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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew erhält Sicherheitsgarantien. Merz ändert seinen Kurs. Der News-Ticker.
Update, 15:15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Hoffnung auf ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump geäußert und Washington als möglichen Ort genannt. Gleichzeitig kritisierte er, von seinen Verbündeten noch keine klare Antwort darauf erhalten zu haben, ob sie die Ukraine bei weiterer russischer Aggression beschützen würden.
Obwohl Selenskyj einen politischen Willen seiner Partner erkenne, forderte er rechtlich bindende Verpflichtungen für Sicherheitsgarantien. Diese gelten als zentraler Streitpunkt bei den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs, wie der Präsident vor Journalisten erklärte.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew gelingt erneuter Schlag gegen Russlands Wirtschaft
Update, 14:20 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben ein russisches Treibstoffdepot im Gebiet Belgorod erfolgreich angegriffen. Der Generalstab der Ukraine bestätigte, dass ukrainische Drohnen das Oskolneftesnab-Depot nahe dem Dorf Kotel direkt getroffen und einen Großbrand ausgelöst hätten. „Das Öldepot ist an der Treibstoffversorgung der Besatzungsarmee beteiligt“, erklärte der Generalstab in einer Telegram-Mitteilung.
Gleichzeitig griffen ukrainische Kräfte ein Logistiklager der 20. motorisierten Schützendivision Russlands in der besetzten Donezk-Region an. Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bestätigte den Brand mehrerer Tanks, meldete aber keine Opfer. Die Angriffe sind Teil der ukrainischen Strategie zur Schwächung der russischen Militär- und Wirtschaftskapazitäten im Ukraine-Krieg.
Update, 13:50 Uhr: Auf dem Atlantik spielt sich zurzeit offenbar eine spektakuläre Verfolgungsjagd ab. US-Spezialkräfte versuchen offenbar, den unter russischer Fahne fahrenden Tanker „Marinera“ zu entern und zu beschlagnahmen. Das Schiff soll Verbindungen zu Venezuela haben und Teil der russischen Schattenflotte sein. Russland hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits ein U-Boot und weitere Schiffe zum Schutz des Tankers entsendet.
Ukraine-Krieg aktuell: Budanow rechnet mit konkreten Fortschritten bei Friedensverhandlungen
Update, 12:56 Uhr: Der neue ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hat am zweiten Tag der Pariser Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg weitere konkrete Fortschritte angekündigt. „Nicht alle Informationen können öffentlich gemacht werden, aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse, und unsere Arbeit geht weiter“, teilte der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj über Telegram mit.
Die Ukraine sucht Unterstützung ihrer Verbündeten für einen möglichen Waffenstillstand, lehnt jedoch Russlands Forderung nach der Abtretung des Donbass ab. Laut ukrainischen Angaben brachten die USA eine freie Wirtschaftszone in Teilen der Region ins Spiel, aus denen sich die Ukraine zurückziehen würde.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew erhält täglich 1.500 Abfangdrohnen
Update, 12 Uhr: Laut dem Verteidigungsministerium der Ukraine haben die Truppen von Selenskyj täglich im Schnitt über 1.500 Abfangdrohnen erhalten. Mit dieser Schlagkraft würden russische Angriffe erfolgreich bekämpft werden. Der Vorteil von den kostengünstigen Drohnen ist unter anderem, dass die Bestände an Luftverteidigungsraketen geschont werden können. Zudem können Drohnen dafür sorgen, dass die Luftverteidigung im Ukraine-Krieg nicht überlastet wird.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 10:19 Uhr: In einem Interview mit dem Sender France 2 hat der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt, er werde möglicherweise bald mit Wladimir Putin in Kontakt treten. „Ich treffe derzeit Vorkehrungen, um in den kommenden Wochen Kontakt aufzunehmen“, führte er aus. Er betonte, sein Ziel sei Frieden in der Ukraine, jedoch nicht um den Preis ihrer Kapitulation. Macron und Putin hatten zuletzt im Juli vergangenen Jahres telefoniert.
Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs: Selenskyj in Zypern eingetroffen
Update, 9:42 Uhr: Wie das Büro des Präsidenten der Ukraine mitteilt, ist Selenskyj in Zypern eingetroffen. Um 11:15 Uhr ist ein Treffen zwischen Selenskyj und dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides geplant, gefolgt von einem Treffen mit Erzbischof Georg III. von Zypern, wie es weiter heißt. Der Inselstaat hat seit dem 1. Januar den Vorsitz im Europäischen Rat inne. Unter dem Motto „Eine autonome Union – offen für die Welt“ wird Zypern auf eine eigenständigere Union hinarbeiten.
Update, 9:06 Uhr: Die Friedensgespräche zum Ukraine-Konflikt haben seit November deutlich an Fahrt aufgenommen. Allerdings zeigt sich Russland weiterhin ablehnend gegenüber den bisher vorgelegten Vorschlägen zur Konfliktlösung.
Besonders problematisch bleibt die NATO-Frage: Da Moskau den Überfall auf die Ukraine unter anderem mit dem Ziel einer Verhinderung der NATO-Osterweiterung begründet hatte, ist höchst fraglich, ob der Kreml nun die Stationierung britischer oder französischer Soldaten in der Ukraine akzeptieren würde, wie etwa die Nachrichtenagentur Reuters die Lage einschätzt.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj sieht „90 Prozent“ für eine Friedenslösung
Update, 7. Januar, 8:26 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Ergebnis internationaler Friedensgespräche als „sehr gut“ bezeichnet und erklärt, man habe nun „90 Prozent für eine Friedenslösung erreicht“. Allerdings fehlten noch entscheidende Punkte, wie Reuters berichtet.
Selenskyj warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, keinen Frieden zu wollen. Die wichtigste Absicherung gegen künftige russische Angriffe sei eine starke ukrainische Armee an der Grenze, erklärte er weiter. Positiv bewertete der Staatschef die geplante zweite Verteidigungslinie mit französischen und britischen Soldaten.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Fotostrecke ansehenMerz bereit zu deutscher Beteiligung an Ukraine-Sicherung – jenseits der Grenze
Erstmeldung: Kiew – Die Bundeswehr soll einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg mit absichern. Damit vollzieht Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen Kurswechsel zur bisherigen deutschen Position, wonach sich die Truppenfrage erst nach Klärung der Waffenstillstandsbedingungen stelle.

Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk. © IMAGO/Stanislav KrasilnikovUkraine-Krieg aktuell: Schutztruppe für Ukraine nimmt Form an – Deutschland dabei
Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem von Russland angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Für Deutschland stellte Merz erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze.
„Koalition der Willigen“: Merz appelliert an Selenskyj
Merz appellierte in Paris an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, er möge dafür sorgen, dass sich junge Ukrainer künftig „in den Dienst einer sicheren und wirtschaftlich gesundenden Ukraine stellen, statt nach Deutschland, Polen oder Frankreich auszureisen, so wie wir es gegenwärtig erleben“.
Bei einem weiteren Treffen in Paris am heutigen Mittwoch (7. Januar) zwischen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen soll es ebenfalls um die Unterstützung der Ukraine gehen.
Russland-Experte sieht Erfolg für die Ukraine
Großbritannien und Frankreich wollen nach den Worten des britischen Premierministers Keir Starmer im Falle einer Waffenruhe Militärstützpunkte in der Ukraine errichten. Geplant seien „geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung“, um die „Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine“ zu unterstützen, sagte Starmer in Paris.
Beobachter werten das Ergebnis des Treffens in Paris als Erfolg für die Ukraine. Die Zusagen blieben zwar weit hinter Artikel 5 des NATO-Vertrags zurück. „Aber sie sind viel mehr als das, was die Ukraine je hatte“, sagte Daniel Fried, ehemaliger US-Staatssekretär und langjähriger Russland-Experte, zur Kyiv Post.
Russland verliert mehr als 1000 Soldaten an einem Tag
Auf den Schlachtfeldern des Konflikts steigen derweil Russlands Verluste weiter. Binnen eines Tages hat Putins Armee laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 1040 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit steigt die Zahl der gesamten Verluste im Ukraine-Krieg seit Beginn der Kampfhandlungen auf etwa 1.213.460 Soldaten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)