Bislang geheime A100-Verkehrsprognose legt offen: Autobahn-Planer wussten, dass es am Treptower Park zum Chaos kommen musste

by alrun

25 comments
  1. Wann rollen in Berlin mal Köpfe? So kann das doch nicht weiter gehen.

  2. Berlin bleibt sich selbst treu! Es darf einfach nichts richtig funktionieren!

  3. Die Regierungen in Bund und Ländern wollen durch gute Arbeit überzeugen und dann passiert wieder sowas – der schwarze Peter wird verschoben, niemand ist es gewesen, aber die Realität kann man sich ganz einfach anschauen.

    Diese Politik funktioniert einfach nicht, warum wird das nicht erkannt? In diesem Beispiel: Man hätte klar sagen können, dass es zu den Staus kommen wird und dass man einzelne Maßnahmen in Vorbereitung (!) trifft. Die Maßnahmen hat man jetzt sowieso umgesetzt, natürlich nur teilweise, natürlich erst nach Schadenseintritt.

    Aber vielleicht sind wir Bürger selbst schuld, dass wir einfach nicht mehr erkennen, dass es Naturgesetze und Wissenschaft gibt und auf jedes Problem mit Shitstorm antworten. Oder noch paradoxer: Der Staat soll sich sowohl raushalten als auch alles regeln – je nach MEINER Tagesform, ich sage dann hinterher Bescheid, wie ich es haben wollte.

  4. Ah, die gute, alte Scheuermethode. Vorher wissen, dass etwas nicht funktionieren kann, aber einfach trotzdem machen. 

  5. Also zu 50% ist sie toll. Weil rauf kommt man Treptower Park ohne Probleme nur zurück sollte man sie weiträumig umfahren.

    Mal davon ab ist die Heftigkeit des Stau einfach nur wegen der Brückenbaustelle.

  6. Mei, das Problem lässt sich an eine andere Stelle verschieben wenn man die Autobahn verlängert. Die sogenannte Verkehrswende ist politisch gescheitert. Jetzt wird eben die Infrastruktur für den modernisierten Indivdualverkehr wieder motiviert ausgebaut, auch wenn das wahrscheinlich nicht zielführend ist. Die politische Mehrheit im Bund ist klar pro Auto und auch in Berlin haben sich die Mehrheitsverhältnisse verschoben.

  7. Natürlich wussten die das. Die im Ministerium sind ja nicht blöd. Problem sind die Minister denen völlig wurscht ist, was die Beamten produzieren.

  8. Vor allem ich kann Misskalkulationen oder auch unvorhergesehene Tatsachen nachvollziehen. Bspw. sowas wie der Ukraine Konflikt, extreme Lieferschwierigkeiten oder wenn man bspw. bemerkt das auf einem Grundstück irgendwelche Altlasten sind die trotz Gutachten nicht bekannt waren. (selbst bei Spahns Maskendeal kann man so ein wenig die Unsicherheit im Prozess verstehen)

    Aber hier hat man trotz Experten die man ja auch teuer bezahlen muss weil das ja eben zum staatlichen Entscheidungsfindungsprozess gehört sich über diese hinweg gesetzt. Hätte man sich das auch sparen können.

    Allgemein ist die öffentliche Vergabe mir ein Dorn bei sowas im Auge. Wenn man anhand Erfahrungswerte 5-10% auf den Angebotspreis aufschlagen kann weil es eben ein Sub Sub Sub Unternehmen aus dem europäischem Ausland ist ggü. dem lokalem Bauunternehmen ist es zwar billiger aber nicht günstiger. Bei den Unternehmen die ich betreue die sich eine interne Vergabeordnung für die Mitarbeiter geben ist hier eben genau dieser Unterschied – nicht das billigste sondern das günstigste Angebot muss angenommen werden inklusive möglicher Folgekosten (bspw. günstigerer Wartungsvertrag)

    Und es ist halt insgesamt typisch für die Politik das wieder niemand verantwortlich gemacht wird und es keine Konsequenzen gibt.

  9. Ich möchte wieder einmal drauf hinweisen, dass gleich nebenan täglich 170.000 Fahrgäste mit der S-Bahn zwischen Treptower Park und Ostkreuz die Spree überqueren und die Infrastruktur dafür weniger Platz braucht als die temporäre Behelfsbrücke der Elsenbrücke. Sogar im Vollausbau mit drei Fahrstreifen pro Richtung wird die Elsenbrücke 70.000 Fahrzeuge pro Tag fassen, also wenns hoch kommt ungefähr halb so viele Leute über den Fluss bringen wie die Ringbahn nebenan.

  10. Induzierter Kfz-Verkehr®. Überrascht deutsche Verkehrsplaner seit 1886.

  11. Und wieso bekommen wir dann das Geld nicht zurück. Der Planer hat betrogen oder? Damit das Geschäft durchgeht einfach was behauptet

  12. Wofür haben wir Wissenschaftler und Spezialisten, wenn wir am Ende nicht auf sie hören?
    Gleiches beim Klima, Wirtschaft usw.

  13. Aber lasst uns bloß nicht aus Fehlern lernen. Wir stecken Milliarden in den nächsten Abschnitt und wiederholen den ganzen Scheiß an der Frankfurter Allee! Wer wählt mich?

  14. > Die Untersuchung der AdB-Planer geht für einen ähnlichen Fall – drei Streifen südwärts auf der Brücke, zwei nordwärts – von noch mehr Autos rund um den Treptower Park aus. Auf der Elsenstraße wären dann im Vergleich zur Zeit vor der Eröffnung der Autobahn täglich 26.500 Fahrzeuge mehr unterwegs.

    Der Fakt, dass wir immer noch quer durch die Verkehrsplanung, Politik und Gesellschaft überrascht sind, wenn mehr Spuren zusätzlichen Verkehr induzieren macht mich wahnsinnig.

  15. Bei mir ist dieser Artikel hinter einer Paywall, deswegen konnte ich nur den Anfang lesen. Also: warum hat man es gemacht, wenn man wusste, dass es zu Chaos führt?

  16. Als Berliner Radfahrer ist mir das langsam alles egal. Sollen die doch in den Stau reinfahren und sich zum Ziel warten.

    Selbst wenn sie in der Innenstadt den Ausbau der Radinfrastruktur bremsen, gut, dann fahre ich eben wieder auf der Straße, aber nicht so eng am Straßenrand, dass ich die Türen abbekommen kann.

    Scheint ja so gewollt zu sein.

  17. Und am Ende wird kein Kopf rollen und man wundert sich über mehr Politikverdrossenheit.
    Aber dann wählt der Deutsche Idiot weiterhin den selben schwarzen Filz

  18. Das ist jetzt etwas beruhigend, ich hätte denen auch schiere Inkompetenz zugetraut. 

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