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Eine Blockabfertigung nach den Feiertagen hat in Bayern für kilometerlangen Rückstau gesorgt. Auf der A8 und der A93 ging am Mittwochmorgen fast nichts mehr.

Rosenheim – Die bayerische Polizei musste am Mittwochmorgen, 7. Januar, zahlreiche Lastwagen zurück auf die Autobahn beordern, nachdem ein massiver Stau an der österreichischen Grenze für chaotische Verkehrsverhältnisse gesorgt hatte. Der Rückstau auf der Inntalautobahn erreichte eine Länge von bis zu 33 Kilometern, da nach einem kompletten Lkw-Fahrverbot am Dreikönigstag nur maximal 300 Lastwagen pro Stunde die Grenze passieren durften. Ein Pannen-Lkw sorgte dort für zusätzliche Behinderungen, da er die rechte Spur blockierte.

AUT 2016 03 26 THEMENBILD FEATURE STAU AUF DER INNTALAUTOBAHN

Stau auf der Inntalautobahn. © 
IMAGO / Roland Mühlanger

Trotz ausdrücklicher Verbote versuchten viele Fernfahrer, den Megastau durch Ausweichrouten über die anliegenden Gemeinden an der A8 und A93 zu umgehen. Um die betroffenen Anwohner zu schützen, griff die Polizei rigoros durch und leitete jeden achten Lastwagen zurück auf die verstopfte Autobahn. Die Beamten ahndeten zudem zahlreiche weitere Verkehrsverstöße, darunter verbotenes Überholen und sogar gefährliches Rückwärtsfahren auf der Autobahn. Unfälle ereigneten sich nicht.

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Die Polizei war auf den Einsatz vorbereitet gewesen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre zu diesem Datum hatten die Beamten bereits mit erheblichem Arbeitsaufkommen gerechnet. Die Situation entspannte sich erst im Laufe des Tages, als die Blockabfertigung auf österreichischer Seite am Vormittag beendet wurde. Kurz darauf löste sich auch der kilometerlange Lastwagenstau auf bayerischer Seite wieder auf.

Für Fernfahrer und Anwohner ist jedoch keine dauerhafte Entlastung in Sicht. Laut Polizei ist die nächste Blockabfertigung an der Inntalautobahn bereits für den 2. Februar angekündigt. (Quellen: dpa, Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim)