Welches historische Ereignis hat Luxemburg 2025 geprägt? Richtig, der Thronwechsel im Oktober. Und genau deshalb heißt das luxemburgische Wort des Jahres auch «Trounwiessel», ein Event, das «nicht nur auf den offiziellen Teil im Palais und in der Chamber beschränkt war, sondern durch die landesweiten Feierlichkeiten große Aufmerksamkeit erhielt». Das teilten das Zenter fir d’Lëtzebuerger Sprooch (ZLS) und das Kulturministerium am Montagmorgen mit.

Die vom ZLS organisierte Wahl wurde «auch 2025 vor allem von der nationalen Aktualität dominiert». Zwischen Mitte November und dem 7. Dezember seien 622 Vorschläge mit rund 190 unterschiedlichen Wörtern eingegangen. Neben «Trounwiessel» schafften es «Sozialdialog», «Alphabetiséierung», «Nickts-Affär» und «Pensiounsreform» – «die zentralen politischen und gesellschaftlichen Debatten des Jahres» – in die Top 5. In den vergangenen Jahren hatten es «Presidententrick»(2024), «KI» (2023), «Ukrainkrich» (2022), «boosteren» (2021) und «Corona» (2020) an die Spitze geschafft.

Unter den Einsendungen fanden sich zudem Begriffe aus der Jugendsprache wie «goonen», «ume» oder «six-seven». Auffällig häufig sei auch das Wort «fréistécken» (frühstücken) vorgeschlagen worden. Aus allen Einsendungen stellte das ZLS zunächst eine Shortlist mit 20 Wörtern zusammen, die einer Jury vorgelegt wurde. Bereits zum sechsten Mal seit 2020 wurde das Wort des Jahres in Zusammenarbeit mit Medienpartnern (Radio 100,7, RTL, Tageblatt, Luxemburger Wort) gesucht.