Der 37-jährige Iouri Podladtchikov verpasst das Laax Open, welches kommendes Wochenende stattfindet. Damit zittert er um Olympia 2026. Das Turnier war im letzten Frühjahr das grosse Ziel von Podladtchikov.
Nach seinem Sensations-Comeback sagte er exklusiv zu 20 Minuten: «Um es in Kunstsprache zu sagen: Ich arbeite an einer Skulptur – Schritt für Schritt, Schlag für Schlag. Und bei Olympia wünsche ich mir, dass sie dann die Form hat, die ich im Kopf hatte, als ich angefangen habe.»

So sah Iouri Podladtchikov nach seinem Sturz im November aus.Instagram/iouripodlatchikov
Doch bisher verlief das Comeback des Snowboard-Olympiasieger von 2014 sehr mühsam. Letztes Jahr riss er sich das Kreuzband, im November stürzte er dann erneut schwer. Er zog sich eine Luxation der rechten Schulter sowie eine Fraktur der rechten Augenhöhle zu, die operiert werden musste. Und nun eben auch das Verpassen des Wettkampfes in Laax.
Für Iouri Podladtchikov wird es brutal eng
Swiss-Ski teilt mit, dass Podladtchikov erneut operiert werden musste. «Ob und in welcher Form ein Einsatz an den Olympischen Spielen möglich ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Swiss-Ski wird informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.» Das heisst: Für den Schweizer wird es brutal eng.
Passend zu diesem Zittern, fragte 20 Minuten den Schweizer Snowboard-Star bereits im Frühling, ob er an eine Vorbestimmung im Leben glaubt. Damals antwortete er: «Das ist eine sehr gute Frage.» Er glaube vielleicht zu siebzig Prozent an Schicksal. Man habe zwar oft das Gefühl, selbst etwas bestimmen zu können – «aber das ist nicht immer so». Das Wort «vorbestimmt» sei vielleicht nicht ganz richtig, räumte er ein, «aber ja, ich glaube immer wieder daran – und dann auch wieder nicht.»
Wie gehst du mit Rückschlägen um, wenn du ein grosses Ziel verfolgst?
