Luxemburgs Antidoping-Agentur befindet sich gerade mitten in einer Transformation. Aus ALAD wird ALIS (Agence luxembourgeoise pour l‘intégrité dans le sport), die neben Doping auch die Bereiche Safeguarding, Korruption und Wettbewerbsmanipulation abdeckt.
Dennoch hat die ALAD ihre Arbeit gemacht – und die luxemburgischen Athletinnen und Athleten kontrolliert. „Im Laufe des Jahres 2025 wurden 286 Antidoping-Kontrollen durchgeführt (158 außerhalb des Wettkampfs und 128 im Wettkampf)“, heißt es in der offiziellen Bilanz.
Dann klingeln wir und die Tür geht nicht auf.
Loïc Hoscheit
ALAD-Direktor
Neben insgesamt 286 Urinproben fertigten die Kontrolleure 63 Blutproben an – davon 62 im Rahmen des biologischen Athletenpasses, der physiologische Veränderungen über einen längeren Zeitraum dokumentieren kann. Zusätzlich wurden im Großherzogtum 82 Kontrollen im Auftrag anderer Antidoping-Organisationen durchgeführt.
Loïc Hoscheit ist zufrieden mit der Entwicklung. Foto: Stéphane Guillaume
Positive Ergebnisse gab es dabei zwar keine, jedoch Probleme mit der Zuverlässigkeit der Aufenthaltsangaben. Wie die ALAD mitteilt, gab es im Jahr 2025 elf Fälle, bei denen Athleten bei den Kontrollversuchen nicht anzutreffen waren – sogenannte „No-Shows“.
„Das hängt allermeistens am selben Problem“, erläutert Agentur-Direktor Loïc Hoscheit. „Sportler verreisen, zum Beispiel ins Trainingslager oder zu Wettkämpfen, und versäumen es, ihre Angaben im Meldesystem anzupassen. Dann klingeln wir und die Tür geht nicht auf.“
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Dennoch sei die Entwicklung positiv: „Die Zahl der No-Shows ist von 2024 auf 2025 konstant geblieben, obwohl wir mehr Kontrollen durchgeführt haben. Proportional ist sie also niedriger geworden“, erklärt Hoscheit. Gleichzeitig gebe es deutlich weniger „Filing Failures“, also fehlerhafte Meldungen.
Im vergangenen Jahr waren Springreiterin Charlotte Bettendorf und Triathlet Bob Haller gesperrt worden, weil sie ihren Lokalisierungspflichten nicht nachgekommen waren.
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