Wer im Unternehmensregister häufiger nachschaut, stellt mitunter fest: Unterlagen fehlen, Daten sind veraltet, noch immer wurde die Bilanz nicht veröffentlicht. Das soll sich bessern, wie das Justizministerium am Mittwoch mitteilt. Justizministerin Elisabeth Margue hat zusammen mit der GIE Luxembourg Business Registers (LBR) dazu ein Instrumentarium zur Umsetzung der Reform der Datenbank für Firmen und Vereinigungen (ASBL) vorgestellt.
Durch ein verstärktes Systems zur Überwachung und Einhaltung der im Handels- und Gesellschaftsregister (RCS) und im Register der wirtschaftlichen Eigentümer (RBE) eingetragenen Daten soll sichergestellt werden, dass die Informationen stets aktuell sind und optimal genutzt werden können. Das trage zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität bei und stärke die Glaubwürdigkeit der Register als offizielle Referenzquellen für Behörden und Wirtschaftsakteure, so das Justizministerium.
Das LBR wolle mit „Information und Begleitung (…) die betroffenen Unternehmen und Verbände dazu zu bringen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen dauerhaft nachzukommen.“ Nur bei anhaltender Nichteinhaltung der Vorschriften „können progressive Verwaltungsmaßnahmen und Sanktionen verhängt werden“, dabei „als letztes Mittel einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft“.
Automatische Vorabkontrollen und manuelle Kontrollen danach
Um die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten ab dem Zeitpunkt ihrer Aufnahme in die Register zu gewährleisten, führt das LBR sowohl automatische Vorabkontrollen durch als auch manuelle Kontrollen danach, um die Übereinstimmung zwischen den gemeldeten Informationen und den eingereichten Dokumenten zu überprüfen.
„Nach ihrer Eintragung in die Register werden die Daten nun während ihres gesamten Lebenszyklus regelmäßig automatisiert überwacht, um fehlende, abgelaufene oder zweifelhafte Informationen zu identifizieren“, teilen LBR und Justizministerium mit.
Für die Nutzer der Register bedeute das „genauere Daten über die Identität der Körperschaften, ihre Vertreter oder auch ihre Rechtslage“.
Das LBR ist eine wirtschaftliche Interessenvereinigung (GIE), in der der luxemburgische Staat, die Handelskammer und die Handwerkskammer zusammengeschlossen sind. LBR untersteht dem Justizministerium und ist für die Verwaltung und Entwicklung mehrerer nationaler Register zuständig, nämlich des Handels- und Gesellschaftsregisters (RCS), des Registers der wirtschaftlichen Eigentümer (RBE), der elektronischen Sammlung von Gesellschaften und Vereinigungen (RESA) und des Insolvenzregisters (REGINSOL). Am 31. Dezember 2025 hatte das LBR mehr als 168.400 registrierte Rechtsträger. Im Laufe des Jahres 2025 wurden mehr als 371.700 Einreichungen im Rahmen des CSR und EBR vorgenommen.
Lesen Sie auch:Police Grand-Ducale sucht Firmenadressen auf