Hrubec lässt die Klotener verzweifeln, und deren Coach stellt eine bange Frage

Der Tscheche führt die ZSC Lions mit 39 Paraden zum 1:0, dem dritten Derbysieg. Die Stadtzürcher feiern eine fast perfekte Woche – im Gegensatz zu Kloten.

ZSC Lions Spieler Dean Kukan, Pontus Aberg, Mikko Lehtonen, Torhüter Simon Hrubec und Christian Marti feiern den Sieg gegen den EHC Kloten in der Swiss Life Arena in Zürich.

Matchwinner Hrubec: Die ZSC-Spieler wissen, bei wem sie sich bedanken müssen.

Foto: Andreas Becker (Keystone)

So arm das dritte Zürcher Hockeyderby zwischen den ZSC Lions und dem EHC Kloten an Toren war, so reich war es an Kampf, Emotionen und Spannung. In der Schlussminute, als die Gäste mit sechs gegen vier Feldspieler den Ausgleich anstrebten, prasselten die Schüsse nur noch so auf ZSC-Goalie Simon Hrubec ein. Doch der Tscheche, der sein Team bei zeitweise klarer Unterlegenheit im Spiel gehalten hatte, hielt das 1:0 fest.

39 Schüsse wehrte Hrubec insgesamt ab, er liess die Klotener verzweifeln. Wie schon in den ersten zwei Saisonderbys, welche die ZSC Lions 2:0 und 4:1 gewonnen hatten. In 180 Spielminuten hat der EHC gegen Hrubec nur ein Tor zustande gebracht, bei insgesamt 96 Schüssen. Diesmal war es besonders krass: Die Klotener dominierten das Mitteldrittel mit 15:2 Torschüssen und zwangen ZSC-Coach Marco Bayer zu einem Timeout. Das änderte nichts am Spielverlauf, doch Bayer hatte ja Hrubec im Tor.

12’000 Zuschauer (ausverkauft). – Tore: 48. Weber (Frödén) 1:0. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 2-mal 2 Minuten gegen den EHC Kloten.

ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Lehtonen, Marti; Weber, Schwendeler; Trutmann; Rohrer, Malgin, Andrighetto; Frödén, Grant, Balcers; Aberg, Baechler, Riedi; Meier, Sigrist, Gruber; Baltisberger.

EHC Kloten: Waeber; Profico, Lindroth; Delémont, Wolf; Sidler, Klok; Kellenberger; Morley, Leino, Puhakka; Meyer, Gignac, Ramel; Simic, Schäppi, Rafael Meier; Derungs, Diem, Smirnovs; Schreiber.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bader, Hollenstein (verletzt) und Sundström (überzählig), Kloten ohne Weibel, Steiner (krank), Hausheer und Simon Meier (verletzt). – 29. Timeout ZSC Lions, 60. Timeout Kloten. 49. Aberg scheitert mit Penalty an Waeber. Kloten ab 58:31 ohne Torhüter.

«Ich weiss auch nicht, was wir noch alles tun müssen, um ein Tor zu schiessen», sagte Klotens Coach Lauri Marjamäki kopfschüttelnd. «Ich kann ja nicht noch selbst aufs Eis.» Vor und nach Weihnachten haben sich die offensive Verkrampfung gelöst. Aber diese Woche sei nun schwer zu verdauen.

2:3 am Dienstag gegen den SC Bern, 1:3 am Samstag gegen Servette und nun 0:1 im Derby. «Das Bern-Spiel war nicht so gut. Gegen Servette spielten wir schon besser, und das war nun unser klar bestes Spiel», urteilte der Coach. Doch eben: Die Tore fehlten.

Anders klang es gegenüber bei ZSC-Coach Marco Bayer. «Vor ein paar Wochen hätten wir dieses Spiel noch verloren. Doch jetzt finden wir einen Weg zum Sieg. Das ist positiv. Acht von neun Punkten in dieser Woche, das tut gut.» Mit der Spielweise seines Teams konnte Bayer nicht zufrieden sein – vor allem nicht mit dem Mitteldrittel, als sich die Stadtzürcher immer wieder in der eigenen Zone einschnüren liess. Aber sie punkten. Der Sieg gegen Kloten war der vierte in Serie.

Verteidiger Weber schoss das einzige Tor

Das goldene Tor gelang Weber in der 48. Minute, als die Zürcher wieder etwas aktiver auftraten. Frödén nahm den Puck in der Offensivzone Morley ab, und Weber traf zu seinem sechsten Saisontor. Dank der späten Wende am Samstag in Zug zum 3:2 und dem Derbysieg haben die Zürcher nun vier Punkte Vorsprung auf das siebtplatzierte Rapperswil-Jona. Am Freitag kommt es am Obersee zum Direktduell.

Weniger gut sieht es für Kloten aus. Die drei Niederlagen waren empfindliche Rückschläge im Kampf um Rang 10, der sie zur Teilnahme am Play-In berechtigen würde. Und weil Ambri wieder im Aufwind ist und zuletzt dreimal gewann, droht sogar noch der Fall ins Playout gegen Ajoie.

«Wir spielen besser als letzte Saison, aber damals gewannen wir oft mit einem Tor, statt knapp zu verlieren», sagte Marjamäki. An ihm ist es nun, so bald wie möglich wieder Optimismus zu verbreiten. Keine leichte Aufgabe.

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Vielen Dank fürs Dabeisein. Hier folgt in Kürze ein ausführlicher Bericht.

Wir wünschen einen schönen Abend, einen guten Start in die neue Woche und bis zum nächsten Mal.

Spielende

Kloten kommt noch zu einem Abschluss, aber das Tor fällt nicht, der ZSC gewinnt.

60. Minute

Marjamäki spricht mit seinen Spielern, es sind noch 17 Sekunden zu absolvieren.

60. Minute

Bisher gehen alle Schüsse daneben oder Hrubec kann entschärfen.

59. Minute

Andrighetto gerät mit Wolf aneinander, der ZSC-Akteur wehrt sich zu hart, deckt den Gegner mit Fäusten ein, dafür muss er wegen übertriebener Härte raus. Das ist kein guter Zeitpunkt. Es heisst 6 gegen 4 für 1 Minute.

59. Minute

Kloten setzt alles auf eine Karte, die Lions können sich aber befreien.

58. Minute

Schäppi hat den Ausgleich auf der Kelle, nach dem Abpraller bei Hrubec steht er da, aber kommt nicht am Goalie vorbei.

56. Minute

Weitere Schüsse prasseln aufs Tor der Lions ein, aber sie werden entweder geblockt oder Hrubec pariert.

54. Minute

Zwar versuchen die Gäste alles, aber bisher waren sie zu keiner gefährlichen Aktion fähig.

49. Minute

Aberg eilt davon und wird von den Beinen geholt, das gibt Penalty!

Er tritt an und scheitert an Waeber.

Ein Eishockeyspieler von ZSC, Pontus Aberg, verfolgt den Puck während eines Spiels gegen Lausanne HC in Zürich.

Aberg vergibt den Penalty.

Foto: Nico Ilic (Freshfocus)

48. Minute

Weber bringt die Gastgeber doch noch in Führung.

Andrighetto spielt in die Mitte, Weber zieht ab, Waeber ist die Sicht verdeckt.

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47. Minute

Sigrist fährt vors Tor, Waeber wehrt ab, Baltisberger setzt nach, aber ist ebenfalls nicht erfolgreich.

45. Minute

Nun dürfen die Lions 45 Sekunden mit einem Spieler mehr agieren.

Aber auch das bringt nichts mehr ein.

44. Minute

Das war ein kurzes Powerplay, das Tor ist verschoben, Simic muss wegen Behinderung raus.

43. Minute

Morley und Lindroth scheitern in Überzahl.

43. Minute

Balcers trifft seinen Gegenspieler im Gesicht und muss wegen hohen Stocks raus. Kloten darf zum zweiten Mal Powerplay spielen.

43. Minute

Die Lions sind wieder besser im Spiel, sie haben sich vom mageren Mitteldrittel offensichtlich erholt und machen nun wieder mehr Druck.

Drittelbeginn

Weiter geht es mit dem letzten Abschnitt.

Drittelende

Noch immer warten wir auf ein erstes Tor.

Das 2. Drittel geht ganz klar an die Klotener, sie dominierten diesen Abschnitt. Aber auch in Überzahl trafen die Gäste nicht. So belibt es vor ausverkauftem Haus beim torlosen Spiel.

Eishockeyspiel zwischen ZSC Lions und EHC Kloten, Dario Sidler verfolgt Sven Andrighetto auf dem Eis während eines Spiels in Zürich.

Kloten dominiert das Mitteldrittel.

Foto: Roger Albrecht (Freshfocus)

38. Minute

Kaum ist das Powerplay vorüber, kontert der ZSC, aber ebenfalls nicht erfolgreich.