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Après-Ski eskaliert: Glasflaschen fliegen, Security-Mann bewusstlos geschlagen, Nazi-Parolen und Morddrohungen in St. Anton am Arlberg.
St. Anton – Die Après-Ski-Terrasse in St. Anton am Arlberg verwandelte sich am Freitagabend in ein Schlachtfeld. Was als harmloser Streit zwischen Urlaubsgruppen begann, eskalierte zu einer brutalen Prügelei mit fliegenden Glasflaschen, Morddrohungen und Nazi-Parolen.

Après-Skibar in Österreich: Am Freitagabend eskalierte ein Streit in Sankt Anton (Symbolbild) © IMAGO/Volker Preusser
Gegen 20.30 Uhr gerieten auf der Terrasse eines Après-Ski-Lokals österreichische und niederländische Gäste aneinander, berichtet die Polizei Tirol. Ein 20-jähriger deutscher Sicherheitsmitarbeiter versuchte zunächst – erfolgreich – zu schlichten. Doch die Lage entspannte sich nur kurz.
Deutsche Security gerät zwischen die Fronten – bewusstloser Österreicher im Krankenhaus
Als die Auseinandersetzung zwischen einem Niederländer und einem Österreicher wieder aufflammte, wurde der deutsche Security-Mann selbst zur Zielscheibe. Eine geworfene Glasflasche verfehlte ihn nur knapp. Daraufhin warf ein 20-jähriger Österreicher aus der Gruppe gezielt eine weitere Flasche nach dem Deutschen.
Der Sicherheitsmann versuchte, den Flaschenwerfer festzuhalten – ein fataler Fehler. Der Österreicher attackierte ihn massiv, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet. Beide Männer stürzten zu Boden. Der 20-jährige Österreicher blieb bewusstlos liegen und musste mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Bezirkskrankenhaus Zams eingeliefert werden. Auch der deutsche Sicherheitsmitarbeiter wurde verletzt.
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Fotostrecke ansehenNazi-Parolen und Morddrohungen: Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Während der Prügelei sorgte ein 21-jähriger Kollege des verletzten Österreichers für einen weiteren Skandal. Er beschimpfte Anwesende mit nationalsozialistischen Parolen und bedrohte einen weiteren deutschen Sicherheitsmann damit, ihn umzubringen, meldet ORF Tirol.
Die Polizeiinspektion St. Anton am Arlberg hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Nach Abschluss der Erhebungen werden mehrere Personen bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Der Vorfall überschattet den Start der Wintersaison in der beliebten Après-Ski-Hochburg und wirft Fragen zur Sicherheit in den Tiroler Skiorten auf. In der vergangenen Saison klagte Österreich, dass immer weniger deutsche Skitouristen kamen – und schoss sich ein Eigentor. (Quellen: ORF Tirol, Tiroler Tageszeitung, Polizei Österreich) (kat)