
[Standard: Proholz Student Trophy](https://www.derstandard.at/story/2000136057829/proholz-student-trophy-ideen-fuer-wien-muenchen-und-berlin)
Hey Leute, im Standard ist ein Artikel zur ProHolz Student Trophy. Wie kommt eigentlich sowas bei euch als Laien an?
Ich kann euch dazu auch einen Hintergund geben. Es war ein Master-Entwerfen an der TU Wien (Architektur obv.), das als Wettbewerb lief. Teilgenommen habe ich nicht, aber Kollegen von mir – somit habe ich sehr viel Einblick bekommen.
Nun zum Kern des Ganzen: das Siegerprojekt hat alle guten Themen aus den anderen Projekten zusammengeklaut, ein Frankenstein erschaffen und damit gewonnen. Auf der Uni waren sie kurz vor dem Durchfallen, weil sie nie was hatten während dem Semester.
Sie sind auch die Gruppe mit dem meisten Einsatz an Beton und der größten Tiefgarage. Gab genug andere Projekte, die möglichst den Betoneinsatz aufs minimalste reduziert haben. War wohl wurscht bei der ProHolz Student Trophy.
Nun, ihr Plakat hatte auf den ersten Blick mega viel Sex und Wow. Wenn man genauer hinschaut, findet man genug Fehler, wo jeder Grafiker einen Herzinfakt bekommt. Aber der erste Eindruck zählt wohl. Architekturpopulismus vom feinsten. Die Jury war begeistert. Die Kursleiter verwirrt.
Sorry für den Rant, ich finds arg und bin der Meinung, man sollte sowas aufzeigen und die Public Opinion dazu würde mich interessieren.
13 comments
Naja passt zu nem kunststudium wie architektur…
Ich studiere zwar selber an der TU, aber ein ganz anderes Fach. Ehrlich, ich hab da keinen Durchblick bekommen von dem Artikel – und ehrlich gesagt jetzt momentan auch nicht wirklich Lust mich da reinzulesen.
Ich hab da jetzt auch keinen Vergleich mit den anderen Projekten gesehen, also kann ich mich nur auf das Verlassen – oder eben nicht – was du schreibst.
Nur ned einesteigern, gibt wichtigeres auf dera Welt.
> Nun zum Kern des Ganzen: das Siegerprojekt hat alle guten Themen aus den anderen Projekten zusammengeklaut, ein Frankenstein erschaffen und damit gewonnen.
Das kann man natürlich einfach mal schnell behaupten.
Bist PR-Beauftragter?
Ist es üblich, dass fremde Einreichungen vor der Abgabefrist einsehbar sind, sodass man sich etwas zusammenklauen kann?
https://www.proholz-student-trophy.at/fileadmin/studenttrophy/2022-verleihung/Projekte-Wien/5563/5563_Plakat.pdf
da wird sex und wow versprochen und dann sind da nur ein paar HÄUSER!? fühle mich betrogen
“Mimimi, Mama die anderen Kinder spielen nicht fair”
Willkommen im wirklichen Leben.
Wo geht man eigentlich weinen hin wenn man im Job dann glaubt, dass alles so unfair und gemein ist?
Und gibt’s einen Grund warum man dir glauben sollte?
Äh weiß nicht ist halt ein Gebäude aus Holz.
In dem Fall war die Jury offensichtlich inkompetent. Aber auch wenn die Jury ordentlich wäre, kann es immer noch passieren, dass der Bauherr die Jury ignoriert und so ein Kasperlprojekt zur Realisierung auswählt.
Ob da jetzt irgendwas stimmt sei Mal dahingestellt aber wenn ich jetzt so an meine Ausbildungszeit zurückdenke: nach dem lernen/studieren, der Ausbildung im realen Leben kommt man schnell aus’m speiben nicht mehr raus – in den realen Jobs hast dann gefühlt nur noch 80% solcher würstl und man denkt sich wofür hab ich mich davor schon autentisch angestrengt, ned wie die anderen geschummelt, geblendet, gschichtl drückt und drauf geschissen weil man würschtelt sich ab und du der noch irgendwie moralverstandnis hatte oder hat erreicht weniger als arschlöcher. kurzum, schon einmal dran gewöhnen
Als Laie ist sowas halt extrem schwer zu beurteilen, gerade wenn man nur einen Standard-Artikel als Infoquelle hat.
Ich hab z.B. keine Ahnung was genau der Ausschreibungstext war, wie vielen und was für welche Projekte insgesamt teilgenommen haben, wie die im Artikel präsentierten Projekte im Detail geplant waren etc.
Und selbst, wenn ich all das wüsste könnte ich noch immer keine fachlich fundierte Meinung abgeben sondern nur beurteilen ob mir das jetzt gefällt/sinnvoll erscheint oder nicht.
Generell sollest du dich aber dran gewöhnen das akademischer Erfolg nicht immer voraussagt, wie der berufliche Erfolg ist und das es eben bei Präsentationen nicht nur auf den Inhalt sondern sehr stark auch auf die Art der Präsentation ankommt.