Veröffentlicht am 1. Januar 2026, 13:12 / ©Canva Montage
Die Bundespolizei zieht eine Silvesterbilanz.
Die Bundespolizei zieht eine Silvesterbilanz.
Die Silvesternacht ist vorbei, das neue Jahr ist da. Höchste Zeit, Bilanz zu ziehen. Genau das macht nun auch das Innenministerium. Demnach wurden in Österreich in der vergangenen Nacht 30 Menschen festgenommen.
In den Bundesländern wurden in der Silvesternacht jeweils teils hunderte Einsätze verzeichnet – wie etwa in Wien und in der Steiermark. Nun präsentiert auch das Innenministerium eine Bilanz der Nacht auf den 1. Jänner 2026. Am Neujahrsmorgen zeigte sie sich weitestgehend ruhig, dennoch sei es vereinzelt zu Zwischenfällen sowie zu Sicherstellungen pyrotechnischer Gegenstände und Anzeigen gekommen. Im Zuge der Einsätze wurden in Österreich acht Bedienstete verletzt.
„Dank gilt allen Polizisten, Rettungskräften, Feuerwehrleuten und Einsatzkräften“
„Mein herzlicher Dank gilt allen Polizistinnen und Polizisten, Rettungskräften, Feuerwehrleuten und Einsatzkräften, die für einen sicheren Jahreswechsel gesorgt haben“, betonte Innenminister Gerhard Karner, der zugleich all jenen gute Besserung wünscht, die bei wenigen aber teils folgenschweren Unfällen oder Vorfällen verletzt wurden. So hat in Wien etwa ein 14-Jähriger seine Hand verloren, mehr dazu hier: Jugendlicher (14) verliert bei Böllerunfall seine Hand.

©Parlamentsdirektion/Ulrike Wieser
Innenminister Gerhard Karner wünscht all jenen gute Besserung, die bei teils folgenschweren Unfällen verletzt wurden.3.100 Identitätsfeststellungen durchgeführt
Rund 2.800 pyrotechnische Gegenstände wurden in der Silvesternacht sichergestellt, zudem wurden 15 strafrechtliche sowie 15 verwaltungsrechtliche Festnahmen vermeldet. Außerdem haben die Beamten in Österreich über 3.100 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Laut derzeitigem Stand hat es auch 14 Anzeigen wegen (fahrlässiger) Körperverletzung durch pyrotechnische Gegenstände gegeben, weitere 61 Anzeigen betrafen Sachbeschädigungen, die durch unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik verursacht worden sind.
Hunderte Anzeigen wurden ausgestellt
Zudem hat man auch noch 63 Anzeigen wegen Brandstiftung oder fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst durch Pyrotechnik und 14 Anzeigen im Zusammenhang mit Unfällen durch pyrotechnische Gegenstände erstattet. Von den Beamten wurden während der Silvestereinsätze 139 Organmandate und 729 Verwaltungsanzeigen nach dem Pyrotechnik- sowie den jeweiligen Landesgesetzen ausgestellt, 421 Personen flattert nun eine Anzeige nach diesen Regelungen ins Haus.
Auch Brandereignisse beschäftigten die Einsatzkräfte
Brandereignisse, die die Polizei beschäftigte, umfassten etwa einen Flurbrand in Neusiedl am See im Burgenland und ein Feuer in einer Waldfläche am Ankogel in Kärnten. Zudem waren auch mehrere Gebäude von Feuern betroffen, so etwa in Rohrbach bei St. Florian, in St. Valentin und in Schwaz. In Graz wurden 13 Personen bei einem Brand in einem Lokal verletzt, wobei zehn von ihnen auch ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Rund 200 Gäste mussten aus dem Lokal evakuiert werden.
Schwerer Raub in Wiener Neustadt
Aber auch Übergriffe und Unfälle hat es in der Silvesternacht gegeben. So ist es in Wiener Neustadt (Niederösterreich) zu einem schweren Raub gekommen, bei dem vier Jugendliche unter Vorhalt eines Messers Pyrotechnik erbeuteten. In Salzburg wurden zwei Beamte bei einem Einsatz nach einer Prügelei leicht verletzt.