Teheran: Auf Krieg „vorbereitet“ und zugleich zu Gesprächen „bereit“

Angesichts der anhaltenden Proteste gegen die Führung im Iran und Drohungen eines militärischen Eingreifens durch die USA hat das iranische Außenministerium erklärt, auf einen „Krieg“ vorbereitet und zugleich bereit zu Gesprächen zu sein. „Die islamische Republik Iran strebt keinen Krieg an, ist aber bestens darauf vorbereitet“, sagte  Außenminister Abbas Araghtschi bei einer am Montag vom staatlichen Fernsehen übertragenen Konferenz ausländischer Botschafter in Teheran. 

Araghtschi fügte an: „Wir sind ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber diese Verhandlungen müssen fair sein, mit gleichen Rechten und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts.“  

Der Iran und die USA unterhalten seit Jahrzehnten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zueinander. 

Wenig später erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Baghaei, dennoch sei ein „Kommunikationskanal“ zwischen Chefdiplomat Araghtschi und „dem Sondergesandten des US-Präsidenten offen“. Der Sprecher bezog sich damit offenbar auf den US-Sondergesandten Steve Witkoff, der im vergangenen Jahr unter anderem eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen vermittelt hatte.

Über den Kanal würden „Botschaften ausgetauscht, wann immer dies erforderlich ist“, fügte der Sprecher an. Er verwies darauf, dass die USA sich bei ihrer Kommunikation mit dem Iran der sogenannten Guten Dienste der Schweiz bedienen. Die Eidgenossenschaft vermittelt zwischen Ländern, zwischen denen keine diplomatischen Beziehungen bestehen. (AFP)