Der Kreml hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem möglichen Treffen mit Wladimir Putin nach Moskau eingeladen. Nach Angaben von Putins Berater Juri Uschakow war ein solches Treffen bereits mehrfach Thema in Telefonaten zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:

21:37 Uhr – 3500 Gebäude in Kiew laut Selenskyj ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Fast 3500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole seien betroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft mit. „Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein“, sagte Selenskyj.

Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes sei der Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. „Die Ursachen werden derzeit untersucht“, sagte Selenskyj.

18:00 Uhr – Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort

Ukrainer und Russen wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigten den Termin zwar, nannten aber weder – wie vorige Woche – einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter.

14:57 Uhr – AKW Tschernobyl kurzzeitig von Strom abgeschnitten

Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl war am Samstag nach Angaben ⁠der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Der Anschluss ‍sei inzwischen wiederhergestellt, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X mit. Aufgrund technischer Probleme im Stromnetz hätten zudem andere ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die ⁠nukleare Sicherheit seien nicht zu ⁠erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär, erklärte Grossi weiter.

14:12 Uhr – Metro steht in Kiew still

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung sprach von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen waren alle Linien. Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmaß erlebt die Stadt das erste Mal.

Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro (auch Dnjepr) verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt.

In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen.

13:30 Uhr – Massive Stromausfälle wegen „technischer Störung“

In der Ukraine ist es nach Regierungsangaben infolge einer „technischen Störung“ zu massiven Stromausfällen gekommen. Die Störung sei am Samstagmorgen an den Hauptstromleitungen zwischen Rumänien, Moldau und der Ukraine aufgetreten, erklärte Energieminister Denys Schmyhal im Onlinedienst Telegram. Er versicherte, die Stromversorgung werde „innerhalb der nächsten Stunde“ wiederhergestellt sein. Eine Ursache nannte er nicht.

12:55 Uhr – Kreml-Unterhändler in Miami

Vor neuen Verhandlungen an diesem Sonntag in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew nach eigenen Angaben wieder in die USA gereist. „Wieder in Miami“, schrieb der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube. Dmitrijew machte keine Angaben dazu, mit wem er sich trifft und worum es genau bei den Gesprächen geht. Dmitrijew hatte seine bisherigen Gespräche stets mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff geführt.

11:25 Uhr – Russland greift Munitionsdepots an

Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium keine Angaben.

11:10 Uhr – Verhandlungen sollen fortgesetzt werden

Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Russland erklärte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen.

10:30 Uhr – Pistorius äußert Zweifel an Putins Friedenswillen

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat mit Blick auf die Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges Zweifel am Friedenswillen des russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. Zwar habe US-Präsident Donald Trump Bewegung in die Friedensverhandlungen gebracht, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Bislang sehe ich allerdings keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will.“

01:18 Uhr – Für Pistorius kein russischer Friedenswillen erkennbar

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerte im Redaktionsnetzwerk Deutschland Zweifel an der Friedensbereitschaft des russischen Machthabers Putin. Bislang sehe er „keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will“.

Wenn es darauf ankomme, halte Putin immer an seinen Maximalforderungen fest und zeige sich an keiner Stelle kompromissbereit, kritisierte Pistorius. Während der Friedensgespräche in Abu Dhabi habe er die Ukraine in einer Art und Weise bombardieren lassen wie zuvor kaum in diesem Krieg. „Das hat nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun. Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad“, warf Pistorius Putin vor.

Skeptisch äußerte sich der Verteidigungsminister daher auch mit Blick auf Putins angebliche Bereitschaft zu einer begrenzten Feuerpause, von der derzeit die Rede sei. „Ich habe große Zweifel, dass die Angriffspause auch nur ansatzweise von Moskau ernst genommen wird“, sagte er den RND-Zeitungen.

Freitag, 30. Januar: 19:17 Uhr – Angriffe auf Energie-Infrastruktur laut Selenskyj vorerst ausgesetzt – aber russische Luftschläge gehen weiter

Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine ⁠Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. „In all unseren Regionen gab es von Donnerstagabend bis Freitag tatsächlich keine Angriffe auf Energieanlagen“, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. Die ‍Ukraine habe im Gegenzug auf Schläge gegen russische Energieanlagen verzichtet. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte, so Selenskyj.

Auch Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko berichtete von Angriffen auf die Eisenbahn. Binnen 24 Stunden gab es demnach sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur. „Russland ⁠greift absichtlich die Logistikrouten der Ukraine an“, schrieb Swyrydenko auf X. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele.

18:39 Uhr – Trump: Einigung auf Ende des Ukraine-Kriegs rückt näher

US-Präsident Donald Trump stellt eine baldige Einigung zur ⁠Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine in Aussicht. „Ich denke, wir kommen einer Einigung nahe“, sagte Trump vor Reportern im Oval Office. Einzelheiten nannte er ‍nicht.

16:10 Uhr – „Waffen der Vergeltung“ – russische Abgeordnete wollen härteren Einsatz von Militär

Russische Abgeordnete fordern nach Angaben von Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin den Einsatz härterer militärischer Mittel in der Ukraine. Die Mandatsträger bestünden auf „stärkeren Waffen“ und „Waffen der Vergeltung“, schreibt der Vorsitzende der Staatsduma auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Dies sei notwendig, um die Ziele der „speziellen militärischen Operation“ zu erreichen.

13:23 Uhr – Russland greift trotz von Trump angekündigter Feuerpause erneut an

Ungeachtet einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Feuerpause hat das russische Militär erneut die Ukraine attackiert. In der Nacht zum Freitag seien 111 Drohnen und eine ballistische Rakete auf die Ukraine abgefeuert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Luftabwehr habe in der Nacht 18 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie der annektierten Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen. Trump hatte am Donnerstagabend gesagt, der russische Präsident Putin habe seiner Bitte entsprochen, die ukrainische Hauptstadt und andere Städte eine Woche lang nicht anzugreifen.

11:10 Uhr – Kreml bestätigt Trump-Vorschlag – Antwort bleibt offen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kreml eine persönliche Bitte von US-Präsident Donald Trump erhalten, ‍die Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar einzustellen. Ziel sei es, ein günstiges Umfeld für Friedensverhandlungen zu schaffen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow will sich nicht dazu äußern, wie Russland auf die Anfrage reagiert.

Die Ukraine hat ihrerseits Entgegenkommen signalisiert, falls Russland bei der aktuellen Kältewelle die Energieinfrastruktur verschont. Im Vorfeld der geplanten Gespräche in Abu Dhabi ⁠hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ⁠bereits angedeutet, dass sich der Termin verschieben könnte.

10:35 Uhr – Bundeswehr-General warnt vor russischem Angriff auf Nato-Gebiet

Bundeswehr-General Gerald Funke warnt gegenüber der britischen Tageszeitung „The Times“ vor einem russischen Angriff auf Staaten des Atlantischen Bündnisses. „Russland könnte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre Nato-Staaten angreifen – Deutschland stünde dabei im Mittelpunkt eines solchen Konflikts“, warnte der Generalleutnant der Luftwaffe. In diesem Fall träfen zehntausende alliierte Soldaten in deutschen Nordseehäfen ein, um über Straßen- und Schienenwege in Richtung Osten transportiert zu werden.

Im „Worst-Case-Szenario“ müssten täglich hunderte Verwundete in Krankenhäuser behandelt werden, was zu einer Überlastung führe, die mit der Hochphase der Coronapandemie vergleichbar wäre. „Während ich in Afghanistan eine bedauerlich hohe, aber noch beherrschbare Zahl an Verwundeten hatte, muss ich nun mit bis zu 1.000 Verwundeten pro Tag rechnen“, schilderte Funke. „Es ist wichtig für uns, Deutschland als Logistikdrehscheibe zu erhalten und die Nachschubwege so reibungslos wie möglich zu gestalten, damit wir, falls eine Route ausfällt, auf andere ausweichen können.“

Zu den Hauptaufgaben Funkes gehört es, die logistischen Abläufe der Nato sicherzustellen, wenn die Zahl der Toten steigt, Stromausfälle auftreten, der Zugverkehr stillsteht und russische Agenten Chaos anrichten. „Was mir momentan Sorgen bereitet, ist die hybride, die verdeckte Seite: Sabotage, Schläferzellen, gezielte Angriffe. Den Einsatz von Langstreckenraketen kann ich nicht ausschließen. Aber ich halte die hybride Bedrohung für sehr hoch“, erklärte der Befehlshaber des Unterstützungskommandos der Bundeswehr

09:53 Uhr – Selenskyj: Ukraine nächstes Jahr bereit für EU-Beitritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht sein ‍Land nach eigenen Worten im nächsten Jahr bereit für einen Beitritt zur Europäischen Union. Bis Ende 2026 werde sein Land die wichtigsten für eine Mitgliedschaft erforderlichen Schritte umgesetzt haben, teilt Selenskyj in einer von seinem Büro veröffentlichten ⁠Erklärung mit.

Ein schneller ⁠Beitritt sei ein wichtiger Teil der nach einem Ende des Krieges mit Russland angestrebten Sicherheitsgarantien. „Ich möchte, dass die Ukraine einen klaren Zeitplan erhält“, sagt Selenskyj und bekräftigt die Entschlossenheit seiner Regierung zu den notwendigen Reformen.

09:50 Uhr – Selenskyj : Termin für nächste Ukraine-Gespräche könnte sich verschieben

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt den Zeitplan für die nächste Runde der von den USA vermittelten ⁠Gespräche mit ⁠Russland infrage. Ort und Zeit des ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplanten Treffens könnten sich ändern, sagt Selenskyj vor Reportern. Er wisse derzeit nicht, wann die nächste ‍Begegnung stattfinde.

Als Grund nennt ‍er unter anderem Entwicklungen im Verhältnis zwischen ⁠den USA und dem Iran. Zudem sei es wichtig, dass alle vereinbarten Teilnehmer ‍anwesend seien. US-Außenminister ⁠Marco ‌Rubio ‌hatte zuvor erklärt, ‌die US-Gesandten Steve Witkoff und ​Jared Kushner würden am Wochenende nicht ‍nach ⁠Abu Dhabi reisen.

04:04 Uhr – Russland wirbt Soldaten mit Betrug, Boni und Haftentlassung

Der Zustrom freiwilliger Rekruten in Russlands Armee habe im vergangenen Jahr bei über 400.000 gelegen, sagte Putin im Dezember. Aktivisten zufolge sehen diese Verträge oft eine feste Dienstzeit von beispielsweise einem Jahr vor, was manche potenzielle Rekruten zu der Annahme verleite, dass es sich um eine befristete Verpflichtung handele. Aber die Verträge würden automatisch auf unbestimmte Zeit verlängert. Regionalbehörden bieten zur Werbung Boni, die manchmal umgerechnet Zehntausende Euro ausmachen. In der Region der Chanten und Mansen in Zentralrussland etwa erhält ein Rekrut nach Angaben der örtlichen Regierung umgerechnet mehr als 40.000 Euro an Boni – mehr als das Doppelte des dortigen durchschnittlichen Jahreseinkommens. Zudem gibt es Steuererleichterungen, Schuldenerlasse und andere Vergünstigungen.

Trotz der Angaben des Kremls, man verlasse sich auf freiwillige Meldungen, berichten Medien und Menschenrechtsgruppen, dass Wehrpflichtige – Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die einen befristeten Wehrdienst ableisten und von der Entsendung in die Ukraine ausgenommen sind – oft von ihren Vorgesetzten dazu gezwungen würden, Verträge zu unterzeichnen, die sie in den Kampf schicken.

Die Rekrutierung erstreckt sich auch auf Gefangene und Personen in Untersuchungshaftanstalten, eine Praxis, die zu Beginn des Krieges vom verstorbenen Söldnerchef Jewgenij Prigoschin eingeführt und vom Verteidigungsministerium übernommen wurde. Die Gesetze erlauben nun die Rekrutierung sowohl von Verurteilten als auch von Verdächtigen in Strafsachen. Auch Ausländer werden rekrutiert, sowohl in Russland als auch außerhalb. Es wurden Gesetze verabschiedet, die Soldaten eine beschleunigte Einbürgerung in Russland ermöglichen.

Donnerstag, 29. Januar: 22:29 Uhr – Lob für Merz von Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich für die Unterstützung seines Landes durch Deutschland bedankt und Kanzler Friedrich Merz gelobt. „Friedrich demonstriert echte Führungsstärke und ich schätze unsere Koordination sehr“, schrieb er bei Telegram Bezug nehmend auf ein Telefonat der beiden. Deutschland habe sein Land seit den ersten Kriegstagen unterstützt. Insbesondere die Lieferungen von Luftabwehrsystemen der Typen Patriot und Iris-T seien wichtig für den Schutz des ukrainischen Luftraums.

20:55 Uhr – Selenskyj erwartet Aussetzen von Luftangriffen

Selenskyj rechnet mit der Umsetzung der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Aussetzung der Angriffe auf Kiew und andere Großstädte. „Wir erwarten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden“, ⁠schrieb Selenskyj auf X. Dies sei auch bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Thema gewesen.

18:24 Uhr – Trump spricht von Zusage Putins: Eine Woche keine Angriffe auf Kiew

US-Präsident Donald Trump will von seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin die Zusage bekommen haben, eine Woche lang von Luftangriffen auf Kiew abzusehen. Die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt haben teils seit Wochen keinen Strom, weil Russland die kritische Infrastruktur beschießt. Viele Menschen können daher ihre Wohnungen nicht heizen. In Kiew liegen die Temperaturen aktuell häufig im zweistelligen Minusbereich.

„Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die Städte zu schießen in dieser außergewöhnlichen Kälte“, sagte Trump während einer Kabinettssitzung. Putin habe „dem zugestimmt“, so Trump weiter. Von russischer Seite gibt es dazu bislang keine Bestätigung.

16:08 Uhr – Lawrow – „Keine Garantien für moskaufeindliche Ukraine“

Russland wird nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow internationale Sicherheitsgarantien nur für eine moskaufreundliche Ukraine akzeptieren. Die russische Regierung wisse nicht, was die USA und die Ukraine zu Sicherheitsgarantien vereinbart hätten, sagte Lawrow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau.

„Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und fortgesetzt dieses Regime als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann (…) werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern“, sagte der Minister. Moskau sei dagegen offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, die auch die Sicherheit Russlands umfasse.

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