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Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Die Sorgen vor einem russischen Angriff steigen. Kiews Geheimdienst warnt vor einem Plan Moskaus.

Update, 22:05 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben von Kiews Generalstab im Ukraine-Krieg eine russische Nebo-U-Radarstation und ein selbstfahrendes Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 auf der russisch besetzten Krim angegriffen. Zudem meldete der ukrainische Generalstab laut Ukrainska Pravda, dass Kiews Streitkräfte in der Nähe der Stadt Donezk ein russisches Drohnenlager getroffen haben sollen. „Das Ausmaß der Schäden wird derzeit bestätigt. Wir machen weiter damit, den Feind und seine Fähigkeiten auszuschalten. Es wird noch mehr kommen“, heißt es in einer Erklärung des Generalstabs.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew weist russischen Bericht über Einnahme von Prywillja zurück

Update, 20:36 Uhr: Das ukrainische Militär weist russische Darstellungen einer Einnahme des Ortes Prywillja in der ukrainischen Region Donezk im Ukraine-Krieg zurück. Nach Angaben der Militärgruppe „Ost“ auf Facebook sei der Ort nach wie vor unter der Kontrolle ukrainischer Streitkräfte, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Zudem heißt es in dem Beitrag, dass ukrainische Einheiten nach wie vor in der Region Pokrowsk-Myrnohrad aktiv seien. Russland erleide dort erhebliche Verluste.

Ukraine-Geheimdienst warnt vor Putin-Plan

Update, 18:46 Uhr: Nach Angaben des militärischen Geheimdienstes der Ukraine (HUR) plant Russland Angriffe auf Umspannwerke, die den Betrieb ukrainischer Kernkraftwerke sicherstellen. In einem Beitrag des HUR auf Facebook heißt es: „Um die Ukraine zu zwingen, inakzeptable Kapitulationsforderungen zur Beendigung des Krieges zu unterzeichnen, erwägt der Aggressorstaat Russland die Option, strategische Energieanlagen unseres Landes anzugreifen – nämlich Umspannwerke, die den Betrieb ukrainischer Kernkraftwerke sicherstellen.“

Ein Mehrfachraketenwerfer der russischen Armee während einer Offensive in der Region Saporischschja im Ukraine-Krieg.

Ein Mehrfachraketenwerfer der russischen Armee während einer Offensive in der Region Saporischschja im Ukraine-Krieg. © imago

Durch die Zerstörung der Umspannwerke versuche Moskau, die Kraftwerksblöcke der Kernkraftwerke vom integrierten Stromnetz der Ukraine zu trennen: „Damit die ukrainische Zivilbevölkerung völlig ohne Strom und Heizung bleibt“, schreibt der Nachrichtendienst. Moskau plane zudem, seine Druckkampagne auf westliche Staaten zu verstärken, um so die Unterstützung für die Ukraine einzudämmen.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland plant laut Selenskyj weitere Angriffe auf Energiesektor

Update, 17:01 Uhr: Der ukrainische Präsident rechnet im Ukraine-Krieg mit weiteren russischen Angriffen auf den Energiesektor seines Landes. Von russischer Seite sehe man keine Bereitschaft, den Krieg zu beenden, schreibt Selenskyj in einem Post auf der Online-Plattform X: „Stattdessen gibt es zahlreiche Informationen über Vorbereitungen für weitere russische Angriffe auf unseren Energiesektor und unsere Infrastruktur, einschließlich Anlagen und Netze, die unsere Kernkraftwerke versorgen“, erklärt Selenskyj nach einem Bericht des Leiters des Verteidigungsnachrichtendienstes Oleh Ivashchenko.

Aktuelle Gespräche im Ukraine-Krieg: Selenskyj appelliert nach russischen Angriffen an Trump-Regierung

Update, 16:11 Uhr: Ukrainische Unterhändler sind zu den angekündigten Gesprächen über den Ukraine-Krieg in den USA eingetroffen. Das teilte Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, auf Telegram mit. Das Treffen soll in Miami im US-Bundesstaat Florida stattfinden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei die Hauptaufgabe der ukrainischen Delegation, „ein vollständiges und genaues Bild davon zu vermitteln, was die russischen Angriffe anrichten“.

In einem Post auf der Plattform X schreibt er: „Zu den Folgen dieses Terrors gehört auch die Diskreditierung des diplomatischen Prozesses.“ Die US-Seite müsse dies verstehen. Zudem seien Fortschritte bei den Dokumenten erforderlich, an denen derzeit gearbeitet werde: „Die Ukraine war nie ein Hindernis für den Frieden und wird es auch nie sein. Nun liegt es an unseren Partnern zu entscheiden, ob die Diplomatie vorankommt.“

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj ordnet wegen russischer Angriffe Ausbau der Stromimporte an

Update, 14.42 Uhr: Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj ordnete den sofortigen Ausbau der Stromimporte und den Import zusätzlicher Energieausrüstung an. Grund sind die anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung.

„Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern.

Brände in der Umgebung von Moskau sorgen für Aufsehen

Update, 10:33 Uhr: Zwei Brände haben in der Umgebung von Moskau für Aufsehen gesorgt. Im Vorort Woskresensk ist ein Feuer in einem der größten Chemiewerke Russlands ausgebrochen, wo Sprengstoffe für die Armee hergestellt werden – in den umliegenden Gebieten ist ein starker chemischer Brandgeruch wahrnehmbar. Das meldet unter anderem der russische Telegram-Kanal Astra.

Einen zweiten Brand meldet Ukrainska Pravda aus einem Umspannwerk knapp 100 Kilometer von Moskau entfernt. Teile der Großstadt Serpuchow seien dadurch ohne Strom. Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs, in dem Angriffe auf russische Infrastruktur zunehmen. Die ukrainischen Streitkräfte haben sich bislang jedoch nicht zu einem Angriff bekannt.

Update, 8:28 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht mit 115 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftverteidigung konnte 96 Drohnen abschießen, doch 16 Drohnen trafen Ziele an elf Orten. Wie die ukrainischen Luftstreitkräfte mitteilten, starteten die russischen Streitkräfte seit 18:00 Uhr am 16. Januar verschiedene Drohnentypen von den Standorten Millerowo, Kursk, Orjol und Primorsko-Akhtarsk sowie aus den besetzten Gebieten in Donezk. „Etwa 75 der Drohnen waren Shahed-Kamikaze-Drohnen“, hieß es laut Ukrainska Pravda. An der Abwehr beteiligten sich Kampfjets, Flugabwehrraketen-Einheiten und mobile Feuergruppen.

Selenskyj befürchtet bevorstehenden Großangriff Russlands

Update, 20:55 Uhr: Die ukrainische Regierung geht von baldigen russischen Großangriffen im Ukraine-Krieg aus. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am Donnerstagabend vor bevorstehenden Attacken. „Derzeit haben wir von der Aufklärung Informationen, dass die Russen sich auf neue großangelegte Angriffe vorbereiten“, erklärte der Staatschef in seiner täglichen Videoansprache. Selenskyj appellierte eindringlich an die westlichen Partner, die Bereitstellung von Luftverteidigungssystemen zu beschleunigen, da die bisherigen Lieferungen völlig ungenügend seien. Erst vor einer Woche hatte Russland die Oblast Lwiw mit seiner neuen Oreshnik-Hyperschallrakete beschossen.

Ukraine-Krieg aktuell: Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung zweifelt an Verhandlungserfolg

Update, 12:35 Uhr: Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist derzeit nicht in Sicht; die jüngsten Verhandlungen haben zu keinen Erfolgen geführt. Das macht sich auch in der ukrainischen Bevölkerung bemerkbar. So glaubt mit 26 Prozent nur rund ein Viertel der Ukrainerinnen und Ukrainer an einen langfristigen Frieden durch Verhandlungen. Während sich fünf Prozent unschlüssig sind, glauben 69 Prozent gar nicht an einen Verhandlungserfolg. Dies zeigt eine Umfrage des Kyiv International Institute of Sociology.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern

Fotostrecke ansehenUkraine-Krieg aktuell: Schwere Kämpfe an der Ostfront

Update vom 16. Januar, 10:17 Uhr: Das ukrainische Militär berichtet von heftigen russischen Angriffen an der Front im Osten des Landes. Der Generalstab in Kiew teilte in seinem Morgenbericht zur Lage mit, seit Donnerstagmorgen habe es 180 einzelne russische Attacken gegeben.

Ebenfalls viele Angriffe gab es weiter südlich bei Huljajpole im Gebiet Saporischschja. In der Kleinstadt habe die russische Armee weitere Straßenzüge erobert, berichtete der militärnahe ukrainische Blog „DeepState“. Damit bleibt es bei dem Bild der vergangenen Monate an der Front: Die russische Armee arbeitet sich langsam vor, erleidet dabei aber hohe Verluste.

Offensive im Krieg: Russland startet Angriffe auf Ukraine-Wirtschaft

Erstmeldung: Kiew – Kurz vor Beginn des fünften Jahres des Ukraine-Kriegs durchlebt das Land den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven Angriffe von Putins Armee mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung – und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern.

Wolodymyr Selenskyj hat vom Ministerkabinett Lösungen innerhalb eines Tages gefordert. „Vor allem damit der Import von Strom und aller Möglichkeiten für die Reserveversorgung erhöht wird“, sagte der ukrainische Präsident am Donnerstagabend (15. Januar). Dafür sei auch eine stärkere Kooperation zwischen den örtlichen Regierungsorganen und den Energieunternehmen notwendig.

Ukraine-Krieg: Schwierige Lage an der Front

Gesondert habe es zudem eine Beratung mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und dem Chef der Luftstreitkräfte Anatolij Krywonoschko zum Schutz der Energieanlagen im Ukraine-Krieg gegeben. Schwer sei die Lage auch im Grenzgebiet zu Russland und in den Frontabschnitten rund um die Gebiete Dnipropetrowsk und Odessa.

Selenskyj kündigte neue Gespräche mit Verbündeten an, um eine Stärkung der Flugabwehr zu erreichen. Dabei habe er bereits mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über den Kauf von Raketen für Flugabwehrsysteme gesprochen. (red mit Agenturen)