Der luxemburgische Zoll hat am Flughafen Findel knapp 800 Kilogramm Cannabis aufgegriffen. Die Drogen waren in eingeschweißten Paketen in Bänken versteckt, teilt die Pressestelle der Justiz am Mittwoch mit.

Eine Lieferung von Möbelstücken per Luftfracht aus den USA hatte den Verdacht der Zollbeamten am Cargocenter auf dem Findel geweckt. Die aus zwölf Paletten mit jeweils zwölf Kartons bestehende Warenlieferung war der Behörde bereits vorher als verdächtig signalisiert worden. Als sie die mit schwarzer Plastikfolie verpackten Kartons mit den Möbelstücken scannten, entdeckten die Zollbeamten Pakete in den Bänken.

Eingeschweißt in Vakuumbeutel verbargen sich die Drogen in den Möbelstücken.  Foto: Administration des douanes et accises

Als sie die Lieferung weiter untersuchten, stellten sie insgesamt 799 Kilo Cannabis sicher, verteilt auf 170 Pakete. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahmung der Drogen an. Wie die Justiz mitteilt, fand die Aktion bereits am 13. November statt.

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Die Waren mit den Drogenpaketen waren für eine Firma in Belgien bestimmt. An die angegebene Adresse ließen Zoll und Kriminalpolizei sie dann auch tatsächlich liefern – unter Aufsicht und natürlich ohne Cannabis. Aus Belgien leiteten die Empfänger die Lieferung dann in ein anderes Land weiter.

Weil Luxemburg in diesem Fall nur als Transitland diente, gab die Luxemburger Staatsanwaltschaft das Dossier an die ausländischen Behörden weiter, die dann ihrerseits die Untersuchung übernehmen.