Ein Kleines Feuerwerk zur Eröffnung ist über der schwimmenden Bühne der ZDF-Silvestershow am Chicagokai vor dem Westfield Hamburg-Überseequartier in der Hafencity zu sehen. Erstmals findet die ZDF-Silvestershow in der Hamburger Hafencity statt.

AUDIO: Premiere in Hamburg für die ZDF-Silvestershow (1 Min)

Stand: 01.01.2026 17:20 Uhr

Das ZDF hat seine Silvesterparty in diesem Jahr erstmals nicht aus Berlin, sondern aus der Hamburger Hafencity gesendet. Mit dabei waren viele bekannte Künstlerinnen und Künstler.

Das Highlight an dem Abend war unter anderem die schwimmende Bühne auf der Elbe, die auf Pantons geschweißt wurde. Darauf traten bei der Show mit dem Titel “Silvester in Concert” unter anderem Johannes Oerding, Michael Patrick Kelly, Kerstin Ott, die britische Boygroup Blue, die österreichische Band Wanda, der Rapper Das Bo, DJ Felix Jaehn, ATC, Jenny von Ace of Base und die Lokalmatadoren Lotto King Karl und der Shantychor De Tampentrekker auf. Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner moderierten die Show.

Veranstalter spricht von 9.000 Menschen

Gerade mal drei Monate Zeit blieb für die Planung der ZDF-Silvesterparty in der Hambuger Hafencity, nachdem die Stadt Berlin erst im September mitgeteilt hatte, diese nicht mehr ausrichten zu wollen. Für 12.000 Menschen war die Veranstaltung genehmigt. Letztlich feierten dort nach Angaben des Veranstalters rund 9.000 Menschen den Jahreswechsel. Damit sei die Premiere in Hamburg ein voller Erfolg und absolut im Plan, heißt es vom Veranstalter.

Zutritt zum Chicagokai nur mit Eintrittskarte

Zur Location, dem Chicagokai vor dem Westfield-Einkaufszentrum, kam nur, wer auch ein Ticket hatte. Denn anders als bisher in Berlin kostete die Party in Hamburg Eintritt. Wer früh gebucht hatte, konnte sich für 32 Euro eine Karte kaufen. Laut Veranstalter gab es aber auch Sozialtickets zu reduzierten Preisen.

Kürzeres Feuerwerk als in Berlin

Gesichert war die Kaikante für die Konzertgäste mit sogenannten Crash-Barriers, also stabilen Gittern, und zusätzlichem Sicherheitspersonal. Trotz teilweise strömenden Regens war die Stimmung der Besucherinnen und Besucher am Chicagokai durchgehend gut und entspannt. Im Zuschauerraum waren Raketen und Böller tabu. Das Feuerwerk, das um Mitternacht über der Elbe stattfand, war etwas kürzer als in Berlin.

Live-Übertragung und weitere Programmpunkte

Die Veranstaltung wurde ab 20.15 Uhr live im ZDF übertragen. Während der Show gab es außerdem Live-Schalten an bekannte Orte in Hamburg, darunter die Reeperbahn und die Landungsbrücken. Oli.P sprach als Co-Host zum Beispiel mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Olivia-Jones-Familie. Auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken traf er den “Notruf Hafenkante”-Darsteller Marc Barthel. Und auch eine Schalte ins Miniatur Wunderland stand auf dem Programm. 

“Wir kriegen von der Stadt keine Förderung”

Eine schwimmende Bühne in der Hamburger HafenCity.

Die große Silvesterparty des ZDF findet in diesem Jahr auf einer schwimmenden Bühne vor dem Westfield-Einkaufszentrum statt.

Laut Veranstalter Björn Hansen soll das Event ohne Zuschüsse der Stadt finanziert worden sein: “Wir kriegen von der Stadt keine Förderung, die Veranstaltung finanziert sich im Wesentlichen durch die Ticketeinnahmen, die Sponsoring-Einnahmen, Medialeistungen und die Gastronomie.”

Hamburg sichert sich Nutzungsrechte der TV-Bilder

Allerdings war die Marketingagentur der Hansestadt in die Silvesterparty eingebunden. Das hat eine Nachfrage der Linken an den Senat ergeben. Demnach zahlte das städtische Unternehmen gut 400.000 Euro an den Veranstalter und sicherte sich so unter anderem die Nutzungsrechte der TV-Bilder. Die Linke spricht von Zahlung öffentlicher Gelder durch die Hintertür, der Senat dagegen von einer Kooperation.

Kritik an der Planung im Cityausschuss

Im Cityausschuss der Bezirksversammlung Mitte hatte es Kritik an der Planung der Veranstaltung in der Hafencity gegeben. Einige Bezirksabgeordnete fühlten sich überrumpelt. Es habe nicht genug Zeit gegeben, um alles zu prüfen und mögliche Einwände zu äußern, fanden die Linken.

Zahlreiche Menschen feiern mit Feuerwerk den Jahreswechsel an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen.

Hafencity statt Berlin: Die ZDF-Show “Willkommen 2026” soll erstmals aus der Hafencity gesendet werden. Doch noch sind viele Fragen offen.

Polizeikräfte stehen auf dem Hamburger Jungfernstieg und kontrollieren das Verbot von Feuerwerk an der Binnenalster kurz vor dem Jahreswechsel.

Das Verbot gilt vom 31. Dezember um 18 Uhr bis Neujahr um 1 Uhr. Auch in der Nähe bestimmter Einrichtungen ist das Böllern in Hamburg verboten.