Für Stadlober war sogar Platz zwei, den sie am Montag in Toblach im 10-km-Klassiker erkämpft hatte, in Reichweite. Die Salzburgerin musste sich der Schwedin Moa Ilar aber im Zielsprint um 0,3 Sekunden geschlagen geben. Souveräne Siegerin mit mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung wurde die US-Amerikanerin Jessie Diggins.

Stadlober, die nach der Erkrankung der bisher zweitplatzierten Norwegerin Astrid Oeyre Slind als Vierte gestartet war, lief schon nach rund einem Kilometer durchgehend auf Podestkurs. Während Diggins auf dem Weg zu ihrem 30. Weltcup-Sieg vorn ein einsames Rennen absolvierte, waren Stadlober und Ilar als Verfolgerduo isoliert vom Rest des Feldes. Die 32-jährige Österreicherin leistete lange Führungsarbeit, auf den letzten Metern war dann Ilar um den Tick stärker.

Langlaufen

Wertungen und Kalender

Für Stadlober, die ihren insgesamt siebenten Podestplatz im Weltcup erlief, ist jedenfalls ihr erster Stockerlplatz in der Tour-Gesamtwertung möglich, ihre bisherige Bestmarke ist Rang fünf 2017/18. Die beiden abschließenden Bewerbe in Val di Fiemme sind am Samstag ein Sprint (klassisch) und am Sonntag (15.30 Uhr, live in ORF1) der Final Climb auf die Alpe Cermis (Skating).

Moser erneut in den Top Ten

Moser, der am Silvestertag als Zweiter im 5-km-Heat-Massenstart seinen ersten Weltcup-Podestplatz geholt hatte, ging ebenfalls als Vierter in die Loipe, lief stets in der Verfolgergruppe des enteilten Superstars Johannes Hösflot Kläbo und verpasste schließlich einen erneuten Stockerlplatz nur um eine Sekunde.

der österreichische Langläufer Benjamin Moser

IMAGO/Bildbyran/Maxim Thore

Benjamin Moser etabliert sich bei der Tour de Ski in der Weltspitze

Der 28-jährige Tiroler resümierte dementsprechend glücklich: „Das war wieder ein super Tag für mich. Ich hatte unfassbar gutes Material und konnte mich dadurch in den flachen Passagen immer wieder erholen“, sagte Moser. Besonders in den Anstiegen sei es jede Runde ein „Kampf“ gewesen. „Dass ich am Ende sogar noch um den dritten Platz sprinte, ist ein Wahnsinn, aber auf der Zielgeraden war ich leider schon richtig platt. Alles in allem ist dieser achte Platz einfach richtig cool!“

Gerade für Österreichs Männer ist das Ergebnis nach der krankheitsbedingten Absage von Aushängeschild Mika Vermeulen für die Tour besonders erfreulich.

Kläbo distanzierte bei seinem 103. Weltcup-Sieg seinen zweitplatzierten norwegischen Landsmann Mattis Stenshagen um 51,1 Sekunden und steuert damit auf die Rekordmarke von fünf Gesamtsiegen bei der Tour der Ski zu.

Tour de Ski in Toblach

Damen-Verfolgung (20 km klassisch):

1.

Jessie Diggins

USA

52:14,8

2.

Moa Ilar

SWE

+ 1:35,2

3.

Teresa Stadlober

AUT

1:35,5

4.

Jasmi Joensuu

FIN

1:54,3

5.

Heidi Weng

NOR

1:55,0

6.

Johanna Matintalo

FIN

1:55,5

7.

Kerttu Niskanen

FIN

1:56,3

8.

Ebba Andersson

SWE

1:58,9

9.

Julie Bjervig Drivenes

NOR

2:07,2

10.

Frida Karlsson

SWE

2:50,5

Herren-Verfolgung (20 km klassisch):

1.

Johannes Hösflot Kläbo

NOR

46:01,7

2.

Mattis Stenshagen

NOR

+ 51,1

3.

Edvin Anger

SWE

59,8

4.

Federico Pellegrino

ITA

59,8

5.

Emil Iversen

NOR

1:00,2

6.

Gus Schumacher

USA

1:00,2

7.

Lars Heggen

NOR

1:00,3

8.

Benjamin Moser

AUT

1:00,8

9.

Harald Östberg Amundsen

NOR

1:03,1

10.

Iivo Niskanen

FIN

1:53,6

45.

Tobias Ganner

AUT

4:07,2

68.

Michael Föttinger

AUT

5:47,2