
Eine US-Delegation ist in Kopenhagen zu Gesprächen mit der dänischen Regierung eingetroffen. (Sebastian Elias Uth / Ritzau Scanp / Sebastian Elias Uth)
Sie will auch mit der dänischen Regierungschefin Frederiksen und deren grönländischem Amtskollegen Nielsen sprechen. In einer Zeit zunehmender internationaler Instabilität müsse man sich seinen Verbündeten annähern und sie nicht vergraulen, hatte Coons Anfang der Woche erklärt.
Soldaten von Bundeswehr und weiteren NATO-Staaten auf dem Weg nach Grönland
Derweil sind Soldaten der Bundeswehr und anderer NATO-Staaten auf dem Weg zu einer militärischen Erkundungsmission auf Grönland. Sie werden im Laufe des Tages in Nuuk erwartet. Auch Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Soldaten. Bundesverteidigungsminister Pistorius wertete die Mission als Zeichen dafür, dass die europäischen NATO-Mitglieder zu ihren Verpflichtungen stünden.
Im ZDF sagte der SPD-Politiker, sollte US-Präsident Trump seine Drohung wahrmachen und sich Grönland einverleiben, dann wäre das ein historisch einmaliger Vorgang, der mit Sicherheit Folgen für das Bündnis hätte. In der ARD betonte er allerdings, er glaube nicht, dass es zum Äußersten komme. Pistorius sprach von einem Machtspiel, bei dem es um Einfluss gehe.
Die US-Regierung zeigte sich von der Ankunft von Soldaten aus NATO-Staaten in Grönland unbeeindruckt. Sie glaube nicht, dass dies irgendeinen Einfluss auf das Ziel des Präsidenten habe, Grönland zu erwerben, sagte Regierungssprecherin Leavitt im Weißen Haus.
Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland am Mittwoch hatte keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA gebracht. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark und damit auch Teil der NATO und Bündnispartner der USA.
Politikwissenschaftler: Trump hat nicht unrecht
Russland: Falscher Vorwand für militärische Präsenz
Russland hat die Entsendung von Soldaten aus Deutschland und anderen NATO-Ländern nach Grönland kritisiert. Die NATO verstärke ihre militärische Präsenz in der Region unter dem falschen Vorwand einer wachsenden Bedrohung durch Moskau und Peking, hieß es in einer Erklärung der russischen Botschaft in Brüssel. Die Arktis müsse ein Gebiet des Friedens und der Zusammenarbeit bleiben.
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Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.