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Dutzende Tote und 100 Verletzte bei Brandkatastrophe in Crans-Montana Rega-Einsatzleiter: Einsatz für Brandopfer läuft immer noch Wegen Tragödie: Stadt Luzern verzichtet auf Neujahr-Feuerwerk
In einer Bar im Walliser Ferienort Crans-Montana ist es am Neujahrsmorgen zu einer Explosion gekommen. Die Kantonspolizei bestätigt Tote und Verletzte.
Bei der Explosion in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS sind in der Silvesternacht Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 Personen seien verletzt worden, teilte die Verantwortliche des Kanton Wallis vor den Medien mit.
Alain Berset, der ehemalige Bundesrat schreibt auf X, er sei zutiefst erschüttert und traurig über die Tragödie. «Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Angehörigen.»
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13:41 Uhr
Er könne Aussagen der Behörden, wonach alle Patienten versorgt seien, nicht bestätigen, sagte Philipp Simmen, Leiter des Bereiches Helikopter-Einsätze bei der Rega, am Mittag im Schweizer Radio SRF. Der Einsatz mit mehreren Helikoptern und einem Ambulanzjet laufe noch. Bis zur Versorgung aller werde es noch dauern.
Im Wallis im Einsatz seien neben Rega-Besatzungen auch die Air Glaciers und die Air Zermatt, berichtete Simmen im Radiointerview. In einer ersten Phase würden die Verletzten von Helikopter-Crews in ein Spital geflogen. Im zweiten Schritt würden Verletzte mit besonderen Bedürfnissen verlegt. Zurzeit würden per Ambulanzjet sieben Personen von Sitten in Kliniken in die Ostschweiz geflogen.
Die Rega-Einsatzleitung habe die Übersicht über die Kapazitäten der einzelnen Spitäler, schilderte Simmen seine Arbeit. Sie wisse, welche Spitäler welche Kapazitäten hätten und welche am Anschlag seien. «Wir schauen, dass wir die Patientinnen und Patienten möglichst gut verteilen.» Das gelte auch für die nächsten Tage.
In einer ersten Phase versuchten die Rega-Crews zu funktionieren, damit die Patienten gut versorgt wurden, sagte Simmen. Doch jede Meldung, die neu hereinkomme, zeige die Tragweite des Ereignisses. «Das macht betroffen.»
Unter den Opfern des Brandunglücks seien viele junge Menschen, die mit Freude hätten ins neue Jahr starten wollen, sagte Simmen. Als einzigartig stufte er das Unglück von Crans-Montana nicht ein. Ereignisse mit hohen Opferzahlen kämen immer wieder vor, etwa Lawinenniedergänge oder Flugzeugabstürze. (SDA)
13:39 Uhr
Der französische Präsident Emmanuel Macron ist in Gedanken bei den trauernden Familen und Verletzten. Das schreibt er auf X. «Tiefe Bestürzung nach dem Brand in Crans-Montana. Meine Gedanken sind bei den trauernden Familien und den Verletzten. Der Schweiz, ihrem Volk und ihren Behörden spreche ich die uneingeschränkte Solidarität Frankreichs und unsere brüderliche Unterstützung aus.»
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13:09 Uhr
Das geplante Neujahrszauber-Feuerwerk vom 1. Januar in Luzern wurde abgesagt. Wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt, hat sich das Organisationskomitee aus Respekt und Solidarität mit den Betroffenen des tragischen Vorfalls in Crans-Montana für diesen Schritt entschieden.
Seit 16 Jahren markiert der Neujahrszauber traditionell den Beginn des neuen Jahres in Luzern. Die Durchführung sei jedoch angesichts der Ereignisse nicht angemessen, sagt OK-Mitglied Roman Omlin in einer Medienmitteilung und erklärt: «Angesichts des tragischen Ereignisses in Crans-Montana wäre es für uns nicht richtig, den Jahresbeginn mit einem Feuerwerk zu feiern.»
12:14 Uhr
Zwei Franzosen wurden bei dem Unglück in Crans-Montana in der Silvesternacht verletzt, teilte das französische Aussenministerium laut «24 heures» am Donnerstag mit. «Zwei Franzosen sind unter den Verletzten. Sie wurden sofort von den Rettungsdiensten versorgt», erklärte das Ministerium in einer Mitteilung.
Das Ministerium stehe mit den Schweizer Behörden in Kontakt. «Frankreich spricht den Familien und Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.»
12:04 Uhr
Das Inselspital in Bern betonte auf Anfrage dieser Redaktion, dass man bei Grossereignissen, deren Bewältigung überregional koordiniert werde, eng mit den Behörden zusammenarbeite. Man «(…) mobilisiere alle nötigen Ressourcen, um die Versorgung aller Betroffenen sicherzustellen.» Und weiter: «Wir können bestätigen, dass dies beim Ereignis von Crans-Montana der Fall war», so das Spital. (chh)
11:56 Uhr
Auf der Social Media-Plattform X hat sich Bundespräsident Guy Parmelin zu dem Unglück geäussert. «Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich am Neujahrstag in Crans-Montana in eine Trauer, die das ganze Land und weit darüber hinaus erfasst hat», heisst es in dem Beitrag. Den Angehörigen der Tragödie und den Verletzten spricht er sein tiefes Beileid aus.
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11:52 Uhr
Nachdem das Lokal Le Constellation wenige Stunden nach der Brand-Tragödie ihre Accounts auf Instagram und Facebook gelöscht hat, ist die Unglücksbar auch gleich bei Google Maps verschwunden. Auf eine entsprechende Suche ist bereits kein Eintrag mehr auffindbar. Dieser Vorgang ist ungewöhnlich: Schliesst ein Lokal (aus welchen Gründen auch immer), macht dies Google in der Regel transparent («Dauerhaft geschlossen»).
11:47 Uhr
Reporterin Alexandra Aregger ist vor Ort in Crans-Montana. Sie berichtet: «Das Gebiet ist weit abgesperrt, Anwohnende dürfen nur in Begleitung von Polizistinnen und Polizisten ins Gebiet.»
Das Gebiet rund um die Unglücksstelle ist abgesperrt. Anwohner dürfen es nur in Begleitung von Einsatzkräften betreten.
Foto: Alexandra Aregger
11:02 Uhr
Der Polizeichef des Kantons Wallis, Frédéric Gisler, schildert den Ablauf der Unglücksnacht in Crans-Montana auf der Pressekonferenz wie folgt:
Gegen 1.30 Uhr wird Rauch in einer Bar im Zentrum von Crans festgestellt
Zeitgleich geht ein Notruf bei der Polizei ein, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wird
Die ersten Polizeistreifen treffen kurz darauf am Einsatzort ein, wenig später folgte ein grösseres Aufgebot von Feuerwehr und Polizei
Priorität hat zunächst die Versorgung der Verletzten und ihr Transport in umliegende Krankenhäuser
Parallel beginnen Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten, sicherten das Gebiet und nahmen erste Ermittlungen zur Ursache des Unglücks auf
Anlaufstellen für Angehörige werden eingerichtet. Auch psychologische Betreuungsangebote werden geschaffen, um Familien zu unterstützen und Informationen bereitzustellen (SDA)
10:57 Uhr
Das Spital Wallis habe sofort den Katastrophen-Plan aktiviert, sagte der Walliser SP-Staats Matthias Reynard am Donnerstag vor den Medien. Einige Verletzte würden so bald als möglich in die spezialisierten Universitätsspitäler versetzt. Andere seien direkt in andere Universitätsspitäler gebracht worden, um die schweren Brandverletzungen zu behandeln.
Reynard bedankte sich für die Solidarität der anderen Kantone. Im Einsatz standen nach seinen Angaben zehn Helikopter, 40 Ambulanzen und 150 Sanitäter.
Bei einer Pressekonferenz wurde über das Unglück informiert: v.l.n.r: Mathias Reynard Staatsrat Wallis, Stéphane Ganzer Staatsrat Wallis, Vorsteher Departement für Sicherheit, Institutionen und Sport, Frédéric Gisler, Chef der Kantonspolizei Wallis. Reynard dankte der Solidarität der anderen Kantone.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)
10:47 Uhr
Bundespräsident Guy Parmelin verschiebt seine für Donnerstagmittag geplante Neujahrsansprache. Er tut dies aus Respekt vor dem Leid und der Trauer der Familien der Opfer der schweren Explosion in Crans-Montana VS.
Das ist einer Email des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vom Donnerstagmorgen zu entnehmen. Die Neujahrsansprache des Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin hat Tradition. Sie wird jeweils von den SRG-Programmen ausgestrahlt..
Die Zahl der Opfer der Explosion in einer Bar im Walliser Ferienort Crans-Montana waren am Vormittag noch nicht bekannt. (SDA)
10:45 Uhr
Am Morgen nach dem Unglück ist vor Ort am Le Constellation nicht viel zu sehen. Die Fenster werden abgehängt. Das Gebiet rund um die Bar ist abgesperrt.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)
Die Rettungskräfte sperren den Bereich um die Bar ab, in der sich das Unglück mit mehreren Toten ereignete.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)
10:37 Uhr
«Wir waren noch am Abend mit der Familie in dieser Bar», schildert der Berner Lokalpolitiker Raphaël Karlen gegenüber dieser Redaktion. In Crans Montana sei das an Silvester ein wenig wie auf dem Times Square in New York. «Alle sind im Dorf unterwegs. Die Strassen sind voller Menschen.»
«Später in der Nacht hörten wir viele Ambulanzen ins Dorf fahren, da waren vermutlich 30 Fahrzeuge unterwegs. Auch Helikopter waren die ganze Nacht hindurch zu hören.» Um ca. 01:30 Uhr sei es losgegangen. (cpm)
10:30 Uhr
Bei der Explosion in der Bar Le Constellation in Crans-Montana sind in der Silvesternacht Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 Personen seien verletzt worden, teilte die Verantwortliche des Kanton Wallis vor den Medien mit.
Die Medienkonferenz – diese Redaktion tickerte hier.
09:34 Uhr
Seit dem frühen Morgen vernimmt auch Zürich das Unglück in Crans-Montana. Immer wieder fliegen Helikopter von der Rega, aber auch von Air Zermatt, Verunglückte ins Unispital. Dort befindet sich eines der zwei Zentren für Brandverletzte in der Schweiz – das andere ist in Lausanne.
Marcel Schlatter, Sprecher am Unispital, bestätigt gegenüber dieser Redaktion, dass derzeit mehrere Schwerverletzte aus Crans-Montana im Unispital behandelt werden. Und es würden immer noch mehr. «Wir sind im Moment alles am hochfahren», sagt Schlatter. Genaue Angaben zur Anzahl der Verletzten, die in Zürich im Unispital liegen und zur Art der Verletzungen kann er keine machen. (mmo)
09:33 Uhr
Ein junger Mann in den Dreissigern, der wenige Minuten nach der Explosion vor Ort eintraf, berichtet von «Szenen wie im Krieg»: Dichter schwarzer Rauch drang aus der Bar, brennende Menschen rannten schreiend hinaus, andere lagen leblos auf dem Boden – es sei eine apokalyptische Szene gewesen. (far)
09:29 Uhr
In Crans-Montana sind seit dem Drama pausenlos Krankenwagen und Hubschrauber unterwegs. Sie transportieren die Verletzten in Krankenhäuser in der ganzen Schweiz. Ärzte und Psychologen wurden zur Unterstützung der Rettungskräfte angefordert. Es wurden mehrere Sammelstellen für Verletzte eingerichtet. Die grösste davon befindet sich in Moubra.
Die Walliser Polizei hat eine Hotline für die Familien eingerichtet: 0848 112 117. (far)
09:28 Uhr
Die Facebook-seite und die Instagram-seite der Bar Le Constellation wurden gelöscht. Somit ist auch das Silvester-Programm nicht mehr ersichtlich, wie «20 Minuten» berichtet.
In den sozialen Netzwerken wird vermutet, dass das Feuer in Zusammenhang mit Pyrotechnik ausgebrochen ist. Für diese Information gibt es keine offizielle Bestätigung. Auf der Internetseite von Crans-Montana sind Bilder der Bar und Lounge zu sehen. (paf)
Insgesamt gab es im Le Constellation Platz für rund 300 Personen.
Foto: crans-montana.ch
SDA/red
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