aus reichen Verhältnissen kommen?
Ich bin gespannt, wie das dann mit den Schul- und Studienzeiten gemacht wird, für die man freiwillig Rentenbeiträge nachzahlen kann. Im Moment kostet ein Monat mindestens 103,42€. Für 2 Jahre Abi (nach dem 17. Lebensjahr) + 3 Jahre Bachelor + 2 Jahre Master sind entsprechend 8687,28€ nachzuzahlen, um dann 7 Jahren eher in Rente zugehen?
Oder ĂĽbersehe ich was?
Den Vorschlag das renteneintrittsalter für sogenannte “Akademiker” zu erhöhen will ich mal sehen…
Das jemand mit 16 seine Ausbildung macht und bis zur Rente in seinem Beruf arbeitet ist einfach vorbei. Das gibt es nicht mehr. Die wenigsten hören heute mit 16 Jahren mit der Schule auf. Und selbst wenn, machen sie vielleicht eine Ausbildung, studieren dann aber später nochmal oder besuchen Weiterbildungen etc…
Diese starre Bild was da in diesem Artikel gezeichnet wird, gibt es nicht.
Viele Ausbildungen wollen heute ein Abitur. Erzieher und Hebammen sind in der Ausbildung auch akademisiert worden. Wer glaubt denn dass die bis 72 arbeiten?
Na ein Glück das ich wahrend meines Studiums durchgehend Sozialversicherungsbeiträge gezahlt habe
Dumm Frage vielleicht aber mit weniger Jahren wo Beiträge eingezahlt werden dann weniger staatliche Rente. Dann mit private Rente aufstocken oder?
Ach leckt mich doch
Direkt nachdem sich die alten Säcke gegönnt haben, wird erstmal beschlossen, dass nach ihnen keiner mehr in Rente kommt, der nicht unrealistisch lange eingezahlt hat.
Es reichen schon phasen der Arbeitslosigkeit, oder auch der geringfĂĽgigen Beschäftigung und der Renteneintritt verschiebt sich weit hinter’s Lebensende.
Das kann man im Grunde nur noch als Verbrechertum bezeichnen, wie sie den Laden auspumpen und gezielt vor die Wand fahren. Die Konsequenzen daraus mĂĽssen sie ja schlieĂźlich nicht mehr miterleben.
Dann mach es fair. Dann gehen wie alle genau dann in Rente, wenn wir Betrag X eingezahlt haben. Egal ob 35 oder 45 Jahre. Dann Deckel bitte die Einkommenssteuer ab einer Summe X oder mach den Einkommenssteuersatz nicht progressiv und in die GKV zahlt auch jeder genau den gleichen Betrag ein. Alles andere wäre sonst nur Cherrypicking gegen die (steuermäßig betrachteten) Leistungsträger
Okay also als jemand der studiert hat (und sich dabei als Hiwi von der Versicherungspflicht befreien lassen hat, weil das so von der Uni empfohlen wurde) und danach dann auf einem Stipendium promoviert hat (DFG/Förderanträge) ist man dann komplett gefickt, weil man erst mit 28 anfängt zu arbeiten und bis 75 muss?
Wenn das kommt sind meine Frau und ich ganz schnell aus Deutschland raus. In unserem Bereich auch gut möglich und für die Karriere oft empfohlen.
Spannend, mal sehen was sie mit Selbständigen machen.
Lehre, Geselle, angestellter Meister, 20 Jahre, 30 Jahre eingezahlt, dann eigenen Betrieb gegründet, also selbständig und damit meist raus aus der Rentenversicherung. Aber Arbeitsplätze geschaffen und dann erst die Rente mit 80?
Warten wir mal ab.
Finde das eine gute Ausgangsidee. Wir werden die Regelaltersgrenze so oder so anheben mĂĽssen. Wenn wir dabei das bestehende Konzept der Rente fĂĽr (besonders) langjährig Versicherte fortentwickeln, kann man dabei eben auch die oft diskutierten “Härtefälle” (der Dachdecker mit RĂĽckenleiden etc.) gut mit abdecken.
Die SPD ist von der CDU nur noch farblich zu unterscheiden.
Ich verpiss mich aus Deutschland das geht ja echt auf keine Kuhhaut mehr.
Wobei es eig. scheiĂź egal ist denn egal wie viele Beitragsjahre ich am Ende hab, es ist dann trotzdem niemand da der mir meine Rente finanziert.
Ganz ehrlich: Die ganze Idee, das Renteneintrittsalter streng an Beitragsjahren festzumachen, blendet komplett aus, dass viele Menschen *nicht aus freien StĂĽcken* weniger einzahlen konnten. Wer wegen psychischer Erkrankungen, chronischen Leiden, Pflege von Angehörigen, Schwangerschaften oder Alleinerziehung aus dem Arbeitsmarkt gedrängt wurde, wird damit faktisch bestraft – obwohl genau diese Gruppen ohnehin schon am stärksten belastet sind. Das System tut so, als hätten alle die gleichen Startbedingungen, aber das stimmt schlicht nicht. Statt sozialpolitisch nachzusteuern, schiebt man die Verantwortung auf Individuen ab, die strukturell benachteiligt sind.
Wenn man sich andere EU-Länder anschaut, wirkt das Ganze noch absurder: In Ă–sterreich liegt das Rentenniveau deutlich höher als in Deutschland, und finanziert wird das durch eine breitere Umlagebasis und höhere Arbeitgeberbeiträge – also durch politische Prioritäten, nicht dadurch, Menschen bis 75 arbeiten zu lassen. Da fragt man sich schon, warum hier ständig „Unmöglich!“ geschrien wird, während es direkt nebenan funktioniert. FĂĽr mich wirkt das eher wie ein Zeichen, dass man langfristig ernsthaft ĂĽberlegen sollte, in ein System auszuwandern, das seine BĂĽrger sozialer behandelt und in dem Alter nicht als finanzielles Risiko gesehen wird.
Was für eine unüberlegte Scheißidee. Welche Unternehmen beschäftigen denn noch 65+ jährige AN? Was passiert mit Leuten die mehrere Jahre psychisch oder körperlich nicht arbeitsfähig waren? Wer wagt dann noch den Schritt in die Selbstständigkeit? DeFacto bedeutet das für viele Menschen die Abschaffung der Rente und den Weg in die Grundsicherung im Alter. Wofür steht das S bei der SPD noch gleich?
Cool dann bin ich ja tot bevor ich jemals in Rente gehe. Dann würde ich auch gerne keine Beiträge mehr leisten, ich nehme ja auch nichts in Anspruch.
Mal ganz ungeachtet von Akademikern: Wie sieht es denn eigentlich für Eltern dann aus, die einige Jahre im Zuge von Kindern nicht im Erwerbsleben waren? Oder generell mit Eltern, die dann für 10+ Jahre zuhause bleiben zwecks Kindererziehung. Solche Fälle gibt es nach wie vor, auch wenn es seltener der Fall ist. Bekommen solche Menschen dann gar keine Rente oder müssen dann bis 80+ hypothetisch arbeiten?
Es gibt so viele Szenarien wieso Menschen viele Jahre aus dem Erwerbsleben drauĂźen sind, dass ich da schon etwas verwundert bin, dass man das in der zweiten Sekunde nicht realisiert.
Mal ganz davon ab, dass man damit das Äquivalenzprinzip sehr stark beschneiden kann und dann gibt es gleich eine Abfuhr beim BVerfG. Wirkt auf mich wieder nach einem spontanen Gedanken, den man irgendwo raushaut, ohne zuvor drüber in Ruhe nachgedacht zu haben.
>Im Detail sei es aber gerechter, auf die tatsächliche Lebensarbeitszeit zu schauen. “Akademiker zahlen deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet.”
Die Logik verstehe ich nicht. Wenn ich eine Ausbildung mit 16starte und maximal 50.000 Euro verdiene. Mein Nachbar erst mit 30 Vollzeit arbeitet, aber ordentlich Karriere Macht und 200.000 Euro im Jahr verdient, hat der mit der Ausbildung vielleicht länger eingezahlt, dafür aber insgesamt weniger.
MĂĽsste man dann nicht eigentlich eine Mindestsumme mit dem Renteneintritt verbinden?
Ob Bas so dir richtige dafĂĽr ist?
Das Problem der RV lässt sich auf verschiedene Arten lösen. Länger zu arbeiten ist eine davon.Â
Komplett an der Lebensrealität vorbei!
Die Leute werden doch ab Ende 50 Anfang 60 sowieso von den Firmen rausgelobt weil zu teuer – die finden danach eh kaum noch was VernĂĽnftiges. Von zeitweiser Arbeitslosigkeit mal abgesehen – lächerlich.
Das ist nichts als eine RentenkĂĽrzung durch die HintertĂĽr fĂĽr diejenigen, die das System jetzt gerade noch so am Leben halten – stabil!
Denken die eigentlich noch, bevor die irgendeinen Bullshit vorschlagen?
Ja, aber es wird erwartet, dass das US-Rentensystem um das Jahr 2035 herum kein Geld mehr hat, um die vollen Leistungen zu zahlen. Dann würden die Leistungen meiner Meinung nach auf etwa 70 % gekürzt werden. Momentan hat die USA eine etwas bessere Bevölkerungsstruktur, aber vielleicht nicht mehr lange.
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Hat mir buchstäblich den Hut hochgenommen als ich im Radio gehört habe, dass Bas auf eine umfangreiche Reform der Rente pocht.
Das nur Stunden nachdem man beschlossen hat, weiteres Geld in dieses nimmersatte System zu pumpen.
Die Shitshow geht weiter.
Ist ein toller Vorschlag, wenn man bedenkt, dass junge Menschen jetzt wieder riskieren ein Jahr später ins Berufsleben zu starten, weil sie zum Bund müssen. Das Jahr fehlt am Ende.
Und wenn man auch noch Frau ist, irgendwann – GOTT BEWAHRE – vielleicht 2 Kinder bekommt und dann ein paar Jahre nicht arbeitet, ja, dann sollte man doch gefälligst bitte bis 80 arbeiten (unter der Annahme, dass Betreuungszeit nicht als “Arbeitszeit” gesehen wird)
Weiterer Punkt: Qualifizierte Einwanderung fördert man damit sicherlich nicht.
Das wird die Akademiker sicher motivieren im Land zu bleiben und hier zu mallochen 👍🏻
“Akademiker zahlen deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet.”
Hmmm, und wer zahlt gleich nochmal wieviel ein auf 47 Jahre gerechnet?
Ist die eigentliche Strategie hier abzuwarten, bis die Hauptwählerschaft komplett verrentet ist, bis man es für die nachfolgende Generation dann anders regelt?
Generation Praktika? Mal Selbstständig gewesen? Mal paar Jahre ausserhalb Deutschlands gearbeitet? GET FUCKED.
Boah ich kanns kaum erwarten bis die SPD ausm Bundestag fliegt, die haben halt echt keinen Bezug zur Realität mehr. Da wird alles unternommen um den Rentnerwählerpool zu sichern, Hauptsache es gibt noch 3, 4 Legislaturperioden Diäten.
Keine netten Worte mehr.
Nur ĂĽber die Jahre zu argumentieren ist schwachsinn. Nach derselben Argumentation verdienen Akademiker mehr und werden dadurch doppelt belastet.
Davon mal abgesehen ist die Zahl der Menschen mit Burnout weiterhin steigend, wir können alle mal überlegen warum.
Dann lohnt sich Studieren halt irgendwann gar nicht mehr.
Während ein Azubi mit 16 oder 17 im Durchschnitt etwas über 1000€ brutto pro Monat erhält und davon einen Kleckerbeitrag in die Rentenversicherung einzahlt, braucht ein Student erst einmal Abitur und ist bei Studienbeginn 18 oder 19. Dann studiert er 5 Jahre und hält sich zusätzlich irgendwie mit Nebenjobs über Wasser, weil inzwischen kaum jemand mehr Bafög erhält und die Sätze der Inflation massiv hinterherhinken. Mit 24 fängt der Student dann zu arbeiten an und muss erst einmal aufholen, was der Azubi in der Zwischenzeit verdient hat. Teilweise ist das jetzt schon kaum möglich, weil es für das Nettoeinkommen je nach Ort und Familiensituation aufgrund der Sozialleistungen keinen Unterschied mehr macht, ob das Bruttoeinkommen bei 50.000€ oder 80.000€ liegt. Und zum Dank darf er dann noch bis 72 arbeiten.
Rentenbeginn nach Beitragsjahren festzulegen ist einfach nur beschiss.
Das bedeutet, dass jemand der früh angefangen hat zu arbeiten, deutlich mehr Rente bekommt als jemand, der später angefangen hat, aber dafür deutlich mehr eingezahlt hat.
Wollen SPD und CDU nicht einfach direkt AfD Werbung schalten? Ich mein mach’s den Leute noch einfacher dich zu hassen wenn du unter 60 bist.
So, als Akademiker muss man erst länger in der Schule bleiben um überhaupt studieren zu können, studiert dann mindestens 5 Jahre auf eigene Kosten, ist im Zweifelsfall als Doktorand der Fußabtreter der Gesellschaft, hat danach eine sechs bis acht jährige Phase der ungewissen Zukunft als Post Doc mit und soll dann nicht nur den den vorgezogen Vermögensaufbau zur privaten Vorsorge des Handwerkers nachholen nur um im Alter auch noch länger arbeiten zu müssen. Und Kinder die später Rentenbeiträge erwirtschaftet bitte auch noch.
Oder auch: wie mache ich mir die Forschung komplett kaputt.
PhD/Doktortitel sind oft wirtschaftlicher Selbstmord, aber für eine Karriere in der Wissenschaft zwingend notwendig. Die wird man sich in Zukunft dann nur noch aus reichem Elternhaus gönnen können.
Bin selber Ingenieur in der Industrie. Die älteren Kollegen um 60 herum haben häufig schon sehr viel wichtige Erfahrung, aber genau so häufig auch einfach keinen Bock mehr so richtig zu arbeiten. So ziemlich alle dieser Kollegen machen Alterteilzeit. Niemand von denen hat wirlich Bock noch länger auf die Rente zu warten, noch glaube ich, dass die Wirtschaft davon großartig profitieren würde. Mein Gefühl ist immer wieder, dass auch mein Arbeitgeber froh ist, wenn diese Kollegen früh gehen. Die verdienen nämlich gut und der Output steht da einfach oft in keinem Verhältnis mehr.
Ich hab echt keine Ahnung, wie sowas bis 72 (oder noch länger, viele sind mit 25 noch nicht durch mit dem Studium) funktionieren soll.
>Ökonomen fordern seit Jahren eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters
Wie man sieht, die meisten hier sind jetzt plötzlich doch nicht mehr auf Seiten der Ökonomen sobald es um die eigene Rente geht. Sie sind nur dabei wenn es um die Rente anderer geht.
Absolut heuchlerisches und abzulehnendes Verhalten.
> Im Detail sei es aber gerechter, auf die tatsächliche Lebensarbeitszeit zu schauen. “Akademiker zahlen deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet.”
Kann mir jemand helfen, aber ich checke das Argument nicht. Akademiker zahlen vielleicht kĂĽrzer ein, aber dafĂĽr doch deutlich mehr insgesamt, oder nicht? Ăśbrigens auch in die sonstigen Sozialkassen. Und macht das dann nicht weniger gut bezahlte Berufe mit einer reinen Lehrausbildung attraktiver? Wollen wir das?
Mir schwant auf jeden Fall Böses, wenn das schon die ersten Ideen zur „Reform“ sind. Bärbel Bas hat ja immer nur von mutigen Reformen oder keinen Denkverboten gesprochen, war aber nie konkret, da sehen wir jetzt schon mal, was auf uns zukommen kann…
Ich bin angehender Steuerberater und lege mein Examen in 27 ab. Sobald das durch und bestanden ist, ist das erste das ich mache, aus dem Saftladen der DRV auszutreten und mir meine (unverzinsten!) Beiträge zurückzuholen.
Die SPD hasst Leistungsträger, das bleibt für mich hängen. Wenn du von denen Respekt willst, musst du erst ganz unten ankommen. Wenn du aber motiviert bist und ein bisschen mehr leistest als die anderen, bist ganz schnell ein Schmuddelkind, das am besten so viel von seinen starken Schultern abgibt, damit du wieder auf dem Level drunter bist. Und dann bekommst du auch noch täglich eingetrichtert, wieviel Respekt die armen Mindestlöhner verdient haben, weil sie täglich aufstehen und zur Arbeit gehen. Ganz toll. 15% Zustimmung sind für diese Partei noch zu viel…
Wenn man nicht auf die Beitragsjahre kommt und dementsprechend privat vorsorgt, damit man trotzdem nicht bis 80 arbeiten muss, holen sie sich dort dann die Kohle über höhere Abgaben. Danke für überhaupt nichts.
In der Rentenlogik entstehen in der aktuellen Logik Beitragsmonate bereits durch einen Mini-Minijob, solange der Arbeitnehmer freiwillig 3,8 % (sic!) vom Lohn als eigenen Rentenbeitrag zahlt. Es reichen quasi < 100 Euro/Monat als Minijob: mit 1,5 Stunden Arbeit pro Woche zum Mindestlohn und ein paar Cent Eigenanteil macht man aus einem Leermonat einen Beitragsmonat.
Das könnte noch lustige Konsequenzen haben, wenn man das so lässt und den Renteneintritt daran koppelt.
Also keine Studierenden mehr, die nicht aus reichen Verhältnissen kommen?
Ich bin gespannt, wie das dann mit den Schul- und Studienzeiten gemacht wird, für die man freiwillig Rentenbeiträge nachzahlen kann. Im Moment kostet ein Monat mindestens 103,42€. Für 2 Jahre Abi (nach dem 17. Lebensjahr) + 3 Jahre Bachelor + 2 Jahre Master sind entsprechend 8687,28€ nachzuzahlen, um dann 7 Jahren eher in Rente zugehen?
Oder ĂĽbersehe ich was?
Den Vorschlag das renteneintrittsalter für sogenannte “Akademiker” zu erhöhen will ich mal sehen…
Das jemand mit 16 seine Ausbildung macht und bis zur Rente in seinem Beruf arbeitet ist einfach vorbei. Das gibt es nicht mehr. Die wenigsten hören heute mit 16 Jahren mit der Schule auf. Und selbst wenn, machen sie vielleicht eine Ausbildung, studieren dann aber später nochmal oder besuchen Weiterbildungen etc…
Diese starre Bild was da in diesem Artikel gezeichnet wird, gibt es nicht.
Viele Ausbildungen wollen heute ein Abitur. Erzieher und Hebammen sind in der Ausbildung auch akademisiert worden. Wer glaubt denn dass die bis 72 arbeiten?
Na ein Glück das ich wahrend meines Studiums durchgehend Sozialversicherungsbeiträge gezahlt habe
Dumm Frage vielleicht aber mit weniger Jahren wo Beiträge eingezahlt werden dann weniger staatliche Rente. Dann mit private Rente aufstocken oder?
Ach leckt mich doch
Direkt nachdem sich die alten Säcke gegönnt haben, wird erstmal beschlossen, dass nach ihnen keiner mehr in Rente kommt, der nicht unrealistisch lange eingezahlt hat.
Es reichen schon phasen der Arbeitslosigkeit, oder auch der geringfĂĽgigen Beschäftigung und der Renteneintritt verschiebt sich weit hinter’s Lebensende.
Das kann man im Grunde nur noch als Verbrechertum bezeichnen, wie sie den Laden auspumpen und gezielt vor die Wand fahren. Die Konsequenzen daraus mĂĽssen sie ja schlieĂźlich nicht mehr miterleben.
Dann mach es fair. Dann gehen wie alle genau dann in Rente, wenn wir Betrag X eingezahlt haben. Egal ob 35 oder 45 Jahre. Dann Deckel bitte die Einkommenssteuer ab einer Summe X oder mach den Einkommenssteuersatz nicht progressiv und in die GKV zahlt auch jeder genau den gleichen Betrag ein. Alles andere wäre sonst nur Cherrypicking gegen die (steuermäßig betrachteten) Leistungsträger
Okay also als jemand der studiert hat (und sich dabei als Hiwi von der Versicherungspflicht befreien lassen hat, weil das so von der Uni empfohlen wurde) und danach dann auf einem Stipendium promoviert hat (DFG/Förderanträge) ist man dann komplett gefickt, weil man erst mit 28 anfängt zu arbeiten und bis 75 muss?
Wenn das kommt sind meine Frau und ich ganz schnell aus Deutschland raus. In unserem Bereich auch gut möglich und für die Karriere oft empfohlen.
Spannend, mal sehen was sie mit Selbständigen machen.
Lehre, Geselle, angestellter Meister, 20 Jahre, 30 Jahre eingezahlt, dann eigenen Betrieb gegründet, also selbständig und damit meist raus aus der Rentenversicherung. Aber Arbeitsplätze geschaffen und dann erst die Rente mit 80?
Warten wir mal ab.
Finde das eine gute Ausgangsidee. Wir werden die Regelaltersgrenze so oder so anheben mĂĽssen. Wenn wir dabei das bestehende Konzept der Rente fĂĽr (besonders) langjährig Versicherte fortentwickeln, kann man dabei eben auch die oft diskutierten “Härtefälle” (der Dachdecker mit RĂĽckenleiden etc.) gut mit abdecken.
Die SPD ist von der CDU nur noch farblich zu unterscheiden.
Ich verpiss mich aus Deutschland das geht ja echt auf keine Kuhhaut mehr.
Wobei es eig. scheiĂź egal ist denn egal wie viele Beitragsjahre ich am Ende hab, es ist dann trotzdem niemand da der mir meine Rente finanziert.
Ganz ehrlich: Die ganze Idee, das Renteneintrittsalter streng an Beitragsjahren festzumachen, blendet komplett aus, dass viele Menschen *nicht aus freien StĂĽcken* weniger einzahlen konnten. Wer wegen psychischer Erkrankungen, chronischen Leiden, Pflege von Angehörigen, Schwangerschaften oder Alleinerziehung aus dem Arbeitsmarkt gedrängt wurde, wird damit faktisch bestraft – obwohl genau diese Gruppen ohnehin schon am stärksten belastet sind. Das System tut so, als hätten alle die gleichen Startbedingungen, aber das stimmt schlicht nicht. Statt sozialpolitisch nachzusteuern, schiebt man die Verantwortung auf Individuen ab, die strukturell benachteiligt sind.
Wenn man sich andere EU-Länder anschaut, wirkt das Ganze noch absurder: In Ă–sterreich liegt das Rentenniveau deutlich höher als in Deutschland, und finanziert wird das durch eine breitere Umlagebasis und höhere Arbeitgeberbeiträge – also durch politische Prioritäten, nicht dadurch, Menschen bis 75 arbeiten zu lassen. Da fragt man sich schon, warum hier ständig „Unmöglich!“ geschrien wird, während es direkt nebenan funktioniert. FĂĽr mich wirkt das eher wie ein Zeichen, dass man langfristig ernsthaft ĂĽberlegen sollte, in ein System auszuwandern, das seine BĂĽrger sozialer behandelt und in dem Alter nicht als finanzielles Risiko gesehen wird.
Was für eine unüberlegte Scheißidee. Welche Unternehmen beschäftigen denn noch 65+ jährige AN? Was passiert mit Leuten die mehrere Jahre psychisch oder körperlich nicht arbeitsfähig waren? Wer wagt dann noch den Schritt in die Selbstständigkeit? DeFacto bedeutet das für viele Menschen die Abschaffung der Rente und den Weg in die Grundsicherung im Alter. Wofür steht das S bei der SPD noch gleich?
Cool dann bin ich ja tot bevor ich jemals in Rente gehe. Dann würde ich auch gerne keine Beiträge mehr leisten, ich nehme ja auch nichts in Anspruch.
Mal ganz ungeachtet von Akademikern: Wie sieht es denn eigentlich für Eltern dann aus, die einige Jahre im Zuge von Kindern nicht im Erwerbsleben waren? Oder generell mit Eltern, die dann für 10+ Jahre zuhause bleiben zwecks Kindererziehung. Solche Fälle gibt es nach wie vor, auch wenn es seltener der Fall ist. Bekommen solche Menschen dann gar keine Rente oder müssen dann bis 80+ hypothetisch arbeiten?
Es gibt so viele Szenarien wieso Menschen viele Jahre aus dem Erwerbsleben drauĂźen sind, dass ich da schon etwas verwundert bin, dass man das in der zweiten Sekunde nicht realisiert.
Mal ganz davon ab, dass man damit das Äquivalenzprinzip sehr stark beschneiden kann und dann gibt es gleich eine Abfuhr beim BVerfG. Wirkt auf mich wieder nach einem spontanen Gedanken, den man irgendwo raushaut, ohne zuvor drüber in Ruhe nachgedacht zu haben.
>Im Detail sei es aber gerechter, auf die tatsächliche Lebensarbeitszeit zu schauen. “Akademiker zahlen deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet.”
Die Logik verstehe ich nicht. Wenn ich eine Ausbildung mit 16starte und maximal 50.000 Euro verdiene. Mein Nachbar erst mit 30 Vollzeit arbeitet, aber ordentlich Karriere Macht und 200.000 Euro im Jahr verdient, hat der mit der Ausbildung vielleicht länger eingezahlt, dafür aber insgesamt weniger.
MĂĽsste man dann nicht eigentlich eine Mindestsumme mit dem Renteneintritt verbinden?
Ob Bas so dir richtige dafĂĽr ist?
Das Problem der RV lässt sich auf verschiedene Arten lösen. Länger zu arbeiten ist eine davon.Â
Komplett an der Lebensrealität vorbei!
Die Leute werden doch ab Ende 50 Anfang 60 sowieso von den Firmen rausgelobt weil zu teuer – die finden danach eh kaum noch was VernĂĽnftiges. Von zeitweiser Arbeitslosigkeit mal abgesehen – lächerlich.
Das ist nichts als eine RentenkĂĽrzung durch die HintertĂĽr fĂĽr diejenigen, die das System jetzt gerade noch so am Leben halten – stabil!
Denken die eigentlich noch, bevor die irgendeinen Bullshit vorschlagen?
Ja, aber es wird erwartet, dass das US-Rentensystem um das Jahr 2035 herum kein Geld mehr hat, um die vollen Leistungen zu zahlen. Dann würden die Leistungen meiner Meinung nach auf etwa 70 % gekürzt werden. Momentan hat die USA eine etwas bessere Bevölkerungsstruktur, aber vielleicht nicht mehr lange.
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