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Appell Jägerbataillon 1 in Schwarzenborn Jahresabschluss Abnahme der Front durch v.l. Brigadegeneral Marco Eggert (Kommandeur Panzerbrigade 21), Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann und Kommandeur Oberstleutnant Sebastian Hagen.

Abnahme der Front: von links, Brigadegeneral Marco Eggert (Kommandeur Panzerbrigade 21), Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann und Kommandeur Oberstleutnant Sebastian Hagen. © Bundeswehr

Das Jägerbataillon 1 startet Ende Januar nach Litauen. Über 1500 Soldaten sichern dort die Ostflanke der NATO ab.

Schwarzenborn. Mit einem feierlichen Appell hat sich das Jägerbataillon 1 auf seinen bevorstehenden Einsatz im Rahmen der NATO-Präsenz in Litauen eingestimmt. Anfang Januar übernimmt der Verband die Führung der Multinationalen Battlegroup Litauen, die Teil der Mission Enhanced Forward Presence ist. Diese Mission wurde 2017 als Reaktion auf die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa eingerichtet und verfolgt das Ziel, die baltischen Bündnispartner zu stärken und eine glaubwürdige Abschreckung zu gewährleisten.

Appell Jägerbataillon 1 in Schwarzenborn Jahresabschluss Übergabe Ortsschild für den Litaueneinsatz durch v.l. Kommandeur Oberstleutnant Sebastian Hagen,  Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann und Brigadegeneral Marco Eggert (Kommanndeur Panzerbrigade 21), Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann.

Übergabe Ortsschild für den Litaueneinsatz durch Kommandeur Oberstleutnant Sebastian Hagen (von links), Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann und Brigadegeneral Marco Eggert. © Bundeswehr

Deutschland führt die Battlegroup an und wird regelmäßig von Partnernationen wie den Niederlanden, Norwegen, Tschechien, Luxemburg und Kroatien unterstützt. Gemeinsam stellen diese Kräfte einen dauerhaft in Litauen stationierten Gefechtsverband von mehr als 1500 Soldaten. Eine Rotation umfasst dabei einen Zeitraum von gut sechs Monaten.

Sie tragen Verantwortung – füreinander, für den Auftrag und für die Sicherheit Europas

Wie das Jägerbataillon mitteilt, stand über das gesamte Jahr die Vorbereitung auf die bevorstehende Rotation im Mittelpunkt. Die Ausbildungsabschnitte reichten von Grundlagen auf Einzel- und Gruppenebene bis hin zur Gefechtsausbildung des gesamten Verbandes. Höhepunkt war ein dreiwöchiger Übungsdurchgang auf dem Truppenübungsplatz Gardelegen, bei dem der Gefechtsverband in realitätsnahen Szenarien trainiert wurde. HNA begleitetet die Soldaten damals einen Tag lang im Gefechstübungszentrum.

Akzent der Anerkennung

Der Verabschiedungsappell in Schwarzenborn setzte einen sichtbaren Akzent der Anerkennung. In Anwesenheit zahlreicher Gäste wurden die angetretenen Soldaten für ihre Leistungen und ihren bevorstehenden Auftrag gewürdigt. Brigadegeneral Eggert, Kommandeur der Panzerbrigade 21, und Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann richteten persönliche Worte an die Truppe.

Auch Oberstleutnant Hagen, Kommandeur des Jägerbataillons und designierter Führer der 19. Rotation der Battlegroup, hob die Bedeutung des Auftrages hervor. Er betonte: „Sie tragen Verantwortung – füreinander, für den Auftrag und für die Sicherheit Europas. Dafür danke ich Ihnen und ebenso wie Ihren Familien.“

In den kommenden Wochen liegt der Schwerpunkt auf der logistischen Einsatzvorbereitung. Ausrüstung wird verpackt, Material inventarisiert und die Gefechtsfahrzeuge werden auf den vorgesehenen Umschlagplätzen verladen. Der Großteil des schweren Geräts wird per Bahn in Richtung Baltikum transportiert. Ende Januar beginnt die Verlegung der ersten Soldaten nach Litauen.

Der bevorstehende Einsatz steht laut Angaben des Jägerbataillons eins für gelebte Solidarität innerhalb der NATO und bleibt ein zentraler Beitrag zur Sicherheit Europas.