Die Cyclocross-WM verlief für das luxemburgische Team nicht optimal. Überlagert wurde der Trip nach Hulst (NL) von einer vermeintlichen Lebensmittelvergiftung. Gleich einige Athleten konnten am Wochenende nicht antreten.

Positiv hervorzuheben sind aber einige Leistungen, wie etwa Platz zehn von Marie Schreiber im Eliterennen, aber auch der 15. Rang von Liv Wenzel im U23-Rennen. Dabei lag sie etwas mehr als drei Minuten hinter der neuen Weltmeisterin Leonie Bentveld (NL). 29 Fahrerinnen hatten nach 16,35 km das Ziel erreicht.

Ich habe zu schnell begonnen. Dann habe ich alles gegeben, um die vordere Gruppe zu erreichen.

Lennox Papi

Zufrieden zeigte sich auch Lennox Papi mit seinem Auftritt bei den U23 am Samstag. Rang 37 sprang heraus, fast fünf Minuten hinter dem neuen Weltmeister Aaron Dockx (B).

Der 18-Jährige, der in der letzten Runde gestürzt war, bedauerte nach dem Rennen den Verlauf ein wenig: „Ich habe zu schnell begonnen. Dann habe ich alles gegeben, um die vordere Gruppe zu erreichen. Während zwei Runden war ich nur fünf Sekunden entfernt. Aber alleine war es dann doch schwer. Dennoch bin ich sehr zufrieden. Ich habe alles gegeben.“

Lennox Papi war zu schnell ins Rennen gestartet. Foto: FSCL/Hugo Barthélemy

Papi war nicht krank, obwohl er sich mit Loïc Bettendorff, der das Eliterennen nicht bestreiten konnte, ein Zimmer teilte: „Loïc war die ganze Nacht auf dem Klo. Ich habe davon nichts mitbekommen. Ich glaube, er hat etwas Falsches gegessen.“

June Nothum (U19), Ben Fleming (U19), Layla Barthels (U23) und Nationaltrainer Jempy Drucker hatte es ebenfalls erwischt. Weil auch ein paar belgische WM-Teilnehmer (Zita Peeters, Kay De Bruyckere, Julie Brouwers, Shanyl De Schoesitter) krank waren, die im selben Hotel wie die Luxemburger übernachteten, lag der Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung auf der Hand.

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Der belgische Teamarzt hatte jedoch eine andere Theorie. „Ich gehe davon aus, dass es das Norovirus ist. Das ist ein Virus, das sich derzeit sehr schnell verbreitet. Besonders, wenn man mit vielen Menschen eng zusammensitzt“, erklärte Kris van der Mieren gegenüber „Sporza“.

Das Norovirus ist nicht nur extrem leicht übertragbar, sondern auch für seinen schnellen und heftigen Verlauf bekannt. Die Symptome treten meist abrupt auf: wiederholtes, starkes Erbrechen, heftige Bauchkrämpfe, Durchfall, starke Übelkeit und Kopfschmerzen. 

Mathieu van der Poel zum achten Mal Weltmeister

Besonders schlimm erwischte es De Bruyckere. Der Nachwuchsfahrer begann in der Nacht auf Freitag so heftig zu erbrechen, dass ihm im Krankenhaus eine Infusion verabreicht werden musste. Die belgischen Fahrer konnten entscheiden, ob sie das Teamumfeld verlassen und nach Hause fahren wollten. Mit Ausnahme von Joran Wyseure machten alle davon Gebrauch – darunter Thibau Nys, Medaillenkandidat im Rennen der Männer-Elite, das am Sonntag indes von Mathieu van der Poel gewonnen wurde – der achte WM-Titel für den Niederländer, ein Rekord.

Auf luxemburgischer Seite musste Nothum auf ihr WM-Rennen am Samstagmorgen verzichten. Später am Samstag erfolgten die frühzeitigen Abreisen von Bettendorff und Barthels, die erst am Sonntag antreten sollten.

Am Sonntagmorgen waren im Juniorenrennen zwei FSCL-Vertreter im Einsatz. Ben Fleming wurde mit einem Rückstand von 3‘25‘‘ auf den neuen Weltmeister Delano Heeren (NL) 35., während Ben Koenig auf Rang 51 (5‘42‘‘) landete. 61 Fahrer kamen ins Ziel.

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