Wie uns Fresken seit mehr als 500 Jahren immer wieder verzaubern
(mt) – Als das Konklave in der Sixtinischen Kapelle begann, schrieb ich im vergangenen Mai über Michelangelo, der in der Sixtinischen Kapelle ein einmaliges Meisterwerk schuf. „Mit Michelangelo im Konklave: Männer in Rot und das Flüstern der Fresken”, so lautete der Titel meines Artikels, die in der „Warte” erschien und die auch nochmals hier im Rückblick zur Geltung kommen sollte.
Michelangelo malte zwischen 1508 und 1512 über 300 Figuren auf die Decke der Sixtinischen Kapelle, darunter Szenen wie Schöpfung und Sündenfall. Das „Jüngste Gericht“, später hinzugefügt, spiegelt seine düstere Weltanschauung wider. Michelangelos Kunst bleibt ein universelles Bildgedicht über Glauben, Zweifel und menschliche Größe.