Geschmuggelte Zigaretten sind ein einträgliches Geschäft für kriminelle Banden. Der Luxemburger Zoll hat am Flughafen Findel im vergangenen Jahr fast drei Millionen Schmuggelzigaretten sichergestellt.

Angeblich sollten die Kartons Elektronik enthalten, in Wirklichkeit war es fast ausschließlich Schmuggelware.  Foto: Administration des douanes et accises

Über das Jahr verteilt hat der Zoll die kriminell geplante Einfuhr von 552.000 Zigaretten vereitelt. Bei dieser Masche handelte es sich um Privatpersonen aus Osteuropa und dem Südkaukasus, die die Zigaretten über den Flughafen Istanbul nach Luxemburg einführten. Von hier aus sollten sie die Zigaretten auf den europäischen Schwarzmarkt bringen. Durch die Zollkontrollen ist ein Steuerschaden von 168.000 Euro abgewendet worden.

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Einem besonders großen Fall kam die Zoll- und Akzisenverwaltung im November auf die Spur. Diesmal waren die Schmuggelzigaretten als Luftfrachtsendung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Ziel Großbritannien getarnt. Verpackt in Kartons auf acht Paletten, sollte die Lieferung laut Papieren eigentlich Elektronikartikel enthalten. Tatsächlich befanden sich in 224 von 256 Kartons jedoch geschmuggelte Zigaretten – insgesamt 2,4 Millionen Stück.

Der Zoll zog die Schmuggelware aus dem Verkehr und verständigte die britischen Behörden. Dadurch wurde ein Steuerschaden von 735.000 Euro verhindert.