Dachte wir wären schlechter dran im internationalen Vergleich

26 comments
  1. Herst, grad in Wien und NÖ hast eh permanent Radlwege. Sicher, teilweise sinds oasch (siehe Gürtel), aber ich hab alleine in meiner unmittelbaren Nähe 2 internationale “Radautobahnen” (Eurovelo 6 und 9).

    Ich war unlängst in Spanien, die könnenln von so was wie unserer Donauinsel nur träumen.

  2. Ich versteh auch nie die Kritik. Es werden so viele Radwege gebaut bei uns. Sowas geht halt nicht von heute auf morgen.

  3. Bei uns zählt auch eine markierung auf dem boden als radweg, manschmal reicht sogar ein schild am anfang einer normalen gasse

  4. Eines muss man schon positiv anmerken. Es wird als wichtig angesehen, dass man mit dem Rad auf dem Land zumindest die wichtigsten Nachbargemeinden erreichen kann, ohne auf einer stark befahrenen Straße fahren zu müssen. Für solche Überlandradwege gab es meines Wissens schon vor Jahrzehnten Zuschüsse für die Gemeinden. Und da kommen dann doch gleich sehr viele Kilometer zusammen. In vielen anderen Ländern gibt’s das gar nicht. Wer dort mit dem Rad über Land fahren will, hat einfach Pech gehabt und muss hoffen, auf der Bundesstraße nicht von einem LKW übersehen zu werden. (Wobei das bei uns auch noch viel zu oft der Fall ist. Es muss noch mehr passieren.)

  5. Wichtig zu bedenken hierbei ist allerdings, dass wir Europameister im bodenversiegeln sind. Wenn man das bedenkt sollten wir noch mehr Radwege haben

  6. Gib mal die ganzen Linien weg – ich seh ja gar nicht, wo unsere schönes Land ist auf der map!

  7. Warum braucht man in der Stadt ach so viele Radwege? Sollen die Leute zu Fuß gehen oder Bus/Bim nehmen – gerade zB in Graz und Wien ist das ÖNV Netz so dicht dass das gut gehen sollte und mehr ÖNV kommt allen Altersgruppen zu Gute, nicht nur den Kampfradlern!

    Und ja, das sage ich mit dem gleichen entitlement mit dem die Radler den Autoteufel an die Wand malen und alles als Radwege fordern.
    Landstraße is was anderes aber grad in der Stadt sollte es mit Auto, Motorrad und (e-)Rad auf der Straße doch gut gehen wenn man bissl pragmatisch Rücksicht nimmt. (Ja da gibts Quaxis auf allen Seiten..mal selbst an der Nase nehmen.)

    In Anbetracht der massiven Überalterung der Gesellschaft halte ich diese blind-aktivistische Radlweg-Offensiven auch für sehr zweifelhaft….

    Straße kann wenigstens auch von Bus und Transport genutzt werden, ein Radweg dagegen passt für nix außer nem Radl, meist nicht mal für die kagg Weitspur-Lastenräder.

  8. Problem der Map ist, dass sie auf freiwilligen Mapping-Beiträgen in OpenStreetMap beruht und keine wahnsinnig tolle Vergleichbarkeit garantiert. Also es fehlen einerseits echte Radwege in vielen Regionen und andererseits sind irgendwelche bescheuert aufgemalten Radwege mit drin.

    Wer einmal eine echt gut ausgebaute Radfahrerstadt mit Wien oder Graz verglichen hat, braucht auch keine auf Kontinentalkarte hochgedrehte Zoomstufe, um zu verstehen, dass Österreich da qualitativ weit hintennach ist.

  9. Das Problem an solchen Info-Landkarten: sie sind sehr biased zum ländlichen Raum und korrelieren sehr stark mit der Bevölkerungsdichte. (Vergleiche mit: https://images.theconversation.com/files/202501/original/file-20180118-158550-1f7l04x.png?ixlib=rb-1.1.0&q=45&auto=format&w=1000&fit=clip ). Die Radwege am Land finde ich in Österreich grundsätzlich eh recht gut.
    Und wie gut die Situation in Städten ist, sieht man auf solchen Karten kaum.

    Eine Stadt, die überhaupt Radwege hat, ist auf solchen Karten einfach ein roter Fleck.

    Wie viele und wie gut die sind (sind sie durchgängig oder muss man alle paar Minuten wieder auf normale Straßen umsteigen? Sind sie baulich getrennt oder können Autos mit Warnlicht drauf parken? Wie viel Bäume und Litfasssäulen stehen mitten auf den Radwegen?) sieht man nicht wirklich.

  10. Mal ehrlich, wie kommt man zu dieser Annahme?

    Das ist jetzt nicht unbedingt auf dich gemützt, also sieh es bitte nicht als persönlichen Angriff an, aberÖsterreich immer in allem als schlecht einzuschätzen, zeugt vom gleichen fehlenden Blick über den Tellerand, wie blinder Nationalismus :/

  11. Liegt oft auch an der Topographie. In den Niederlanden und Umgebung Radfahren ist ein Traum. Bei uns oft weniger, speziell wenn man wohlriechend am Ziel ankommen will.

  12. Statistisch liegen wir am copenhagenizeindex gut. ABER diese Statistiken beinhalten normal nicht die Qualität der Radwege: Ein auf die Strasse aufgemaltes Rad, gegen die Einbahn, in einer Gasse in der in Realität ein Auto gerade Mal durch passt, ist hier statistisch Gleichwertig mit einem baulich getrennten ordentlichen Radweg.

    Und viele von unseren baulich getrennten Radwegen werden verstellt, als Baustelle genutzt, oder sind noch nie geserviced worden! (Radboten in Wien auf billigen Bikes haben unter einem halben Jahr oft schon einen Achsenbruch!)

    Farbe ist statistisch Rad-Infrastruktur, in der Realität ist eine Konflikt Zone mit Unfall Gefahr.

  13. Problem ist, dass viele Radwege substandard sind oder im Nichts aufhören.
    Je besser die Radwege untereinander vernetzt sind, desto besser werden sie angenommen.
    Zudem sind die Ampelschaltungen stark zu Ungunsten des Rad-und Fußgängerverkehrs ausgeglegt.

  14. Wobei man halt dazu sagen muss, dass gerade die Niederländisch/Beglische “Randstadt” eine enorme Besiedlungsdichte hat, da wird die Radweg dichte auch allein deshalb schon dichter, weil so Berg halt bei uns kein Radweg hat.

    Wobei zum wobei es stimmt schon, habe da eine Zeitlang gelebt, man kommt wirklich praktisch überall hin und muss dabei nicht (bis auf die letzten 100m) keinen Meter auf der Straße fahren, bei uns beginnen und hören Radwege unmotiviert auf, wo man halt gerade Platz für einen hatte, aber ein Konsequentes Radwegenetz haben wir nicht.

  15. Kommt oft drauf an was als Fahrradweg gezählt wird. In Wien ist ein großer Teil noch immer nur ein bisserl Farbe am Rand einer stark befahrenen Straße (z.B. die scheiß Wattgasse!!). Ich finde nur baulich getrennte Radwege sollten in so eine Statistik aufgenommen werden. Hab aber keine Ahnung wie dieses Bild zustande gekommen ist

  16. Ich übersetz den Titel des Posts mal:

    “Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass wir im internationalen Vergleich schlechter dastehen, damit ich darüber ausgedehnt und genüsslich sudern kann”

  17. Dichte sagt nicht viel über die Sicherheit und Benutzbarkeit aus. In Wien sind Radwege zwar massig vorhanden, aber ein Fleckerlteppich von kurzen Abschnitten, die dauernd unterbrochen sind. Radwege, die im Nichts enden oder auf andere Straßenseite umgespurt werden, viele kombinierte Rad- und Fußgängerwege usw.

    Im Endeffekt wird’s dadurch noch gefährlicher als wenn kein Radweg vorhanden wäre. Wenn man gesetzlich verankern würde, dass Radler im Ortsgebiet einfach eine Fahrspur wie jedes andere Gefährt benutzen dürfen und sich nicht rechts in die Dooring-Zone begeben müssen, könnte man sich die halbherzigen baulichen Maßnahmen sparen.

    Wobei ja jetzt anscheinend eh eine Reform von Sicherheitsabständen beim Überholen ansteht.

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