Seit Dienstag ist es offiziell: Die KTM-Mutter Pierer Mobility heißt nun Bajaj Mobility AG. Die in der außerordentlichen Hauptversammlung im November beschlossene Änderung ist nun auch im Firmenbuch eingetragen. Der Firmensitz wanderte von Wels nach Mattighofen. Nach der Insolvenz und der Sanierung haben sich die Machtverhältnisse bei KTM geändert. Die indische Bajaj-Gruppe, die Hunderte Millionen Euro zur Rettung zugeschossen hat, hält die Mehrheit.

Von indischer Seite wurde schon mehrmals angedeutet, dass bei KTM personell noch weitere Einschnitte bevorstehen dürften. Seit Dienstagabend ist das Gewissheit: Wie das Unternehmen mitteilt, wird es zu einem Personalabbau kommen. Konkret heißt es in einer Aussendung: „Die KTM AG setzt im Zuge eines Effizienzprogramms schwierige, aber notwendige Maßnahmen, um nach der Insolvenz der KTM AG Ende 2024 den erfolgreichen Neubeginn aus dem Vorjahr 2025 fortzusetzen. Ziel ist die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Senkung der Fixkosten, die Straffung von Strukturen, die Fokussierung des Produkt- und Projektportfolios sowie die Optimierung unseres internationalen Standort- und Führungsnetzwerks. Im Rahmen dieser notwendigen Neuausrichtung ist ein Personalabbau von rund 500 Beschäftigten, überwiegend in Angestelltenbereichen und im mittleren Management, unumgänglich.“ Eine entsprechende Frühwarnmeldung werde beim AMS eingebracht. Der aktuelle Mitarbeiterstand liegt bei 3794.

„Schwierige, aber notwendige Entscheidung“

„Dieser Stellenabbau ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um unsere Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und das Unternehmen damit langfristig stabil aufzustellen“, wird KTM-Chef Gottfried Neumeister in der Aussendung zitiert. „Wir reduzieren in allen Bereichen an Komplexität – z.B. bei unserer Modellpalette, in der IT und auch in der Organisation unserer Abteilungen, insbesondere durch die Herausnahme einer Führungsebene.“

Mit einem zukünftig verkleinerten Kernteam und deutlich geringeren Strukturkosten folge die KTM AG „ihrem Ziel der Simplifizierung und Fokussierung, um wieder zu einem der führenden Motorradhersteller der Welt zu werden“.