«Wie der Deutschschweizer tickt? Pünktlich, organisiert, regeltreu»

Er ist der berühmteste Satiriker der Romandie. Besonders beliebt sind seine hart klischierten Deutschschweizer Figuren. Dabei spricht Vincent Kucholl selber kaum Mundart – er tut nur so. Zut alors!

Vincent Kucholl sitzt an einem Tisch in einem Restaurant in Lausanne, den Kopf auf die Hände gestützt, im Juni 2025.

Mä oui! Klischees sind das Werkzeug von Vincent Kucholl.

Foto: Marie-Lou Dumauthioz

Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.

Abo abschliessen Login

BotTalk

Er war der verschrobene Geheimagent in «Bon Schuur Ticino». Als Oberst Inäbnit erklärt er dem Fernsehpublikum in der Romandie regelmässig die seltsamen Deutschschweizer. Und in «Tschugger» spielt er jenen Polizisten, der tatsächlich zum Fürchten ist.

Vincent Kucholl ist in der Romandie eine Grösse – in der Deutschschweiz wird er nur selten wahrgenommen. Was natürlich symptomatisch für das oft schwierige Verhältnis in der mehrsprachigen Schweiz ist. Trotzdem sagt Kucholl: Eigentlich habe man recht viel gemeinsam. Auch wenn man sich nicht immer verstehe.

Herr Kucholl, können wir vorab klären, in welcher Sprache wir dieses Interview führen?

Ich mache das jeweils so: Wenn mein Gegenüber zumindest rudimentär Französisch spricht, dann sprechen wir Französisch. Aber meistens landen wir früher oder später bei Englisch.

Was sagt das aus über den Zustand der Sprachwelten in der Schweiz?

Das zeigt einerseits, dass wir ein Problem haben, weil wir in der Westschweiz in der Schule eine Sprache lernen, die nicht die Sprache von euch in der Deutschschweiz ist. Ich komme also eigentlich schon mal mit der falschen Sprache in unser Gespräch. Es ist eine Art vorgespurte Inkompetenz.

Und Englisch lernt sich einfach besser?

Dieser Sprache kann man sich in Europa nicht verweigern. Sie dominiert alles. Kultur, Musik, Gesellschaft.

Wird die Schweiz denn von der Deutschschweiz dominiert?

In Bern, also politisch: auf jeden Fall. Wer als politischer Vertreter in Bern kein Deutsch versteht, bleibt aussen vor. Auch ausserhalb der Politik spürt man manchmal, dass wir hier die Minderheit sind. Ein Bekannter arbeitet bei einer grossen Schweizer Versicherung und hat festgestellt, dass gewisse Abkürzungen und Umschreibungen intern in der ganzen Schweiz benutzt werden, «KuBe» für Kundenberater, «MAG» für Mitarbeitergespräch. Es sind Details, aber es zeigt, wer das Sagen hat.

«Für Satire möglichst nah an der Schweizer Lebenswelt war die Armee die ideale Vorbereitung.»

Die Verständigung zwischen den Landesteilen bringt Eigenheiten hervor, zum Beispiel das «français fédéral». Mit Ihren Figuren nehmen Sie das dankbar auf. Wann haben Sie festgestellt, dass Sie das gut imitieren können?

Mein Vater ist ja Deutschschweizer, seine Mutter ist Schweizerin, sein Vater Deutscher. Die Familie hat zuerst in Deutschland gelebt, ist dann nach Uerikon am Zürichsee gezogen. Er hat mit mir nie Deutsch geredet, weder Schweizerdeutsch noch Hochdeutsch. Aber immer, wenn er seine Mutter in Zürich anrief, konnte ich mithören. «Ja natürlich, sicher machemer das, aso guet», so klang das. Ich verstand nichts, aber es gab mir ein Gespür für den Sound dieser Sprache. In der Schule gab es Kollegen, die waren bilingue, sie bekamen zu Hause Italienisch oder Portugiesisch mit. Und ich hätte ja die Chance auf Deutsch gehabt. Das fand ich schade.

Aber haben Ihnen die Wortfetzen geholfen, in der Schule besser im Deutsch zu sein?

Nicht wirklich. Aber es gab einen zweiten Ort, an dem ich plötzlich ganz nah am Schweizerdeutschen war: das Militär. Mein Vorgesetzter dort hiess Oberleutnant Inäbnit. Er inspirierte mich zu meiner späteren Satirefigur Karl-Heinz Inäbnit. Natürlich macht man sich eh gern über die Kader lustig, aber es war eine besondere Situation mit der Sprache. Vier Monate lang schnappte ich viel Schweizerdeutsch auf, auch das typisch militärische. Später, bei meinen ersten Auftritten, stellte ich fest, dass viele Leute in der Romandie kaum je mit dieser Sprache konfrontiert sind, sie aber sehr lustig finden.

Vincent Veillon in weissem Hemd und Vincent Kucholl in Militäruniform bei Proben für das Schweizer Bühnenstück ’120 secondes présente la Suisse’.

Ein eingespieltes Duo: Vincent Veillon und Vincent Kucholl als seine Paradefigur – Oberst Inäbnit.

Foto: Sebastien Anex

Die Armee, das grösste mehrsprachige Unternehmen der Schweiz?

Absolut, und es funktioniert ja fast alles! Ich habe dort viel gelernt, ich war Soziologe, Anthropologe, Sprachwissenschaftler, ich traf Leute, die ich sonst nie getroffen hätte. Für das, was ich später machen wollte, also Satire möglichst nah an der Schweizer Lebenswelt, war die Armee die ideale Vorbereitung.

Sie haben in diversen Deutschschweizer Film- und Fernsehproduktionen mitgearbeitet: Schweizerdeutsch bringt Sie nicht aus der Ruhe?

Das nicht. Aber weil ich so ein bisschen spreche und viele Akzente imitieren kann, denken die Leute, ich würde alles verstehen. Und das stimmt halt nicht wirklich. Aber hinter der Sprache hatte ich auch Freude, zu entdecken, wie die Leute ticken.

Wie tickt der Deutschschweizer?

Pünktlich, organisiert, regeltreu.

Es sind Klischees, mit denen auch Ihre Charaktere spielen.

Genau. Klischees sind mein Werkzeug! Es gibt eine Menge Leute, die sich darauf beziehen können, weil auch sie von diesen Klischees ausgehen. Also bieten sie Angriffsfläche, sie bringen die Leute zum Lachen oder Nachdenken, selbst wenn sie überzogen sind.

Welche klischierten Figuren kursieren denn in der Romandie aus der Deutschschweiz?

Nun, da wäre der Zürcher Grafiker, ganz in Schwarz, mitsamt Brille. Der konservative Innerschweizer, ein bisschen rassistisch. Der Outdoor-Hipster, der selbst für eine leichte Wanderung nur das Beste vom Besten trägt, sauteuer, blitzsauber. Und, ganz wichtig: der leidenschaftliche Zmörgeler, der sich, ganz schlimm für uns, Konfi aufs Gipfeli schmiert.

Solche Archetypen existieren bestimmt auch innerhalb der Romandie.

Natürlich. Die Walliser: Die Frauen haben alle Mèches im Haar. Die Jurassier: rauchen alle. Die Genfer: beschweren sich über alles.

Klischees können spalten.

Sie können genauso gut auch einen! Nehmen wir einen Banker aus Genf und einen Bauern aus Uri. Sie pflegen eine andere Lebensweise, leben in einer anderen Umgebung, haben einen anderen Horizont, womöglich, und eben, sie sprechen nicht einmal dieselbe Sprache. Was sie gemeinsam haben? Den Pass, einen Fünfliber im Hosensack, die SBB und die Migros vor der Haustür.

Was gibt es denn für ernsthafte Auffassungen über die Deutschschweizer hier in der Romandie?

Hm, zunächst die weniger charmanten. Dass die Deutschschweizer in gewissen Zusammenhängen etwas arrogant rüberkommen. Weniger im bewussten Auftritt, mehr so im Verhalten von Firmen oder Institutionen. Wenn sich die Tamedia einfach kaum mehr um die Romandie schert und hier alles zusammenkürzt, so ist das auch eine Form der Arroganz, ein Desinteresse. Wie damals, als die Swissair Genf als internationalen Startplatz fast ganz wegstrich und viele Flüge nach Zürich verlegte. Von da kommt dieses Gefühl, Teil einer Minderheit zu sein, in der Romandie.

In welchen Momenten ist es am stärksten?

Bei gewissen Abstimmungen. Oder wenn die «Weltwoche» über die Westschweiz schreibt: «Das Griechenland der Schweiz.»

Vincent Kucholl, Catherine Papagni, Regisseur Peter Luisi und Beat Schlatter posieren vor einer malerischen Berglandschaft im Ticino. Im Hintergrund ist ein rotes Auto und ein antikes Geschütz zu sehen.

Geredet wurde am Set von «Bon Schuur Ticino» meist Englisch (v. l.): Vincent Kucholl, Catherine Pagani, Regisseur Peter Luisi und Beat Schlatter.

Foto: SRF / Le Pacte

Sie arbeiten viel über die Sprachgrenze hinweg, bei «Bon Schuur Ticino» zum Beispiel, einem Film, der die Mehrsprachigkeit der Schweiz zum Thema macht. Wie wurde da auf dem Set gesprochen?

Deutsch oder Englisch. Ganz so polyglott war der Cast nicht. Ich war ja der einzige Romand, Catherine Pagani die einzige Tessinerin. Und da ich mich auf Englisch sicherer als auf Deutsch fühle, hat es sich so ergeben, dass am Set des Films über die Schweizer Mehrsprachigkeit vor allem Englisch gesprochen wurde.

«Den Röstigraben halte ich für eine Erfindung, ein Konzept der Medien.»

Irgendwie am Ende auch passend: Man muss sich ja für eine Sprache entscheiden …

Eine Anekdote noch vom Set. In einer der letzten Sequenzen halte ich den «Blick» in den Händen, und weil im Film ja die ganze Schweiz nur noch Französisch sprechen darf, heisst er eben «Regarde». Darauf sind ein paar Schlagzeilen auf Französisch abgedruckt, und zwischen den einzelnen Takes zählte ich mal so die Rechtschreibfehler durch, die da auf diesen zehn Zeilen zu finden waren. Es waren 15. Das war irgendwie symptomatisch für die Fahrlässigkeit, mit der man in der Schweiz mit den verschiedenen Sprachen manchmal umgeht.

Und dann wurde das korrigiert?

Nein. Wenn man den Film an der richtigen Stelle anhält, sind die Fehler alle noch zu sehen.

Person hält Zeitung mit Schlagzeile ’Suspects recherchés!’ und Fotos von drei Personen.

Eine gefakte «Blick»-Titelseite voller Französischfehler: Szene aus «Bon Schuur Ticino».

Foto: PD

Am Ende ist er in allen Landesteilen auf Zustimmung gestossen.

Ja, zum Glück, in der Deutschschweiz verzeichneten wir 300’000, in der Romandie 80’000 Besuche.

Was sagt das über den Schweizer Humor aus?

Es ist doch bemerkenswert, dass in der Romandie so viele Leute bereit waren, sich einen Film anzuschauen, in dem vor allem Schweizerdeutsch gesprochen wird. Peter Luisi, der Regisseur, fragte mich: Wie übersetzen wir das am besten für die Romandie? Ich sagte: Gar nicht! Es gab Untertitel, und die vielen Stellen, in der sich auch die Figuren im Film nicht verstehen, wurden genau so belassen: in allen drei Originalsprachen.

Also ist er gar nicht so tief, der Röstigraben?

Den Röstigraben halte ich für eine Erfindung, ein Konzept der Medien. Wir Schweizer merken doch, dass wir Schweizer sind, wenn wir mit dem Ausland konfrontiert sind. Oder: Der Unterschied zwischen der Romandie und der Deutschschweiz ist immer noch marginal im Vergleich zu den Welten, die zwischen Lausanne und Paris liegen.

Umgeben von Frankreich, Deutschland, Italien: Ist die Schweiz auf ewig dazu verdammt, die kleine Schwester zu sein?

Vielleicht. Zumindest in der Romandie haben wir einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber den Franzosen, weil sie uns kulturell dominieren: Wir lesen ihre Bücher, schauen ihre Filme, sprechen ihre Sprache. Das nervt uns, eigentlich.

Vincent Kucholl sitzt an einem Tisch in einem Café in Lausanne.

Foto: Marie-Lou Dumauthioz

Vincent Kucholl (*1975) ist Politologe, Schauspieler, Humorist und Autor. Seit 2000 arbeitet er für das Westschweizer Fernsehen RTS. Daneben ist er immer wieder in kleineren und grösseren Filmrollen zu sehen und tritt mit eigenen Bühnenprogrammen auf. Sein aktuelles Stück heisst «Un spectacle de droite» – er wird damit auch in der Deutschschweiz zu sehen sein.

Einem breiten Publikum wurde Kucholl vor allem durch die satirischen Formate «120 secondes» auf Couleur 3 und später «26 minutes»/«52 minutes» im Westschweizer Fernsehen bekannt, die er zusammen mit Vincent Veillon entwickelte und in denen er zahlreiche Figuren verkörpert.

In letzter Zeit wurde in der Deutschschweiz über den Französischunterricht in der Schule debattiert, der Kanton Zürich etwa will, dass die Kinder erst später Französisch lernen. Was halten Sie davon?

Ich finde das gefährlich. Ich habe spät Deutsch gelernt in der Schule, erst ab der 7. Klasse, ein bisschen was habe ich von zu Hause mitbekommen. Ich hätte die Sprache in der Schule gern schon ein bisschen früher mitgenommen, und sei es nur, dass man sich daran gewöhnt, wie sie klingt. Das Ziel ist ja nicht, perfekt zu reden und alles zu verstehen. Das Ziel müsste doch sein, dass einem eine Sprache vertraut erscheint und dass man sich daran gewöhnt, sich in dieser Sprache zu versuchen, Fehler zu machen. Und dann ist die Debatte auch ein Zeichen, dass die Mehrsprachigkeit nicht mehr so hoch gewichtet wird in der Schweiz. Das ist schade.

Mit unterschiedlichen Auswirkungen …

Ja. Das Beherrschen der Sprachen mag für die einen eine Bereicherung sein, etwas Tolles, das einem Ansehen verhilft. Für die anderen in diesem Land ist es einfach eine Notwendigkeit, um politisches Mitspracherecht zu erlangen.

«Bundesrat Rösti war kürzlich in der Romandie, wir konnten uns wunderbar über ihn lustig machen.»

Aber immerhin könnten Sie mit Ihrem Programm theoretisch nach Paris gehen, die Leute verstehen Sie dort. Beat Schlatter hingegen kann in München nicht auftreten.

Das stimmt. Aber ich spiele ja mit einem sehr lokalen Humor, mit Gefühlen von hier, Figuren von hier. Ausserdem hätte ich niemals Lust, nach Paris zu gehen.

Warum?

Ich wäre verloren. Jeden Abend treten dort Hunderte Entertainer auf, das muss ein gnadenloser Konkurrenzkampf sein. Ganz ehrlich: Ich würde lieber in Bümpliz oder Winterthur auftreten als in Paris.

Jetzt kokettieren Sie.

Auf keinen Fall, weil: Auch wenn mich mit diesem Publikum nicht dieselbe Sprache verbindet, so haben wir dennoch dieselbe politische Kultur, dieselbe Geschichte. Ich mache mich gern über Politik lustig, viel davon lässt sich übersetzen.

Wobei sich diese politischen Unterschiede in den letzten Jahren verstärkt haben.

Wir haben die gleiche Kultur: Föderalismus, direkte Demokratie, Mehrsprachigkeit. Solange diese Werte übereinstimmen, klappt es. Und wir teilen ja dieselben Eliten, die keine Könige sind, wie Macron in Frankreich. Sondern halt unsere Bundesräte, Rösti war kürzlich in der Romandie, wir konnten uns wunderbar über ihn lustig machen, weil er nah an uns ist, quasi mit uns gelacht hat. Diese Figuren sind nicht abgehoben, leben nicht in einer anderen Realität als wir. Die Eliten in der Schweiz sind dem Volk sehr nah, und das gilt für die Romandie wie auch die Deutschschweiz. Das definiert, wie wir der Macht gegenüberstehen.

Lacht man in Lausanne über anderes als in Zürich?

Schwer zu beurteilen. Ich schaue nicht so viel Deutschschweizer Fernsehen. Aber ich stelle mir vor, dass es viele Wortspiele gibt auf Schweizerdeutsch. Ich mag eher Situationskomik, wie einst Chaplin: Er hat die ganze Welt zum Lachen gebracht – die meiste Zeit ohne Worte.

Was lässt einen gemeinsam lachen?

Je mehr man gemeinsam hat, desto besser kann man gemeinsam lachen. Deshalb habe ich mich von der Deutschschweiz auch nie komplett entfernt gefühlt, gebe dort Interviews oder trete auch mal auf. In Japan etwa hätte ich Angst, meine Gags zu machen, ich wüsste überhaupt nicht, wie die in dieser Kultur ankommen. Das ist schon anders bei uns in der Schweiz. Das absolut wichtigste dabei: Selbstironie.

Vincent Kucholl sitzt an einem Tisch in Lausanne, Juni 2025.

«Der Unterschied zwischen der Romandie und der Deutschschweiz ist immer noch marginal im Vergleich zu den Welten, die zwischen Lausanne und Paris liegen», sagt Vincent Kucholl.

Foto: Marie-Lou Dumauthioz

Warum?

Wenn die gegeben ist, lässt sich über alles lachen. Unsere Armee, die Polizei, die haben Selbstironie.

Wirklich?

Klar, die Armee etwa hat uns einen Waffenplatz und ihre Uniformen nutzen lassen. Und in unseren Sketches haben wir echte Polizeiuniformen. Also ist diese Selbstironie in der Kultur verankert.

Gibt es noch Künstler, auch ausserhalb der Comedy, die in beiden Landesteilen funktionieren?

Hmmm … bei den Young Gods aus Freiburg war das so. Es gab Stephan Eicher. Carlos Leal vielleicht. Aber die sind alle etwas alt, nicht? Emil!

Emil?

Ja klar, der hat hier funktioniert, auch dank den «Schweizermachern». Er war sogar im Circus Knie, aber nicht nur in der Deutschschweiz, sondern im ganzen Land. Der kam an!

Sie waren doch auch im Knie.

Nur in der Romandie. In der Deutschschweiz haben sie sich dann für Giacobbo/Müller entschieden.

Haben Sie es denn gar nie versucht bei SRF?

Es gab diesen einen Versuch, naheliegenderweise hiess er «26 Minuten», wie die Sendung «26 minutes» von Vincent Veillon und mir. Wir traten beide auf, die Volksmusiksängerin Melanie Oesch war eingeladen, aber sie wurde nicht wirklich darüber informiert, dass wir gar kein Deutsch verstehen. Vincent hat dann seine Fragen an Melanie auf Deutsch vom Teleprompter abgelesen und Melanie hat auf Berndeutsch geantwortet, wir verstanden eigentlich nichts, blieben aber trotzdem im Gespräch. Wir lachten zusammen! In einer französischen Sendung hätte das nicht geklappt.

«26 minutes» mit Vincent Kucholl.

Video: Youtube/SRF

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Cookies zulassen Mehr Infos

Warum?

Weil eben die Selbstironie fehlt. Es würde sofort heissen: Was, wie, ich verstehe nichts, red Französisch mit mir. Die Schweizer haben sie, diese Selbstironie. Das ist der Unterschied.

Satiriker Vincent Kucholl

Newsletter

Der Morgen

Der perfekte Start in den Tag mit News und Geschichten aus der Schweiz und der Welt.

Weitere Newsletter

Einloggen