Enzo Fernandez jubelt

Stand: 04.01.2026 20:43 Uhr

Ein über weite Strecken defensiv eingeigeltes Chelsea hat sich am 20. Spieltag auswärts bei Manchester City einen Last-Minute-Punkt gesichert. Kapitän Enzo Fernandez schockte die dominanten Gastgeber mit einem späten Treffer zum 1:1 (1:0)-Ausgleich.

Nach zehn zu eins Torschüssen in der ersten Hälfte schien der FC Chelsea schlichtweg zu spät aufgewacht, doch dann kam der argentinische Nationalspieler in Reihen der Blues. Beim Debüt von Interimstrainer Calum McFarlane stocherte der 24-Jährige den Ball gegen Gianluigi Donnarumma zum Remis über die Linie. Die Cityzens waren durch den Treffer von Tijjani Reijnders (42.) lange in Führung und vergaben durch den späten Ausgleich zwei wichtige Punkte auf Tabellenführer Arsenal.

Es dauerte ein wenig, bis die Fans im Etihad Stadium die ersten Chancen zu beklatschen hatten. Bis zur 19. Minute passierte recht wenig, dann setzte sich Pedro Neto auf der linken Seite durch und fand Estevao im Zentrum, doch Josko Gvardiol blockte den Abschluss im letzten Moment. Die Offensivaktion befeuerte scheinbar auch die Cityzens. Phil Foden nahm eine Reijnders-Vorlage artistisch aus der Luft und verfehlte das Tor aus 16 Metern nur ganz knapp.

Im Laufe der ersten Hälfte wurden die Skyblues immer stärker und Chelsea hielt sich nicht mehr ganz so penibel an die defensive Marschroute von Interimstrainer McFarlane. Ein Ballverlust im Aufbau der Gäste nutzte Foden und leitete abermals sehenswert per Hacke auf Erling Haaland weiter. Dessen Abschluss wurde noch abgefälscht und dadurch zum ersten gefährlichen Test für Torwart Filip Jörgensen. Eine Minute später rettete dann der Pfosten für den Dänen im Tor der Blues.

Reijnders bestrafte Fehler der Blues eiskalt

Erneut vertändeln die Londoner den Ball im Spielaufbau, Haaland macht dann eigentlich alles richtig, traf mit seinem Schlenzer aber nur den Pfosten. Besser machte es Reijnders nur drei Minuten später, ein abgefälschter Ball landete in den Füßen vom Niederländer, der den Ball aus spitzem Winkel kompromisslos in die kurze Ecke jagte. Keine Chance für den 23-jährigen Schlussmann bei seinem Startelf-Debüt für Chelsea. Die zweite Hälfte startete dann mit der bis dato besten Gelegenheit für die Gäste.

Kapitän Fernandez setzte sich im Strafraum elegant per Zidane-Drehung durch und bediente den zentral freistehenden Pedro Neto, der aus zehn Metern über das Tor schoß – das hätte der Ausgleich sein müssen. Danach bemühten sich die Gastgeber in Person von Haaland wieder für mehr Offensivpower, aber die Verteidigung des CFC stand sicher. Auch bei den zunehmenden Konteraktionen der Skyblues, denn Chelsea musste offensiver werden und das taten sie auch.

Chelsea-Kapitän Fernandez krönte Schlussoffensive

Der eingewechselte Liam Delap testete den bis dato fast beschäftigungslosen Donnarumma aus spitzem Winkel und auch in der Folge war der Engländer an fast jeder gelungenen Offensivaktion der Gäste beteiligt. Außer einem Gerangel und einigen Gelben Karten von Schiedsrichter Michael Oliver verlief die Schlussphase überwiegend unspektakuär. In der 90. Minute verstolperte Ex-City-Spieler Cole Palmer die vielleicht beste Chance als er den Ball im Strafraum nicht auf das Tor brachte.

Als beide Mannschaften sich mit dem Ergebnis scheinbar abgefunden hatten, stellte die Konteraktion über Malo Gusto und Fernandez den kompletten Spielverlauf auf den Kopf. Durch das Unentschieden warten beide Mannschaften im neuen Kalenderjahr weiter auf den ersten Sieg in der Premier League.